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Steuerbonus gestoppt

27. Februar 2015

Handwerkerbonus wird weiter in voller Höhe erstattet

Erneut ist der geplante Steuerbonus für Hauseigentümer auf energieeffiziente Sanierungsvorhaben im Anlauf gescheitert – und zum wiederholten Mal vorerst auf Eis gelegt.

Ministerpräsidenten und Kanzlerin hatten sich erst im Dezember auf den Steuerbonus verständigt und den zu einem zentralen Teile der Klimaschutzbemühungen der Bundesregierung erkoren. Trotz Einigung von Bund und Länder scheiterten die Pläne nun überraschend im Koalitionsausschuss – augenscheinlich am Widerstand seitens der CSU. “Über eine steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung konnte im Koalitionsausschuss keine Einigung erzielt werden”, so informierte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann seine Abgeordneten.

Steuerbonus versus Handwerkerbonus

Das war der Plan:
Energiesparen sollte durch den steuerlich begünstigten Austausch von Fenstern, modernen Energiesparheizungen oder besserer Dämmung vorangebracht werden. Hausbesitzer sollten eigentlich 10 bis 25 % ihrer Sanierungskosten von der Steuerlast über 10 Jahre verteilt abziehen können. Das hätte Bund und Länder etwa eine Milliarde € pro Jahr gekostet.

Woher das Geld nehmen?
Linke Tasche, rechte Tasche … Dafür wollte die Regierung bei der Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen sparen. Diese Regel ist Teil der haushaltsnahen Dienstleistungen im Einkommensteuergesetz. Hier können Hauseigentümer Handwerksleistungen zur Renovierung, für Erhalt und Modernisierung am Haus von der Steuer absetzen. Das Finanzamt berücksichtigt dabei 20 % der Arbeitskosten von bis zu 6.000 €. Die bis zu 1.200 € Steuerersparnis gehen direkt von der Steuerschuld ab. Hier sollte gekürzt werden. Steuerbonus als Konkurenz zum bewährten Handwerkerbonus. Der Handwerkerbonus geht anscheinend als Sieger aus dem Duell hervor. Was wieder mal auf der Strecke bleibt, ist der Klimaschutz. Nicht zuletzt oder vor alle dem auch die vielen Hauseigentümer in ganz Deutschland. Die allgemeine Verunsicherung durch Medien wird durch den Schlingerkurs der Regierung weiter verstärkt.

Und nun?
Die neue Notlösung vom Koalitionsausschuss: Das Wirtschaftsministerium prüft nun, ob die staatlichen Zuschüsse der KfW erhöht werden könnten.

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Energieberater – der Staat übernimmt mehr als die Hälfte der Kosten

25. Februar 2015

Ab 1. März 2015 erhöht das BAFA den Zuschuss für eine Vor-Ort-Beratung

Nicht nur der Frühling steht vor der Tür. Warum nicht auch ein Energieberater? Der kann ans Licht bringen, wo und wie im Haus Energie gespart werden kann. Wer der Beratung Taten folgen lässt, profitiert allemal. Gezielte Investitionen sparen dann zukünftig Heizenergie und Kosten. Bei den Beratungskosten können routinierte Sparfüchse ab März gleich anfangen. Gespart werden kann hier durch Fördergelder. Dank Förderung fallen die Kosten für die Energieberatung so geringer aus, der Nutzten ist dafür umso größer.

Für eine Vor-Ort-Energieberatung gibt`s einen staatlichen Zuschuss vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Das ist nicht neu, doch zum 1. März 2015 tritt die neue und aufpolierte Förderrichtlinie in Kraft. Mit höheren Zuschüssen zur Beratung sollen Hauseigentümer die fürs Haus passende Modernisierung finden und angehen.
Die Energieberatung ist dabei der Schlüssel zum Energiespar-Erfolg. Sie schafft eine wichtige Entscheidungsgrundlage und gibt konkrete Handlungsempfehlungen. Noch bevor ein Cent in die Hand genommen wird, sagt der Energieberater wie und wann sich eine energieeffiziente Baumaßnahme auszahlen wird.

800 € Beratungszuschuss für Ein- und Zweifamilienhäuser

Der Staat beteiligt sich, und übernimmt einen Teil des Energieberater-Honorars und zwar 60 % der förderfähigen Beratungskosten, max. 800 € bei Ein- und Zweifamilienhäusern und max. 1.100 € bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten. Damit wird die bisherige Förderung für Eigenheime verdoppelt. Den Beratungszuschuss gibt es nun für alle Wohnhäuser, für die vor dem 1. Februar 2002 der Bauantrag gestellt wurde. Also auch die bisher von der Förderung ausgeschlossenen Gebäude mit Baujahr ab 1995.
Wohneigentümergemeinschaften können ab März mit einem zusätzlichen Beratungs-Bonus rechnen. Für Maßnahmen an Keller, Wand, Dach oder Heizung müssen sich alle Eigentümer im Haus einig werden. Für zusätzliche Beratungskosten zur Erläuterung des Energieberatungsberichts in der Wohnungseigentümerversammlung oder Beiratssitzung steuert das BAFA nochmals bis zu 500 € bei.

Schritt für Schritt zum Ziel

Zu lange und komplizierte Beratungsberichte – wenn`s nach dem BAFA geht, war das gestern. Ab März haben Hauseigentümer die Wahl zwischen einer Beratung zur Komplettsanierung zum KfW-Effizienzhaus oder einem Sanierungsfahrplan. Letzterer ist neuer Bestandteil der Förderung und bildet Schritt für Schritt, die sinnvollen und aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen ab. Die können nach und nach angegangen werden, je nach Zeitrahmen und Finanzbudget der Bewohner. Maßnahme für Maßnahme sinkt so der Energieverbrauch des Hauses. Kosten und Aufwand sind je nach Modernisierung zumeist überschaubar und verteilen sich langfristig. Auch wer nach Sanierungsfahrplan vorgeht, verschenkt keine Einsparpotenziale. Sogar ein Effizienzhaus-Niveau rückt so Schritt für Schritt näher.

Antrag über den Energieberater

Nur wer den Beratungs-Zuschuss beantragt, kann profitieren. Im Fall der BAFA-Vor-Ort-Beratung haben Hauseigentümer mit dem eigentlichen Förderantrag nichts zu tun. Das übernimmt der Energieberater. Die Aufgabe des Hausbesitzers ist es, den passenden Berater zu finden. Das geht über die Energieeffizienz-Expertenliste. Hier sind alle von BAFA und KfW zugelassenen Energieberater registriert und können nach Postleitzahl, Ort oder bestimmten Beratungsschwerpunkten ausgesucht werden.

Fördergelder nicht links liegen lassen

Es gibt mehr Förderung als man glaubt. Denn die kommt nicht nur vom Staat. In Deutschland gibt es momentan über 400 Energieberatungszuschüsse (Quelle foerderdata.de). Über die Hälfte davon werden von den Rathäusern in Städte und Gemeinden gestellt. Der Clou: Mit einem kommunalen Zuschuss kann die BAFA- oder Landesförderung oftmals zusätzlich aufgestockt werden. Programme wie der EnergieSparCheck in Baden Württemberg, der Gießener Gebäudepass in Hessen, der Hamburger Energiepass, die ENEO-Energieberatung in Berlin, der proKlima – Energielotse in der Region Hannover oder das Programm „Ihr Haus unter der Lupe“ in Limburg a.d. Lahn, viele Städte und Regionen beteiligen sich an den Beratungskosten. Wer die passend Förderungen für sein Haus finden will, kann sich kostenlose über die Online-Fördermitteldatenbank www.foerderdata.de informieren.

Fördergelder gibt’s übrigens nicht nur für eine Energieberatung.

In Summe stehen für deutsche Hauseigentümer über 6.000 Bau- und Modernisierungsförderungen bereit. Wer energieeffiziente Maßnahmen am Haus plant, in umweltfreundliche Technik oder Erneuerbare Energien investiert, kann dafür zumeist einen Förderbonus abgreifen. Die Maßnahmen zum Energiesparen zahlen sich zukünftig Jahr für Jahr aus. Wer seine Fördermöglichkeiten nutzt, spart bereits bei Anschaffung und Einbau, in der Regel von 10 % bis zu 35 % seiner Kosten.

Unser Tipp daher: Erst informieren, dann modernisieren. Energiespar- statt Frühlingsbote. Mit einem Energieberater gelingt der Start in die Sanierungssaison allemal.

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NRW nimmt Quartiersförderung ins Visier

20. Februar 2015

Neues Förderprogramm „Entwicklung altengerechter Quartiere in NRW“

Finanzielle Unterstützung vom Land gibt es zukünftig für die altengerechte Gestaltung eines konkreten Quartiers. Ab sofort stellt das Land NRW für die Beschäftigung eines Quartiersmanagers jährlich 2,1 Mio. € zur Verfügung. Der soll den Prozess zur altengerechten Umgestaltung vom Wohnviertel vor Ort entscheidend voranbringen.
„Vor Ort, im Quartier benötigen wir jeweils maßgeschneiderte Konzepte, damit Menschen auch bei Unterstützungsbedarf so lange wie möglich in ihrem vertrauten Wohnumfeld leben können. Eine solche Quartiersentwicklung kann aber nur mit Hilfe eines erfolgreich gemanagten breiten Beteiligungsprozesses gelingen“, so Ministerin Barbara Steffens am 19. Januar 2015 in Düsseldorf.
Pro Kreis oder kreisfreier Stadt können mit dem Förderprogramm für 3 Jahre pro Jahr bis zu 40.000 € beantragt werden, die in einem zu benennenden Quartier für Personal- und Sachkosten sowie teilhabeorientierte Maßnahmen wie beispielsweise Informationsveranstaltungen bestimmt sind. Bei den Personalkosten deckt diese Förderung bis zu 50 % der Gesamtkosten ab.

Unter „Quartier“ fallen übrigens nicht nur Stadtviertel, auch ein Dorf oder im dünn besiedelten ländlichen Bereich auch ein Gebiet mit mehreren kleinen Siedlungen kann im Rahmen des Förderprogramms entwickelt werden. Basis für die Auswahl des Quartiers muss eine Analyse seiner Bevölkerungs- und Versorgungsstruktur sein, die eine Darstellung der bisher ungedeckten Bedarfe an Infrastrukturangeboten einschließt und die Notwendigkeit für die Schaffung eines altengerechten Quartiers begründet.

Ziele und Strategien für die Quartiere

  • Eine partizipative Sozialraumplanung
  • Aufbau von Versorgungsnetzwerken
  • altengerechter Bau- und Wohnprojekte
  • Stärkung von Nachbarschaftshilfen und -initiativen
  • wohnungsnahe Entlastungs- und Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige
  • ganzheitliche Ausrichtung der sozialen wie pflegerischen Infrastruktur und die Schaffung von Unterstützungs- und Hilfsangeboten
  • Initiierung von Engagementmöglichkeiten
  • Initiierung von teilhabeorientierten und gesundheitsfördernden Maßnahmen

NRW unterstützt Kommunen bei der Quartierentwicklung
Mit dem Konzept “Masterplan altengerechte Quartiere.NRW” wurde ein modulares Gesamtkonzept zur Unterstützung der Kommunen bei einer altersgerechten, partizipativen Quartiersentwicklung auf die Beine gestellt.
Dazu zählt auch das im Juni 2013 eröffnete „Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW“ mit Sitz in Bochum. Neben individueller Beratung können die Kommunen mit Hilfe eines modularen Baukastens Möglichkeiten zur Analyse und Umsetzung der Quartiersentwicklung erhalten.

Weitere Informationen zum Förderprogramm: www.aq-nrw.de

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NRW bündelt EU-Förderprogramme zur Quartiersentwicklung

19. Februar 2015

350 Mio. € für benachteiligte Stadtviertel

Das Ministerium für Stadtentwicklung in Nordrhein-Westfalen will benachteiligte Stadtviertel effektiver fördern. Dazu werden die NRW-EU Programme des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gebündelt, so dass für die Entwicklung von benachteiligten Quartieren und Ortsteilen bis 2020 rund 175 Mio. € zur Verfügung stehen. Dazu kommen in gleicher Höhe Mittel der nationalen Kofinanzierung aus Bundes- und Landesmitteln und aus Mitteln von Kommunen, Vereinen und Privaten.

Die städtebauliche Quartiersentwicklung soll so mit ökologischen, wirtschaftlichen und präventiven Maßnahmen gekoppelt werden. Ziel ist die integrierte Zusammenarbeit der Akteure vor Ort und die Vernetzung der Projektideen. Die Mittel sollen besonders Projekten für Kinder, Jugendliche und Familien zu Gute kommen. So können z.B. zur Förderung der Modernisierung eines Jugendzentrums ergänzende Fördermittel für den Aufbau kommunaler Präventionsketten oder zur Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf bereitgestellt werden.

Projektaufruf „Starke Quartiere – starke Menschen“
Minister Groschek ruft nun die Kommunen auf, sich um die Fördermittel zu bewerben: „Anstatt einzelne Projekte innerhalb eines Stadtviertels oder Ortsteils unabhängig voneinander aus verschiedenen Töpfen zu fördern, bieten wir nun eine fondsübergreifende Unterstützung an, um so eine integrierte Quartiersentwicklung zu fördern. Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass sich die Kommunen dies schon lange wünschen, da sie ihre Projekte damit effektiver und schneller realisieren könnten.“  Weitere Informationen finden Interessierte unter: www.mbwsv.nrw.de/stadtentwicklung/foerderung_und_instrumente/EU-Foerderung

Neuer Stadtentwicklungskredit von der NRW.BANK
Zum Gesamtkonzept des Ministeriums zählt auch der neue „Stadtentwicklungskredit“. Den sollen kommunale Unternehmen und private Entwicklungsträger im Rahmen städtischer Handlungskonzepte nutzen können und so auch gezielt in schwierigem Umfeld investieren.
Michael Wucherpfennig von der NRW.BANK informiert, dass die Mittel als zinsgünstige Kredite mit flexiblen Laufzeiten vergeben werden. Im Fördertopf sind momentan 50 Mio. € vorgesehen, wobei die Hälfte vom Land aufgebracht wird und die NRW.BANK die andere Hälfte finanziert. Durch die Rückflüsse können anschließend weitere Projekte unterstützt werden. Kommunale Projektträger beantragen Fördermittel direkt bei der NRW.BANK. Sind private Investoren beteiligt, prüfen zunächst die jeweiligen Hausbanken die Anträge. Die Hausbanken stellen die Mittel dann bereit und tragen die Risiken mit.
Das Förderprogramm könnte noch 2015 starten. Momentan wird im Vorfeld bewertet, welche Projekte gefördert werden und wie hoch der Bedarf ist. Anschließend  muss noch die Verwaltungsbehörde zustimmen. Mehr zum geplanten Förderprogramm: www.nrwbank.de/de/themen/kommunen/0461_Kommunen_Interview-Wucherpfennig.html

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Wettbewerb “Kommunaler Klimaschutz”

18. Februar 2015

Bewerbungsschluss: 31. März 2015

Auch in 2015 können sich Kommunen und Regionen für den Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz“ bewerben. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2015. Gesucht werden erfolgreich realisierte und wirkungsvolle Kommunale-Klimaprojekte. Bewerbungen sind in drei Kategorien möglich: „Klimaschutz durch Kooperation“, „Energie- und Klimaschutzmanagement“ sowie „Klimaschutz zum Mitmachen“. Für die Preisträger stehen insgesamt 225.000 € und damit 25.000 € je Preisträger bereit. Wer teilnimmt und gewinnt soll damit weiter in Klimaprojekte investieren.
Alle Infos zum Wettbewerb unter: www.klimaschutz.de/wettbewerb2015

Initiiert wird der Wettbewerb vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und dem Deutschen Institut für Urbanistik. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.

Rückblick „Kommunaler Klimaschutz 2014“

Im letzten Jahr gab es insgesamt über 117 Bewerbungen für den Wettbewerb. Die Preisträger im Überblick:

Kommunaler Klimaschutz durch Kooperation

Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement

  • Landkreis Reutlingen (Baden-Württemberg):
    “Neue Wege der Mitarbeitersensibilisierung für den Klimaschutz”
    Gleich zwei kreative Kampagnen sensilibisieren die Mitarbeiter für die Themen Energieverbrauch und Klimaschutz im Alltag.
  • Mainz (Rheinland-Pfalz):
    “Klimafreundliche Beschaffung und Vergabe”
    Die Landeshauptstadt überzeugt durch ihr umfassendes Konzept, alle städtischen Beschaffungen – vom Einkauf von Recyclingpapier über das Management des städtischen Fuhrparks bis hin zum Neubau kommunaler Gebäude – klimafreundlich und nachhaltig zu gestalten.
  • Gladbeck (NRW):
    “35 Jahre erfolgreiches Energie- und Klimaschutzmanagement”
    Ihr vor über 35 Jahren gestartetes Energie- und Klimaschutzmanagement ermöglicht der Stadt Gladbeck ein präventives Energiemanagement, das kontinuierliche Controlling der Verbräuche und das Umsetzen gezielter Energieeinsparmaßnahmen.

Kommunaler Klimaschutz zum Mitmachen

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Deutsches Energieberater-Netzwerk zur KFW-Bilanz

17. Februar 2015

KFW-Bilanz sollte zu mehr Klimaschutz motivieren

„Bei den Umweltprogrammen sind signifikante Rückgänge festzustellen.“ So kommentiert das Deutsche Energieberater-Netzwerk DEN e.V. die Bilanz der KFW-Bankengruppe für das Jahr 2014 in einer aktuellen Pressemeldung. Das Deutsche Energieberater-Netzwerk, kurz DEN e.V., ist ein Zusammenschluss von rund 700 Ingenieuren, Architekten und Technikern, die ihre Beratung neutral und unabhängig erbringen.

„Die Zahlen der KFW erscheinen zunächst einmal beeindruckend. Mit einem Fördervolumen von insgesamt 74 Mrd. € hat die Bankengruppe ihre internationale Spitzenstellung bewiesen. Das ist erfreulich und verdient Anerkennung“, sagt der Vorsitzende des DEN, Dipl.-Ing. Hinderk Hillebrands. „Gleichzeitig stellt man im Förderbereich ‚Umwelt‘ aber auch signifikante Rückgänge fest“, ergänzt die DEN-Vorstandssprecherin, Dipl.-Ing. Marita Klempnow. So sei das Fördervolumen nach Angaben der KFW auf 8,2 Mrd. € gesunken (2013: 10,3 Mrd. €). Einbußen verzeichnete 2014 auch die Programmgruppe „Energieeffizient Bauen und Sanieren“. Insbesondere der Bereich der Kredite für Gebäudesanierungen mit 3,5 Mrd. € (2013: 3,9 Mrd. €; 2012: 4,2 Mrd. €) ist weiterhin rückläufig.

„Diese Zahlen sind Ergebnis einer massiven und zunehmenden Verunsicherung und Überforderung von Bauherren, wenn es um energetische Sanierungen von Bestandsgebäuden geht.“

„Hier zeigt nicht nur ein steigender bürokratischer Aufwand seine Wirkung, sondern auch Negativ-Kampagnen in den Medien“, ist Marita Klempnow überzeugt. Die im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) anvisierte Stärkung der neutralen und qualitätsgesicherten Energieberatung werde ab März 2015 durch die Erhöhung der Zuschüsse für die Vor-Ort-Energieberatung beim BAFA im ersten Schritt zwar umgesetzt. Aber der qualifizierteste Sanierungsfahrplan nütze nichts, wenn er nicht am jeweiligen Gebäude durch die Eigentümer umgesetzt werde, so die Ingenieurin.

Hinderk Hillebrands stimmt ihr zu: „Besonders auf politischer Seite sollte man diese Entwicklung aufmerksam verfolgen. Es gilt jetzt, klare und kraftvolle Signale auszusenden, damit energetische Sanierungen wieder die Wertschätzung erfahren, die ihnen vor wenigen Jahren noch entgegengebracht wurde.“

„Die im Januar 2015 erfolgte Anpassung der Förderbedingungen zur Stärkung der Effizienzhäuser mit 5 % mehr Tilgungszuschüssen ist ein sehr wichtiges Signal an die Eigentümer. Ein weiteres fehlt nach wie vor: eine spürbare steuerliche Abschreibungsmöglichkeit für solche Maßnahmen.“

Die Bundesregierung will noch im Februar nach Gesprächen mit den Bundesländern die neuen steuerlichen Regelungen verabschieden. Hillebrands: „Die künftigen Abschreibungsmöglichkeiten sollte man nicht zu knapp bemessen. Und beim Handwerkerbonus sollte man auch nicht kürzen. Derartige Förderungen lösen erfahrungsgemäß ein Vielfaches an privaten Investitionen aus. Es geht schließlich darum, die energetischen Sanierungen in Deutschland wieder so attraktiv zu machen, dass letztlich die Klimaschutzziele auch erreicht werden können und Wohnen bezahlbar bleibt.“

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Zuschuss zur Wärmepumpe vom BAFA

16. Februar 2015

BAFA zieht Bilanz für 2014

Heizen mit gespeicherter Umweltwärme aus der Luft der Erde oder dem Grundwasser? Wärmepumpen machen es möglich. Lange eignete sich das Niedertemperatur-Heizsystem besonders im gut gedämmten und durch Flächenheizungen in Fußboden oder Wand beheizte Neubau.
Hersteller machten sich dran, das Heizsystem mit besserer Effizienz, größeren Wirkungsgraden und höheren Jahresarbeitszahlen auch fit für den Altbau zu machen. Mittlerweile bieten Wärmepumpen eine gute Alternative mit zusätzlichem Einspar- und Klimaschutzbonus. Wärmepumpen zählen zu den so genannten regenerativen Energien-Heizsystemen und leisten durch die CO2-Einsparung einen wichtigen Beitrag zu Klima- und Umweltschutz.

Grund genug für die Bundesregierung umweltfreundliche Wärmepumpenheizungen im Gebäudebestand zu fördern. Wer bei der Heizungserneuerung auf eine Wärmepumpe umsteigt, bekommt einen Zuschuss vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Das BAFA fördert allerdings nur Wärmepumpen, die besondere Anforderungen an Wirkungsgrad, Jahresarbeitszahl und Energieeffizienz erfüllen. Daher sollte vor Einbau unbedingt überprüft werden, ob die angebotene Wärmepumpe auch auf der Liste der förderfähigen Anlagen das BAFA steht.

BAFA-Zuschüsse für Wärmepumpen bis 20 kW im Überblick:

  • Sole/Wasser- oder Wasser/Wasser Wärmepumpe
    2.800 € bis 10 kW
    2.800 € + 120 € je kW (ab 10 kW)
  • elektrisch betriebene Luft/Wasser-Wärmepumpe
    1.300 € bis 20 kW

Förder-Bilanz 2014
Der Zuschuss vom BAFA wurde in 2014 für knapp 4.500 hocheffiziente Wärmepumpen zur Warmwasserbereitung und Heizung in Ein- und Zweifamilienhäusern ausgezahlt. Darunter 2.500 Luft-Wasser-Wärmepumpen, 1.600 Sole-Wasser-Wärmepumpen und 350 Wasser-Wasser-Wärmepumpen. Insgesamt zahlte das BAFA so im letzten Jahr ca. 13. Mio. € aus, durchschnittlich 2.900 € je Wärmepumpe. Damit übernahm der Bund ca. 18 % der Investitionskosten.

Auch Unternehmen und Kommunen können Anträge stellen
Den BAFA-Zuschuss können nicht nur Ein- und Zweifamilienhausbesitzer beantragen. Den zahlt das BAFA auch für große Wärmepumpen mit Leistungen von bis zu 100 kW etwa im Mehrfamilienhaus, im Nichtwohngebäude oder in öffentlichen Gebäuden. Ihren Förderantrag können so auch kleine oder mittlere Unternehmen (KMU), Contractoren, Unternehmen an denen mehrheitlich Kommunen beteiligt sind oder freiberuflich Tätige in Land- und Forstwirtschaft oder Gartenbau stellen. Die müssen die Förderung unbedingt vor Vorhabensbeginn beantragen. Für eine elekrisch betriebne Wasser/Wasser- oder Sole/Wasser-Wärmepumpen mit einer Leistung von 25 kW kann so beispielsweise mit einem Zuschuss von 4.300 € gerechnet werden, bei einer Anlagenleistung von 50 kW mit 6.800 €. Eine Übersicht der Förderbeträge und eventueller Bonusförderung gibt das BAFA in der Zuschusstabelle Basisförderung Wärmepumpe.

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Wettbewerwerb für Bauherren und Modernisierer

11. Februar 2015

Bewerbung bis 19. März 2015 bei der KfW einreichen

Bereits seit 2003 ruft die KfW zum jährlichen Bauherren-Wettbewerb dem so genannten „KfW-Award“ aus. Auch in 2015. An dem Wettbewerb können sich alle privaten Bauherren in Deutschland beteiligen, die in den vergangenen 5 Jahren ein Haus gebaut oder modernisiert haben. Bewerben kann man sich noch bis zum 19. März 2015 per Teilnahmebogen. Der kann online unter www.kfw.de/KfW-Award-Bauen-und-Wohnen/ heruntergeladen werden.

Die KfW-Bank ist eigentlich als Fördergeber bekannt. Sie fördert unter anderem Bau-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen am Haus mit zinsgünstigen Förderkrediten oder Zuschüssen. Die Fördergelder kommen zumeist vom Bund und sollen Hauseigentümer und Bauherren zu Investitionen motivieren. Kein leichtes Unterfangen. Viele kennen weder Energieeinspar- noch Fördermöglichkeiten und wissen nicht, was heutzutage alles möglich ist. „Ziel des Wettbewerbs ist es, Impulse für nachhaltiges privates Bauen zu geben sowie zukunftsweisende Trends in Deutschland aufzuzeigen“ so die KfW.

Preisgelder von insgesamt 30.000 € warten auf die Hauseigentümer
Das Motto des KfW-Awards 2015 lautet: „Intelligent Bauen: modern, effizient, wohnlich“. Und wir sind uns sicher, hier findet sich fast jeder Bauherr wieder! Also keine Angst davor, sich zu bewerben. Immerhin ist der Der KfW-Award mit insgesamt 30.000 € dotiert. Für den 1. Preis gibt es 10.000 €, der Zweitplazierte erhält 6.000 € und der Drittplazierte 4.000 €. Weitere 10 Projekte erhalten jeweils ein Preisgeld von 1.000 €.

Bewertet werden die Projekte von einer Fachjury nach ihrer gelungenen Balance aus Modernität, Energie- und Kosteneffizienz, ihrer optimalen Raum- und Flächennutzung sowie der individuellen Wohnlichkeit. Gesucht sind nicht die auf Teufel komm raus Null-Energie-Häuser oder High-Tech-Gebäude, die ihrem Bewohner sagen, wie er zu wohnen hat.

Prof. Hans Kollhoff, Architekt in Berlin und Zürich und Vorsitzender der Jury betont noch einmal:  „Wir suchen Bauherrn, die an morgen denken. Hausprojekte, die als Vielzahl vernünftig aufeinander abgestimmter Maßnahmen die Antwort auf die spezifischen Herausforderungen des jeweiligen Falles geben. Orte, Häuser und Wohnvorstellungen sind zu verschieden, als dass man die Herausforderung der Modernisierung mit einer Keule erledigen könnte.“

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Tankgutschein für neue Pelletheizung

10. Februar 2015

Aktion von German Pellets und Viessmann bis Ende März verlängert

Die gemeinsame Gutscheinaktion von Viessmann und German Pellets läuft weiter. Wer sich bei der Modernisierung für einen Pelletkessel von Viessmann entscheidet, kann einen Pellettankgutschein im Wert von bis zu 1.000 € von German Pellets erhalten.

Den Gutschein bekommt, wer sich bis zum 31. März 2015 einen Viessmann Pelletkessel kauft und einbauen lässt. Der Gutschein kann dann direkt bei der ersten Pelletbestellung eingelöst werden. Wie hoch der ausfällt, richtet sich nach der jeweils eingebauten Heizung.

  • 500 € für einen Pelletkessel
  • 750 € für einen Pelletkessel inkl. Pufferspeicher
  • 1.000 € für einen Pelletkessel inkl. Pufferspeicher und Sacksilo
  • 1.000 € für einen Pelletkessel inkl. Pufferspeicher und Solaranlage

Weitere Informationen zur Aktion finden Interessierte unter www.pellettankgutschein.de.

Neben dem Gutschein, liefern Umweltreundlichkeit und Preisvorteil wohl die wichtigsten Argumente umzusteigen. Gegenüber Heizöl wiesen Pellets im Jahr 2014 einen durchschnittlichen Preisvorteil von rund 32 % auf. Die kleinen, aus Säge- und Hobelspänen zusammen gepressten Holzstäbchen kosteten 2014 im Durchschnitt 258,34 € je Tonne. Mit 1.000 € kann ein durchschnittliches Einfamilienhaus so fast ein Jahr lang beheizt werden.

Förderprogramme nutzen und Geld sparen
Fördergelder in Form von Zuschüssen oder zinsgünstigen Förderkrediten kommen vom Bund, einigen Bundesländern sowie Städten und Gemeinden. Die mitzunehmen lohnt sich allemal!

Bundesweit wird der Einbau einer Pelletheitung in bestehenden Gebäuden mit einem Zuschuss vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gefördert. Wer den Zuschuss beantragt, bekommt beim Heizungsaustausch einen Teil der Kosten vom Staat dazu. Für einen Pelletofen mit Wassertaschen sind das mindestens 1.400 €, für einen Pelletkessel mindestens 2.400 € und für einen Pelletkessel mit Pufferspeicher 2.900 €.

Weitere Förderprogramme gibt es womöglich direkt vor der Haustür. Momentan stehen in Deutschland insgesamt über 400 Förderungen (foerderdata.de) für Holz-, Pellet- und Biomasseheizungen bereit. Mit über 300 sind die meisten geldwerte Zuschüsse. Die können mitunter sogar zusätzlich zum BAFA–Zuschuss und zum Herstellerbonus genutzt werden.

foerderdata-Tipp!
Seit kurzem in der Fördermitteldatenbank ist z.B. das neue Förderprogramm “Erneuerbare Wärme” der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg). Das lohnt sich besonders für Hauseigentümer und Unternehmen, die neben der Installation einer solarthermischen Anlage, auch auf eine umweltfreundliche Pelletheizung umsteigen.
Mehr zum Programm: www.ifbhh.de/erneuerbare-waerme/

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progres.nrw

9. Februar 2015

Nordrhein-Westfahlen zahlt Zuschüsse für den Umstieg auf Erneuerbare Energien

Mit dem landeseigenen Programm “progres.nrw“.  fördert Nordrhein-Westfahlen regenerative Energietechnologien bereits seit ca.25 Jahren. Insgesamt konnten  bisher fast 70.000 Einzelmaßnahmen mit rund 300 Mio. € Fördermitteln unterstützt werden.

Die Fördermöglichkeiten des Programms können Unternehmen, Hauseigentümer, Kommunen und Vereine auch in diesem Jahr nutzen. Wer sich für energiesparende und auf Ökoenergie basierende Technik entscheidet, bekommt einen Förderbonus vom Land dazu. Das Programm bietet verschiedene Förderbausteine: Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), Markteinführung, Energieberatung, Innovation und Energiekonzepte.

Die neue Förderrichtlinie ist seit   4. Februar 2015 online unter www.bezreg-arnsberg.nrw.de abrufbar. Die Förderanträge können bei der zuständigen Bewilligungsbehörde, der Bezirksregierung Arnsberg, gestellt werden.

Programmteil „Markteinführung“  lohnt sich
Für Hauseigentümer und kleine Unternehmen ist besonders der Programmteil „Markteinführung“ interessant. Hinter dem Programmnamen verstecken sich lohnende Zuschüsse. Zuschüsse z.B. für Wohnungslüftungsanlagen, Thermische Solar- und Photovoltaikanlagen, Wärmenetze und Hausanschlüsse an ein Wärmenetz, private KWK-Anlagen bis 20kW el, Biomasseanlagen in Verbindung mit einer thermischen Solaranlage, Energiespeicher (Gas, Wärme, Kälte) und auch für den Neubau von einem Passivhaus oder 3 Liter Haus. www.bezreg-arnsberg.nrw.de/progres_nrw/markteinfuehrung/

2014 wurden allein in diesem Programmteil Fördergelder in Höhe von insgesamt 12 Mio. € zur Verfügung gestellt. Über geförderte 4.700 Projekte sorgen so zukünftig für mehr Energieeffizienz und weniger Energieverbrauch in NRW. Und das obwohl die Förderung zum Jahresende hin wegen der Landes-Haushaltssperre ausgesetzt werden musste. Ein Schwerpunkt waren in 2014 Zuschüsse für Solar- und Biomasseanlagen. Fast 1.800 Haushalte profitierten vom Landeszuschuss für ihre neue Solaranlage. Dafür wurden rund 2,4 Mio. € bereitgestellt. 250 Gebäudeeigentümer investierten in ein BHKW: Sie werden ihr Haus künftig per Kraft-Wärme-Kopplung beheizen und mit dieser Technologie gleichzeitig Strom erzeugen, der selbst genutzt und ins Netzt eingespeist werden kann.

Programmbaustein „Kraft-Wärme-Kopplung“ für KMU

KWK-Anlagen sind auch für Unternehmen und kleine Betriebe interessant. Mit dem im letzten Jahr eigens eingerichtete Programmbaustein „Kraft-Wärme-Kopplung“ fördert die Landesregierung   KWK- Anlagen bis zu einer elektrischen Leistung von 50 kWel. Die Investition fürs Unternehmen lohnt sich. Mit gleichzeitiger Erzeugung von Strom und Nutzwärme in einer KWK-Anlage kann der eingesetzte Brennstoff sehr viel effizienter genutzt werden als bei herkömmlichen, getrennten Anlagen. Das spart zukünftig Energie und Kosten. Der Förderbonus hilft schon, bei der Anschaffung und Installation zu sparen und ist nach Leistung der Anlagen gestaffelt. Link: www.bezreg-arnsberg.nrw.de/progres_nrw/kwk/

Über progres.nrw bietet das Land zudem zahlreiche Informationen und Beratungsangebote zu Energieeffizienz und regenerative Energien an. Private Hauseigentümer können sich etwa in einer Start-Beratung oder mit einem Gebäude-Check über die Energiespar-Möglichkeiten und Ansatzpunkte im eigenen Heim informieren.

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