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Neue Anschrift: Klimaschutzsiedlung

29. August 2014

Die nordrhein-westfälische Landesregierung engagiert sich zusätzlich zu den Maßnahmen von EU und Bund mit einer eigenen Energie- und Klimaschutzstrategie.

Klimaschutz ist eine unserer wichtigsten Herausforderungen. Da etwa ein Drittel des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland für die Heizung und Warmwassererzeugung in Gebäuden benötigt wird, spielt das energieeffiziente Bauen und die energetische Sanierung von Gebäuden eine maßgebliche Rolle. Neue Solar- und Klimaschutzsiedlungen sollen vielen NRW-lern ein neues zu Hause geben und das Klima nachhaltig schonen.

Mit dem Bau und der Sanierung von kompletten Siedlungen eröffnen sich weitreichende Möglichkeiten zur CO2-Reduzierung. Die zulässigen CO2-Emissionen liegen beim Neubau in Abhängigkeit vom Gebäudetyp etwa 50 bis 60 % unter den Werten, eines vergleichbaren Neubaus entsprechend der EnEV 2009 . Im Neubau kann man von vornherein höhere Standards realisieren, verwendete Baustoffe und Materialien optimal aufeinander abstimmen. Zentrales Merkmal dieser Siedlungen ist die Kombination von gut gedämmten Gebäuden mit der Nutzung erneuerbarer Energien. Zur Beheizung kann Gebäudeübergreifend ganz andere und effizientere Technik zum Einsatz kommen. Planer und Investoren können zwischen verschiedenen, innovativen Gebäudestandards und Versorgungsvarianten wählen. Ein Planungsleitfaden stellt die Anforderungen und Empfehlungen für die Klimaschutzsiedlungen dar.

Die Siedlungen werden als Multiplikatoren aus dem Förderprogramm “progres.nrw” gefördert. Hier gibt es Landes-Zuschüsse für die rationelle Energieverwendung, für die Nutzung regenerativer Energien und fürs Erreichen verschiedener Energiestandards. Die Zuschüsse können mit Staatlichen Zuschüssen, etwa von der KfW oder dem BAFA kombiniert werden.

Auch wenn es bei den Klimaschutzsiedlungen schwerpunktmäßig um die Einsparung von CO2 geht, sollen sich die Gebiete über das innovative Energiekonzept hinaus durch besondere städtebauliche und soziale Qualitäten auszeichnen. Mittlerweile sind 60 Siedlungen im Neubau und im Bestand fertig gestellt. 48 weitere Siedlungen sind in der Planung oder werden gerade gebaut.

Weiter Informationen: www.100-klimaschutzsiedlungen.de

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Vereins-Zuschuss durch Klimaschutz plus

28. August 2014

Klimaschutz-Plus – im Baden-Württembergischen Landesprogramm wurden nun die Antragsfristen im Vereinsprogramm verlängert. Bis zum 31. März 2015 können eingetragene, gemeinnützige Vereine (e.V.) ohne wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (z.B. eine Profisport-Abteilungen oder Gaststätten) Zuschüsse zur Energieberatung und Sanierung ihrer Vereinsgebäude beantragen. Je nach Haushaltsmittel, werden vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in insgesamt 3Vereins-Programmteilen Zuschüsse gewährt (CO2-Minderungsprogramm, Beratungsprogramm und Modellprojekte) . Ist die Gemeinnützigkeit nicht gegeben, kann eine Förderung im allgemeinen Programmteil beantragt werden.

Bis zu 2.000 € zur Energieberatung
Vereine werden bei der Inanspruchnahme einer qualifizierten Energieberatung unterstützt. Das Land beteiligt sich hier an den Kosten und übernimmt 50 % des Tagessatzes eines externen Beraters, maximal 400 € pro Arbeitstag, für bis zu 5 Tage.
Die Energieberatung bringt ans Licht, wie es um ein Vereinsgebäude steht und wo zukünftig gespart werden kann. Der Bericht enthält eine Kosten-Nutzen-Analyse von nicht-investiven, gering-investiven und investiven Einsparmaßnahmen auf der Energiebedarfs- und der Energieversorgungsseite. Bei größeren Gebäuden kann sich die Beratung auch auf einzelne Gewerke (z. B. die  Beleuchtung oder die Lüftungsanlagen) beschränken.

40 % für Sanierungsmaßnahmen
Zuschüsse gibt es zur energetischen Sanierung von Vereinsgebäuden, für die Wärmedämmung, eine neue Heizung, den Ersatz von Elektroheizungen, eine energieeffiziente Beleuchtung und umweltfreundliche Lüftungsanlagen. Ebenfalls wird der Einsatz regenerativer Energien zur Wärmeversorgung mittels Pelletheizungen, Elektro-Wärmepumpen-Anlagen, Solarwärme-Anlagen und Nah-Wärmenetze und BHKW gefördert.

Der Zuschuss richtet sich immer nach der Minderung der Treibhausgasemissionen. Die muss rechnerisch nachgewiesen werden, CO2-Äquivalent, summiert über die anrechenbare Lebensdauer der jeweiligen Komponente. Baden-Württemberg fördert so jede vermiedene Tonne CO2-Äquivalent mit 50 €. Der Zuschuss ist auf 40 % der zuwendungsfähigen Ausgaben und maximal 50.000 € begrenzt. Bei Maßnahmenkombinationen wird dieser Fördersatz auf jede Maßnahme angewendet. Die Bagatellgrenze für eine Förderung beträgt 5.000 €.

Wer mehr tut bekommt einen Zuschuss-Bonus
Wird bei der Heizungserneuerung, beim Einsatz regenerativer Energien, oder bei einem BHKW ein Pumpentausch und ein hydraulischer Abgleich vorgenommen, erhöht sich der Zuschuss für diese Maßnahme um 15 %. Unterschreiten Dämmmaßnahmen die Anforderungen der EnEV um 30 % oder kommt bei Sanierung von Beleuchtungsanlagen LED zum Einsatz, erhöht sich der Zuschuss für die Maßnahme ebenfalls um 15 %.

Modellprojekte
In konkreten Einsatzfällen werden Vorhaben als Modellprojekt gefördert. Darunter fallen Vorhaben mit Innovativen Lösungen und Techniken, die über die Phase der Forschung und Entwicklung hinausreichen, in hohem Maße als modellhaft angesehen werden können und eine große Öffentlichkeitswirkung erzielen. Die Förderung beträgt maximal 50 % der förderfähigen Mehr-Investitionen gegenüber einer konventionellen Ausführung des Vorhabens höchstens 50.000 €. Je eingesparte Tonne CO2-Äquivalent wird hier mit 75 € gefördert.

Modellprojekte können beispielsweise sein: Ein Neubau-Projekte im Passivhaus-Standard mit Erd- oder Umgebungswärme, Solarwärme oder Pelletheizung, eine energetische Sanierung auf Niedrigenergiehaus- oder Passivhaus-Standard, die Installation kombinierter Anlagen zur Solarstrom- und Solarwärmeerzeugung oder von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen in Form von Brennstoffzellen oder Stirlingmotoren.

Wer einen Antrag auf Förderung als Modellprojekt stellen möchte, kann der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA) im ersten Schritt eine formlose Projektskizze zuschicken. Auf nicht mehr als drei Seiten – sollt diese, die wichtigsten technischen und ökonomischen Informationen und Daten zum Projekt enthalten. Die dient als Grundlage für eine erste, prinzipielle Beurteilung durch das Ministerium. Bei einer grundsätzlich positiven Einschätzung der Förderfähigkeit des Vorhabens wird die KEA dann auf den Verein zukommen und das weitere Vorgehen abklären.

Weitere Informationen: www4.um.baden-wuerttemberg.de

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Pelletheizungen müssen Grenzwerte für Feinstaub einhalten

27. August 2014

Ab 2015 treten erhöhte Anforderungen an Feinstaubemissionen in Kraft

Nicht nur für alte Öl- und Gas-Standardtemperaturkessel Ü30 läuft die Gnadenfrist der Energiesparverordnung (EnEV) mit Ende des Jahres aus. Vor dem 1. Januar 1985 eingebaute Kessel dürfen ab 2015 nicht mehr betrieben werden. Nach dem 1. Januar 1985 eingebaute Kessel müssen nach 30 Jahren durch einen neuen Kessel ersetzt werden.

Auch für Holz- und Pelletheizungen ändert sich mit Beginn 2015 Einiges.
Das betrifft allerdings diesmal nicht die EnEV. Hier gilt es der “Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen” (1. BImSchV) und ihre Anforderungen an die Luftreinhaltung gerecht zu werden. Seit 2010 müssen Pelletheizungen einen Grenzwert von 60 mg Feinstaub einhalten. Zum 1. Januar 2015 verschärft sich dieser Wert auf 20 mg. Für alte Anlagen gilt Bestandsschutz: Bis zum 31.12.2014 in Betrieb genommene Heizungen werden während der gesamten Betriebszeit der Anlage nach den jetzigen Werten gemessen, d.h. hier sind 60 mg erlaubt.

Ob der Wert eingehalten wird überprüft der Schornsteinfeger bei Inbetriebnahme der Heizung anhand einer Feinstaubmessung vor Ort. Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) rät Verbrauchern, eine geplante Pelletheizung noch in diesem Jahr zu realisieren. „Bei Anlagen, die ab 01. Januar 2015 in Betrieb genommen werden, müssen die Schornsteinfeger eine aufwendigere und damit auch teurere Feinstaubmessung vornehmen“, begründet DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele seine Empfehlung.

Panik ist fehl am Platz.
Doch wer bereits die Erneuerung seiner Heizung plant, kann eine Umsetzung noch vor Ende des Jahres angehen. Generell gilt bei der Erneuerung einer Heizung, dass ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme Tag für Tag Energie und Kosten gespart werden. Wer die Erneuerung hinausschiebt, bleibt hingegen auf Mehrkosten für Energie, Wartung und mitunter auch für fällige Reparaturen sitzen.

Den BAFA Zuschuss mitzunehmen lohnt sich dabei allemal.
Moderne Pelletheizungen halten schon heute die Werte vom nächsten Jahr ein. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das BAFA bereits seit Jahresbeginn 2014 nur Anlagen fördert, die die Grenzwerte der 2. Stufe BImSchV für Feinstaub und CO2 nachweisen können. Der Staat gibt mit der Förderung im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) einen Teil der Kosten zur neuen Heizung dazu. Im ersten Halbjahr 2014 gingen beim BAFA bereits über 2.195 Anträge für Biomasseheizungen ein.

Für Pelletkessel von 5 bis 66,6 kW Leistung sind das 2.400 €, die nicht aus eigener Tasche bezahlt werden müssen. Wer einen Kessel mit einem Pufferspeicher von mindestens 30 Liter je kW installieren lässt, kann 2.900 € als Zuschuss beim BAFA beantragen. Zusätzlich zum BAFA-Zuschuss kann bei der KfW ein Ergänzungskredit beantragt werden. So ist es möglich eine Heizungsumstellung auf erneuerbare Energien in Wohngebäuden komplett durch Kredit und Zuschuss zu finanzieren.

Bauherren und Hauseigentümer können sich unter www.foerderdata.de kostenlos über Zuschüsse und Förderkredite informieren. In der umfassenden Fördermitteldatenbank werden alle Förderungen zum Bauen, Modernisieren und dem Einsatz Regenerativer Energien aktuell recherchiert. Über eine einfache Suchfunktion, können passende Förderungen für ein bestimmtes Bauvorhaben schnell und einfach gefunden werden.

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Unternehmen erhalten Zuschuss für effizientere Kälte- und Klimaanlagen

26. August 2014

Kälte- und Klimaanlagen werden heute in vielen Bereichen von Gewerbe, Industrie und Handel eingesetzt: Für die tägliche Versorgung mit Lebensmitteln ebenso wie für die lebenswichtige medizinische Versorgung oder für eine optimale Temperierung von Räumen, Prozessen und Produkten. Eins haben alle gemeinsam: Sie verbrauchen Energie. Daher lohnt es sich, alte Anlagen zu sanieren oder zu erneuern. Das spart dem Unternehmen Kosten, Energie und schont die Umwelt.

Seit 2008 fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) Effizienzmaßnahmen an Klima- und Kälteanlagen. Im Rahmen der Anfang 2014 novellierten Förderrichtlinie können Zuschüsse mittels eines elektronischen Antragsverfahrens abgerufen werden. Hierzu hat dasBAFA nun eine “Anleitung zur Antragstellung” herausgegeben.

1.000 € für einen Statuscheck
Als Einstiegsförderung gibt ein StatusCheck Auskunft über das Klimaschutzpotential einer betriebenen Anlage. Sowohl die dafür erforderliche, umfangreiche, technische Bestandsaufnahme als auch die detaillierten Berechnungen, eines vom BAFA anerkannten Sachkundigen, werden zu 75 % bezuschusst. Bis zu 1.000 € der in Rechnung gestellten Kosten übernimmt das BAFA, bei Anlagen mit besonderem Berechnungsaufwand sogar bis zu 1.300 €.

15 % – 25 % der Kosten einer Altanlage
Sanierungsmaßnahmen einzelner Systeme und Komponenten bestehender Klima- bzw. Kälteanlagen werden mit 15 % je nach Kältemittel bis zu 25 % der Nettoinvestitionskosten gefördert. Vorausgesetzt die Kälteanlagen hat einen Jahreselektroenergieverbrauch von mindestens 150.000 kWh und der vorhergehende StatusCheck hat ein Minderungspotenzial des Energieverbrauchs von mindestens 35 % ergeben hat.

25 % der Kosten für neue und Sorptionskälteanlage
Energieeffiziente und umweltfreundliche Neuanlagen werden mit 25 % der Nettoinvestitionskosten gefördert. Die Größenordnung der geförderten Anlage muss einen Stromverbrauch von mindestens 100.000 kWh im Jahr umfassen, die Jahreskosten für elektrische Energie und Leistung der Anlage mindestens 10.000 € betragen.

BMU und BAFA übernehmen ebenfalls 25 % der Nettoinvestition in eine Sorptionskälteanlage mit Leistungen von 5 bis 150 kW; 10 bis 150 kW und Sorptionsanlagen mit 5 bis 500 kW Kälteleistung. Vorausgesetzt: Die Wärme stammt aus KWK-Anlagen oder es wird Abwärme genutzt.

25 % der Kosten als zusätzlicher Bonus
Die Bonusförderung gibt es wenn, dann zusätzlich zur Basisförderung von optimierten Alt- oder Neuanlagen. Zuschüsse gibt es für marktetablierte und entwicklungsoptimierte Technologien die den Klimaschutzbeitrag über die Basisförderung hinaus deutlich erhöhen. Darunter fallen z.B. nichtelektrisch angetriebene Kälteanlagen oder die Nutzung von Abwärme aus Produktionsprozessen. Üblich sind nochmals 25 % der Nettokosten, je nach Kältemittel sogar 35%.

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Dorferneuerung in Zeulenroda-Triebes

25. August 2014

Die Dorfentwicklung in den Ortsteilen des thüringischen Zeulenroda-Triebes startet im nächsten Jahr. Zum ersten Mal wurden mit den Ortsteilen Merkendorf, Silberfeld, Zadelsdorf, Stelzendorf und Läwitz, mehrere Dörfer im Verbund in das Dorferneuerungsprogramm des Freistaats Thüringen aufgenommen. Im nächsten Jahr, also 2015 beginnt die Förderphase. Der Zeulenroda-Triebeser Bürgermeister Dieter Weinlich erinnert daran, dass Anträge für das kommende Jahr nur noch bis zum 31. Oktober eingereicht werden können. Insgesamt sind ca. 765.000 € für verschiedene Projekte im gesamten Förderzeitraum bis 2019 vorgesehen.

Mit den EU-Geldern sollen zum einen Projekte der öffentlichen Hand realisiert werden. Vor allem die energetische Sanierung der Dorfgemeinschaftshäuser soll angegangen werden. Dadurch sollen Bewohner und Touristen gleich von mehreren Effekten profitieren. Die Pflege des sozialen und kulturellen Lebens in den Dörfern, einer intensiveren Nutzung der Gebäude und einer Erweiterung des kulturellen Angebots in der Region. Die Häuser sollen sich so auch in das Gesamttourismuskonzept der Stadt einbinden und Touristen mehrere Anlaufstationen rund um die Weidatalsperren anbieten.

Zum anderen werden die Einwohner bei der Umsetzung privater Vorhaben finanziell von der EU und der Stadt unterstützt. Von der Dach-, Fenster- und Fassadenerneuerung eines, das Dorfbild prägenden, Gebäudes bis zum Ausbau eines alten Gehöfts zu einer kleinen Pension mit Übernachtungsmöglichkeiten für Wanderer – Einwohner mit geplanten Bauvorhaben mit einer Investitionssumme von mindestens 7.500 € können sich um einen Zuschuss bewerben. Wer Fördergelder bekommen will, muss sein Vorhaben im Vorfeld mit der Stadt abstimmen. Das ist allerdings nicht nur mit Aufwand und Auflagen verbunden. Es soll sicherstellen, dass das Vorhaben ins Gesamtkonzept passt und kann so auch zusätzliche Impulse geben.

Anträge können beim Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung in Gera oder auch im städtischen Rathaus abgegeben werden. Die für den Herbst geplante Veranstaltung „Schule der Dorferneuerung“ soll Interessenten Informationen und die Möglichkeit zur Beantwortung ihrer Fragen geben.

Weitere Informationen: www.zeulenroda.de

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Fördermittel nicht in Frage stellen, sondern Verbraucher besser informieren!

22. August 2014

febis-Chef Kutschka: „Den Förderdschungel lichten für mehr Klimaschutz“

„Wer die Klimaziele der Bundesrepublik Deutschland ernst nimmt und mehr Klimaschutz will, darf Fördermittel für energetische Sanierungen von Bestandsgebäuden nicht in Frage stellen.“ Das sagt der Geschäftsführer der febis GmbH in Hattersheim, Dipl.-Ing. Martin Kutschka, vor dem Hintergrund verschiedener Medienbericht, welche Förderungen, etwa durch Mittel der KFW, als Verschwendung von Geldern der öffentlichen Hand bezeichnen.

Kutschka verweist auf internationale Vereinbarungen, nicht zuletzt auf die jüngst von der Europäischen Gemeinschaft nochmals bekräftigten Energieeinsparziele. „Eine 30% höhere Energieeffizienz bis 2030 ist ein ambitioniertes, aber durchaus realistisches Ziel“, sagt der Ingenieur. „Diese Marke lässt sich aber nur erreichen, wenn man auch im Heizungs- und Wärmebereich mit Nachdruck modernisiert und die heutigen Sanierungsquoten deutlich erhöht.“

So reiche bei der energetischen Sanierung von Bestandsimmobilien die heutige Sanierungsquote von knapp 1% bei weitem nicht aus. „Jeder, der rechnen kann, wird sofort erkennen, dass sich die Klimaziele so nicht erreichen lassen. Nötig wäre eine Quote von gut 3%, um die internationalen Verträge einzuhalten.“

Die lässt sich Kutschka zufolge aber nicht verwirklichen, indem man Fördermittel kürzt oder gar streicht. „Wir brauchen im Gegenteil einen besseren Einsatz der vorhandenen Finanzmittel. Dazu gehört auch, den Förderdschungel von über 6000 Angeboten zu lichten. Es sollte für jedermann einfach zu erkennen sein, was für welche Maßnahme zur Verfügung steht.“ In Deutschland werden neben den Darlehen der KFW Zuschüsse von knapp 600 Energieversorgern, 2000 Städten und Gemeinden sowie 500 Verbünden und Kreisen angeboten. Deren Abfrage stellt febis kostenlos zur Verfügung; febis unterstützt Bauherren auch bei deren Beantragung.

Kutschka: „Eine Forsa-Studie hat gezeigt, dass nur 21% der Haushalte, die förderfähige Sanierungen durchgeführt haben, auch Fördermittel in Anspruch nahmen. 79% haben also aus eigenen Mitteln und ohne Förderungen Maßnahmen an ihrer Immobilie realisiert, welche Energie effizienter nutzen und somit sparen.“ Die Zahlen zeigten, dass das Interesse an Modernisierungen und Sanierungen nach wie vor groß sei. Gleichzeitig bedürfe es professioneller Beratung, um sich bei der Vielzahl von Förderungen und bei den manchmal komplizierten Antragsverfahren zurecht zu finden. Kutschka: „Das ließe sich vereinfachen!“

„Man muss Zuschüsse für Haushalte mit geringen Einkommen aufstocken und die Besserverdienenden mit steuerlicher Absetzbarkeit zu energetische Modernisierungsmaßnahmen anregen. Das würde weitere Immobilienbesitzer zusätzlich motivieren“, schlägt Kutschka vor.

Die Kontrolle der verwirklichten Maßnahmen könnte dann durch unabhängige Prüfsachverständige erfolgen. „Die Umsetzung der aktuellen Energieeinsparverordnung EnEV 2104 ist alles andere als trivial. Hier sollten Fachleute die gesamte Gebäude- und Anlagentechnik kennen und für Qualität bei der Modernisierung sorgen.“ Kutschka schließt sich damit Vorschlägen des Deutschen Energieberater-Netzwerkes DEN e.V. an, welches die Ausbildung und Bestellung von solchen neutralen Sachverständigen fordert.

Kutschka: „Klimaschutz sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Förderungen von klimarelevanten Sanierungen in Frage zu stellen, ist das Gegenteil von dem, was wir eigentlich brauchen: mehr Mut zum Modernisieren!“

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KfW-Zinsänderung

22. August 2014

Die Zinsen der KfW bewegen sich weiter. Tendenz weiterhin fallend.

Altengerecht Umbauen
Bei den Bau- und Modernisierungskrediten änderte sich wenig. Lediglich im Programm „Altengerecht Bauen“ fielen die Zinsen im endfälligen Darlehen auf 1,61 % sowie in den langfristigen Varianten auf 1,46 %  bzw. 1,56 %. Die Kreditvariante 10 Jahre Laufzeit / 2 Jahre tilgungsfrei / 10 Jahre Zinsbindung stieg von vormals 1,00 % auf nun 1,16 %. Zu 1,00 % können nur noch Kredite mit kürzerer Zinsbindung abgerufen werden.

Erneuerbare Energien
Im Standard Programm fielen die Kredite für Ökostromanlagen und Photovoltaik weiter. Besonders die Zinsen der langfristigen Finanzierungen wurden nochmals gesenkt. Hier können Kredite ab 1,36 % abgerufen werden. Stromspeicher können nun mit einem Förderkredit ab 1,15 % finanziert werden. Auch Anlagen zur Erzeugung umweltfreundlicher Heizwärme aus Erneuerbaren Energien können im Programmteil Premium ab nun 1,15 % finanziert werden.

Unternehmen
Investitionskredite können Kommunale und Soziale Unternehmen derzeit ab 1,66 % abrufen. Kredit für Investitionen im Programm „Kommunale Energieversorgung“ sowie im Programm „Barrierearme Stadt“ können ab aktuell 1,26 % finanziert werden.

Gesenkt wurden auch die Zinsen der Umweltprogramme. Die richten sich vor allem an Unternehmen. Das „ BMU-Umweltinnovationsprogramm“ gewährt Zinsen ab derzeit 1,91 %. Im “KfW-Umweltprogramm” sowie im “Effizienzprogramm” können Investitionen in Energieeffizienz und Umweltschutz ab derzeit 1,26 % finanziert werden.

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EU- Fördermittel tragen zur Kofinanzierung von Landesprogrammen bei

21. August 2014

2014 begann die neue EU-Förderperiode. Ein mehrjähriger Finanzrahmen (MFR) der EU stellt die finanziellen Rahmenbedingungen für die Fördergelder. Die Regional- und Strukturpolitik ist der Bereich, für den die Europäische Union das meiste Geld ausgibt. Mit Fördermitteln unterstützt die EU hier besonders vom Strukturwandel betroffene Regionen mit rund einem Drittel ihres gesamten Haushalts. Die EU-Finanzmittel werden über verschiedene Fonds bereitgestellt.

Landwirtschaftsfonds – ELER-Förderung für den landwirtschaftlichen Raum
Im Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) stehen für Deutschland von 2014 bis 2020 jährlich rund 1,4 Mrd. € zur Verfügung. Gefördert werden u.a. Projekte zur Verbesserung: Der Wettbewerbsfähigkeit in Land- und Forstwirtschaft, der Umwelt und der Landschaft sowie der Lebensqualität im ländlichen Raum. Voraussetzung für den Erhalt europäischer Fördergelder ist ein mit der EU-Kommission vereinbartes Bundes- und Landesprogramm, das die Kofinanzierung von Land und Region regelt. ELER trägt  je nach Region  53 % bis zu 85 % der zuschussfähigen Ausgaben.

Baden-Württemberg – Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)
Das Baden Württembergische Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) will die grün-rote Landesregierung 2015 neu ausrichteten. „Kommunen im Ländlichen Raum sollen bei der Bewältigung des demografischen Wandels sowie der ökologischen und sozialen Modernisierung unterstützt werden. „Gemeinden und Städte haben künftig mehr Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten und können so die gesamte Bandbreite der gemeindlichen Entwicklung in den Blick nehmen“, so der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde.

Städte und Gemeinden können bis zum 24. Oktober ihre Förderanträge für die Aufnahme in das ELR-Jahresprogramm 2015 bei den Landratsämtern oder Regierungspräsidien einreichen. Gefördert werden u.a. Projekte in interkommunaler Zusammenarbeit und Bürgerbeteiligung. Aufgrund der demografischen Entwicklung sowie den fortschreitenden Flächenverbrauch konzentriert sich die ELR-Förderung noch stärker als bisher auf die Innenentwicklung, vor allem um vorhandene Potenziale in Ortskernen zu nutzen. Die Förderhöhe richtet sich zukünftig auch nach dem Gemeinwohlaspekt der Projekte. Erweiterte Fördermöglichkeiten stehen z.B. für kleine Gemeinden mit kreativen Lösungsansätzen bereit.

Schwerpunktpunktgemeinden mit umfassendem Entwicklungskonzept für den Umgang mit der demografischen Entwicklung, zu einer flächensparenden Siedlungsentwicklung sowie zum Schutz von Natur und Landschaft erhalten einen Fördervorrang und profitiert bei kommunalen Projekten von einem höheren Fördersatz. Anträge auf die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde können bis 29. August 2014 über die zuständige Rechtsaufsichtsbehörde dem Regierungspräsidium eingereicht werden.

Weitere Infos zum ELR-Landesprogramm Baden-Württembergs: mlr.baden-wuerttemberg.de

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Neues Städtebauprogramm

20. August 2014

Nationale Projekte des Städtebaus

Im Bundeshalt stehen 700 Mio. € für die Förderung des Städtebaus zur Verfügung. Davon entfallen 50 Mio. € auf ein neues Bundesprogramm: „Nationale Projekte des Städtebaus“.

Das Programm vergibt Investitionszuschüsse für herausragende investive und konzeptionelle Städtebau-Projekte. Vorhaben mit besonderer nationaler Wahrnehmbarkeit, mit außergewöhnlicher  Qualität, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotenzial haben eine gute Chance, die Fördermittel abzugreifen.

Die Förderschwerpunkte für 2014:

  • Denkmalensembles von nationalem Rang wie z.B. UNESCO-Welterbestätten
  • bauliche Kulturgüter mit außergewöhnlichem Wert einschließlich Maßnahmen in deren Umfeld
  • energetische Erneuerung und Grün in der Stadt

Die Anforderungen sind hoch, doch wenn es Förderung gibt lohnt es sich. Die förderfähigen Projektkosten werden zu 2/3 vom Bund getragen. Bei kommunaler Haushaltsnotlage kann sich die Förderquote auf bis zu 90 % erhöhen.

Städte und Gemeinden können ihre Projektvorschläge bis zum 22. September 2014 beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) einreichen. Das Ministerium wird bei der Auswahl der Projekte von einem unabhängigen Expertengremium mit Vertretern des Deutschen Bundestages sowie Fachleuten aus Stadt-und Landschaftsplanung, Städtebau und Denkmalpflege unterstützt.

Weitere Infos: www.nationale-staedtebauprojekte.de

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Fördermittel für energetische Sanierungen nach sozialer Situation staffeln

19. August 2014

febis-Chef Kutschka: „Am Klimaschutz müssen sich alle beteiligen können!“

Fördermittel für energetische Sanierungen älterer Gebäude sollten auch mit Blick auf die Finanzkraft der Eigentümer vergeben werden. Diesen ungewöhnlichen Weg, aktiven Klimaschutz breiten Schichten der Bevölkerung zugänglich zu machen, schlägt der Geschäftsführer der febis GmbH in Hattersheim, Martin Kutschka, vor: „Klimaschutz darf nicht an finanziell weniger starken Schichten vorbeigehen. Jeder sollte sich beteiligen können. Deshalb sollten Fördergelder für energetische Sanierungen nach sozialer Situation und finanzieller Leistungsfähigkeit gestaffelt werden können.“

Ältere Gebäude haben tendenziell einen höheren Sanierungsbedarf,
das durchschnittliche Einkommen der Bewohner ist bei älteren Gebäuden jedoch zumeist geringer

Kutschka verweist auf eine aktuelle Studie von „Zukunft Erdgas e.V.“: „Über 95 % der Ein- oder Zweifamilien bzw. Reihenhäuser befinden sich in Privatbesitz. Mehrfamilienhäuser sind zu über 50 % in Privateigentum. Und: Ein erheblicher Anteil dieser zum Teil bis zu 100 Jahre alten Gebäude hat dringenden Sanierungsbedarf. Selbst Bauten aus den 70er und 80er Jahren stehen in großem Umfang zur Modernisierung an.“

Allerdings stießen sinnvolle Sanierungen oftmals auf finanzielle Engpässe der Eigentümer. Kutschka: „Die Studie zeigt, dass das durchschnittliche Einkommen bei Bewohnern älterer Häuser geringer und somit der finanzielle Spielraum für Modernisierungsmaßnahmen kleiner ist. So verfügt die Hälfte der Eigentümerhaushalte über ein Haushaltseinkommen von unter 2.600 € netto, jeder 6. sogar unter 1.500 €.“ Vielen fehle es sogar an den Mitteln für eine fällige Heizungserneuerung.

Die Möglichkeiten dieser Eigentümer, Kredite zum Erhalt und zur Modernisierung ihrer Immobilie aufzunehmen, seien sehr eingeschränkt, sagt Kutschka: „Es nützt aber weder diesen Hausbesitzern noch den politischen Zielen der Energiewende und des Klimaschutzes, wenn nichts geschieht und ganze Schichten von Immobilieneigentümern ausgegrenzt werden. Warum entwickelt man nicht Modelle, die bei der Vergabe von Fördermitteln auch soziale Komponenten berücksichtigen, beispielsweise bei der KFW?“

So können sich private Hauseigentümer die Energiewende leisten
Kutschka: „Die zentrale Frage lautet doch: Wie können sich private Hauseigentümer die Energiewende leisten? Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe, und an der müssten sich doch eigentlich alle beteiligen können!“ Der febis-Chef regt deshalb an, bestehende Finanzierungsspielräume der Eigentümer individuell zu analysieren und eventuell vorhandene Lücken aus öffentlichen Mitteln zu schließen. „Wichtig wäre Flexibilität“, sagt Kutschka. „Bürgschaften der öffentlichen Hand oder deutlich höhere Zuschüsse wären eine Möglichkeit, Sanierungsmaßnahmen bei Objekten auszulösen, die Eigentümer aus eigener Kraft nie würden sanieren können.“

Eine weitere Möglichkeit bestünde in der kumulativen Nutzung der lokalen Zuschüsse von Städten, Gemeinden und Energieversorgern, die zusätzlich und ohne Deckelung gemeinsam mit den Mitteln der öffentlichen Hand genutzt werden sollten.

Schließlich stehen in Deutschland Zuschüsse von knapp 600 Energieversorgern, 2.000 Städten und Gemeinden sowie 500 Verbünden und Kreisen zur Verfügung, deren Abfrage febis kostenlos zur Verfügung stellt und bei deren Beantragung unterstützt.

Der febis-Chef zeigt sich überzeugt davon, dass flexiblen Regelungen die Zukunft gehört: „Man kann niemanden zwingen zu sanieren. Man muss die Menschen vielmehr motivieren, ihnen Anreize geben und bei nicht vorhandenen finanziellen Möglichkeiten mit höheren Zuschüssen fördern. Wir brauchen 3 % energetische Sanierungen im Gebäudebestand pro Jahr, und nicht nur 1 % wie heute. Warum also nicht neue Wege beschreiten?“

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