Förderblog

Förderblog header image 1

5 Jahre KfW–Programm Altersgerecht Umbauen

8. September 2014

Neben ihren stark nachgefragten Bau- und Modernisierungsprogrammen „Energieeffizient Bauen“, „Energieeffizient Sanieren“ und dem „Wohneigentumsprogramm“ unterstützt die KfW mit einem weiteren Finanzierungsangebot den Altersgerechten Umbau von Haus oder Wohnung. Dabei rangiert das Programm schon lange nicht mehr als „Nischenprodukt“: Seit Programmstart in 2009 wurden insgesamt über 134.000 Wohneinheiten mit einem Zusagevolumen von 1,65 Mrd. € altersgerecht umgebaut. Im letzten Jahr hat sich das Zugevolumen auf über 400 Mio. € mehr als verdoppelt. Diese hohe Nachfrage setzt sich auch in 2014 fort.

Förderung für jedes Alter!
Bei Kauf oder Modernisierung können geförderte Umbaumaßnahmen in Höhe von bis zu 50.000 € je Wohneinheit zinsgünstig ab momentan 1,0 % finanziert werden. Altersgerecht heißt nicht unbedingt gleich behinderten- oder Rollstuhlgerecht. „Mit dem Programm ermöglichen wir insbesondere älteren oder in der Mobilität eingeschränkten Menschen, selbstbestimmt in ihrem Wohnumfeld zu verbleiben. Darüber hinaus erhöht der Abbau von Barrieren den Wohnkomfort für alle Generationen, beispielsweise auch für Familien mit Kindern“, informiert Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe.

Gefördert werden so auch frühzeitige und präventive Umbaumaßnahmen. Eigentümer und Mieter können beispielsweise mit dem Einbau von bodengleichen Duschen, schwellenlosen Türen oder durch moderne Raumaufteilung den Wohnkomfort erhöhen. In Mehrfamilienhäusern zählen beispielsweise auch Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Kinderwagen oder eine Überdachung des Hauseingangs dazu. Auch werden mit dem Programm Maßnahmen zum Einbruchschutz wie z.B. einbruchhemmende Haus- und Wohneingangstüren gefördert.

Nicht nur die KfW fördert!
Bund, Länder, Kreise und Kommunen stellen in Deutschland über 520 Förderungen für bauliche Maßnahmen zur Anpassung von alten- und behindertengerechten Wohnungen bereit. Wer wissen möchte, welche Zuschüsse oder Förderkredite es für seine Umbaumaßnahme gibt, kann sich unter www.foerderdata.de kostenlos informieren.
Gibt es eine Neuauflage für die Zuschuss-Variante?
Im Haushaltsentwurf der Bundesregierung waren nach Angaben des GdW (Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen) wieder Gelder zur Neuauflage der Zuschuss-Variante vorgesehen.  Bis 2018 sollten demnach 54 Mio. € investiert werden.

→ Keine KommentareTags: Fördermittel Allgemein

Energieausweis per Telefon – Verbraucherzentrale warnt vor Abzocke

8. September 2014

Den Energieausweis brauchen Hauseigentümer, wenn sie ihr Haus oder ihre Wohnung verkaufen oder neu vermieten wollen.

Vor ungebetenen Anrufen einer Firma, die Hauseigentümern einen Energieausweis andreht, warnt derzeit die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Die Firma behauptet am Telefon, dass jeder Hauseigentümer jetzt schleunigst einen Energieausweis brauche. Die Auftragsbestätigung inkl. Zahlungsaufforderung in Höhe von knapp 100 € kommt anschließend per Post nach Haus. Auf den versprochenen Energieausweis kann man allerdings lange warten.

Die Behauptung, jeder Haushalt müsse einen Energieausweis haben, ist schlichtweg falsch. Auch die im Mai in Kraft getretene, neue Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) schreibt das nicht vor. Hausbesitzer sollten sich durch diese dreiste Lüge telefonisch nicht unter Druck setzen lassen, und schon gar kein Geld überweisen. Den Energieausweis brauchen Hauseigentümer nur, wenn sie ihr Haus oder ihre Wohnung verkaufen oder neu vermieten wollen.

Energieberatersuche im Internet
Ein qualifizierter Energieberater wird seine Leistung nie unverlangt am Telefon oder vor der Haustür anbieten. Er kommt zu Ihnen, wenn Sie Ihn beauftragen oder einen Termin vereinbart haben. Vorab sollte man genauer auf die Berufsbezeichnung, Ausbildung und Zusatzqualifikationen des Beraters achten. Die Qualifizierung haben in der Regel Ingenieure, Architekten, Handwerksmeister oder Schornsteinfeger. Die Berufsbezeichnung “Energieberater” ist allerdings nicht geschützt. Das heißt:  Eigentlich kann sich jeder so bezeichnen.

Diese Verzeichnisse erleichtern die Suche:

→ Keine KommentareTags: Fördermittel Allgemein

Zinssenkung der KfW zum 3. September

5. September 2014

Die Europäische Zentralbank (EZB) gab am 4. September 2014 bekannt, dass der Zinssatz, um weitere 0,1 Prozentpunkte auf ein Rekordtief herabgesetzt wurde. Banken können sich nun bei der EZB zu 0,05 % mit Geld versorgen. Sinn und Zweck der Zinssenkung ist es, die lahmende europäische Wirtschaft anzukurbeln. Die Banken werden ihre Konditionen in den kommenden Wochen anpassen. Kredite werden damit billiger, die Zinsen für Sparguthaben sinken hingegen weiter.

Während Sparer in die Röhre gucken, können Bauherren und Hauseigentümer von zinsgünstigen Krediten für geplante Bau- und Modernisierungsmaßnahmen profitieren. Neben Bankdarlehen, sind die zinsgünstigen Förderkredite der KfW, schon lange nicht mehr aus dem Bau- und Modernisierungsmarkt wegzudenken.

Und auch die KfW senkt ihre Zinsen für, Bau- Umbau- und Modernisierungskredite weiter. Neubauvorhaben und altersgerechte Umbaumaßnahmen können nun ab 1,00 % finanziert werden, genauso wie Modernisierungsvorhaben. Auch die Konditionen im Wohneigentumsprogramm wurden gesenkt. Hier können Kredite mit 10 jähriger Zinsbindung mit 1,92 % nun ebenfalls zu unter 2 % abgerufen werden. Der Ergänzungskredit zur Erneuerbare Energien-Heizung kann nun zu 1,61 % beantragt werden.

Die aktuellen Konditionen im Überblick:

Erneuerbare Energie Kredite

Die Zinssenkung betrifft auch alle Teile des Erneuerbare-Energien-Programms.
Die Kreditvergabe erfolgt nach einer risikogerechten Einordung von Bonität und Sicherheiten des Kreditnehmers.

Im Standard Programmteil können Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung und Photovoltaikanlagen bei 5 jähriger Zinsbindung ab 1,26 % finanziert werden, Speicher ab sogar 1,05 %. Die Kredite mit 10-jähriger Laufzeit sind ab 1,61 % abrufbar, mit 20-jähriger Laufzeit ab 2,57 %.

Im Premium-Programmteil werden Förderkredite für Anlagen zur regenerativen Wärmeerzeugung bereitgestellt. Die können bei 5-jähriger Zinsbindung nun ab 1,05 % beantragt werden, bei einer Zinsbindung von 10 Jahren ab 1,36 %, kleine und mittelständische Unternehmen ab zinsgünstigen 1,10 %.

Die aktuellen Konditionen im Überblick:

Welches Programm für Ihr Bau- oder Modernisierungsvorhaben passt, sagt ihnen die kostenlose Fördermittelauskunft unter www.foerderdata.de. Staatliche Förderungen von KfW und BAFA umfassen zwar das größte Förderbudget, doch fast 90 % der Förderungen sind Zuschüsse von Städten, Gemeinden, Landkreisen oder Energieversorgern, quasi direkt vor der Haustür.

→ Keine KommentareTags: Fördermittel Allgemein · Fördermittel Fenster · Fördermittel Heizung · Fördermittel Solaranlage · Fördermittel Wärmedämmung

Günstige KfW-Kredite für Unternehmen und Kommunen

5. September 2014

Wenn Unternehmen in Klimaschutz-, Energieeffizienz- und Umweltschutz investieren, wird es mitunter teuer. Doch es lohnt sich. Durch die langfristig gesehen, immensen Einsparungen von Energie und von Kosten in der Unternehmenskasse. Nicht nur die Umwelt dankt es, Klimaschutz wird immer größer geschrieben und fördert das Image bei Kunden und Partnern.

Die Finanzierung wird derzeit seitens der KfW begünstigt. Zinsgünstige Kredite können je nach Vorhaben in verschiedenen Programmen abgerufen werden. Die Konditionen wurden zum 3. Septemer erneut verbessert und die Zinssätze gesenkt.

IKU-Investitionskredit und kommunale Energieversorgung
Soziale und kommunale Unternehmen können Investitionen in die kommunale und soziale Infrastruktur über einen IKU-Investitionskredit ab derzeit 1,56 % finanzieren. Ein Kredit mit längerer, 20-jähriger Zinsbindung kann derzeit ab 2,57% beantragt werden. Projekte im Bereich der kommunalen Energieversorgung können mit einem endfälligen Kredit ab 1,26 % und sonst ab 1,51 % finanziert werden.

KfW-Umweltprogramm
Unternehmen, KMU und Freiberufler können hier ihre Investitionen in Umweltschutz und Nachhaltigkeit ab 1,26 % finanzieren. Dazu zählen u.a. Vorhaben, die Material und Ressourcen einsparen, die Luftverschmutzungen, Geruchsemissionen, Lärm und Erschütterungen vermindern oder vermeiden, welche die Abfall vermeiden, behandeln und verwerten, die Abwasser reinigen, vermindern oder vermeiden, Boden und Grundwasser schützen und Vorhaben bei denen Altlasten bzw. Flächen saniert werden.

Ebenfalls wir ein umweltfreundlicher Unternehmensfuhrpark gefördert. Das Programm finanziert sowohl die Anschaffung von Biomethan oder Erdgas betriebenen Fahrzeugen als auch Emissions- und lärmarme Fahrzeuge.

BMUB-Umweltinnovationsprogramm
Mit dem BMUB-Umweltinnovationsprogramm fördert die KfW innovative großtechnische Pilotvorhaben – Projekte mit Vorbildcharakter, die bisher nicht am deutschen Markt umgesetzt wurden. Die Förderung mit attraktiven Zins- oder Investitionszuschüssen gibt es für Baumaßnahmen, Maschinen und Kosten der Inbetriebnahme und Messungen zur Erfolgskontrolle.

Ein Projekt ist förderfähig, wenn es die Umwelt nachhaltig entlastet und kann in den unterschiedlichen Bereichen angesiedelt sein:  Abwasserbehandlung/Wasserbau, Abfallvermeidung, -verwertung und –beseitigung, Sanierung von Altablagerungen, Bodenschutz, Luftreinhaltung und Reduzierung von Gerüchen, Minderung von Lärm und Erschütterungen, Klimaschutz: Energieeinsparung, Energieeffizienz, Nutzung erneuerbarer Energien sowie umweltfreundliche Energieversorgung und –verteilung sowie Ressourceneffizienz/Materialeinsparung.

Für die Förderung stehen 2 verschiedene Varianten zur Wahl:
Zum einen ein Investitionszuschuss, der in der Regel bis zu 30 % der förderfähigen Kosten beträgt.
Zum anderen ein zinsverbilligter Kredit in Höhe von maximal 70 % der förderfähigen Kosten. Zum Kredit gibt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) einen mit Zinszuschuss dazu. Kleine und mittlere Unternehmen werden hier besonders gefördert.

KfW-Energieeffizienzprogramm
Wer
Energiesparpotenziale nachhaltig nutzt, kann die Investitionen über einen Kredit im Effizienzprogramm, ebenfalls ab derzeit 1,26 % finanzieren.

Gefördert wird hier die Sanierung und Neubau von Gebäuden, die die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen bzw. beim Neubau übertreffen. Zur Beantragung des Kredits ist die Zusammenarbeit mit einem von der KfW anerkannten Sachverständigen erforderlich.

Auch gefördert werden Vorhaben, mit denen wesentlich Energie eingespart wird, beispielsweise: Maschinenparks inklusive elektrische Antriebe, Druckluft und Pumpen, Anlagentechnik inklusive Heizung, Kühlung, Beleuchtung, Lüftung und Warmwasser, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und Blockheizkraftwerke, Vorhaben an der Gebäudehülle, die Nutzung von Prozesskälte, Prozesswärme, Wärmerückgewinnung und Abwärmenutzung, Mess-, Regel- und Steuerungstechnik sowie auch Informations- und Kommunikationstechnik.

Die Förderung gibt es, wenn die neu angeschaffte Anlage mindestens 15 % weniger Energie verbraucht, als Anlagen im Branchendurchschnitt.Gefördert wird auch, wenn eine bestehende Anlage ersetzt und damit mindestens 20 % weniger Energie, als im Durchschnitt der letzten 3 Jahre verbraucht wird.

→ Keine KommentareTags: Fördermittel Allgemein

Zuschuss für den Energie- und Klimafonds

3. September 2014

Bundeshaushaltsmittel sollen das Defizit ausgleichen

Der Finanzbedarf des Energie- und Klimafonds soll zukünftig mit einem Zuschuss aus dem Bundeshaushalt gedeckt werden. Das sei nach Angaben des Bundestags im Entwurf eines zweiten Gesetzes zur Änderung des ursprünglichen Gesetzes zur Errichtung eines Sondervermögens „Energie- und Klimafonds“ vorgesehen. Den im Fonds-Finanz­plan geplanten Aus­ga­ben für Ener­gie­ef­fi­zi­enz– und Kli­ma­schutz­maß­nah­men ste­hen derzeit deut­lich weni­ger Ein­nah­men aus dem Emis­si­ons­han­del gegen­über. Um die Finanzierung der notwendigen Programmausgaben sicher zustellen betragen die jährlichen Mehrkosten nach dem Entwurf für 2015 ca. 781 Mio. €, für 2016 ca. 848,5 Mio. € Euro und für 2017 dann 826 Mio. €. Diese Beträge könnten jährlich mit einem Zuschuss aus dem Bundeshaushalt beigesteuert werden.

2011 richtete die Bundesregierung den Ener­gie– und Kli­ma­fonds als Son­der­ver­mö­gen des Bun­des ein­. Mit dem Fonds sol­l die För­de­rung von Erneu­er­ba­ren Ener­gien im Wär­me­be­reich, die ener­ge­ti­sche Gebäu­de­sa­nie­rung, Kon­zepte einer kli­ma­ge­rech­ten Stadt­po­li­tik und die För­de­rung der Elek­tro­mo­bi­li­tät finan­ziert wer­den. Auch die Förderung von Batteriespeichern für kleine Photovoltaik-Anlagen gehört dazu. Die mangelnden Einnahmen des Energie- und Klimafonds führten 2013 dazu, dass sich der Start der Speicherförderung um Monate verzögerte. Viele Bauherren und Hauseigentümer bauen, sanieren und investieren allerdings nur, wenn die Förderpolitik fortgesetzt wird. Momentan werden längst fällige Modernisierungsmaßnahmen oft aufgeschoben, da viele einfach verunsichert sind.

Der Fonds sollte ursprünglich unabhängig vom Bundeshaushalt über Einnahmen aus dem Emissionhandel und der Lauf­zeit­ver­län­ge­rung von Kern­kraft­wer­ken finanziert werden. Letzteres brach mit der Katastrophe in Fukushima 2011 in Gänze weg. Die überschätzten Einnahmen aus dem Emissionshandel sind bei weitem nicht ausreichend, um den Finanzbedarf zu decken.

→ Keine KommentareTags: Fördermittel Allgemein

Hamburg unterstützt die Finanzierung von Eigenheimen

2. September 2014

Wer ein Haus baut, umbaut, modernisiert oder kauft, kann dafür auf die zinsgünstigen Förderkredite der KfW zurückgreifen. Der Kreditrahmen ist allerdings begrenzt, beispielsweise im Wohneigentumsprogramm und im Programm „Energieeffizient Bauen“ auf 50.000 € je Wohneinheit. Doch für den Traum vom Eigenheim muss ein höherer Finanzierungsbedarf gestemmt werden. Die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB) unterstützt zukünftige und jetzige Hauseigentümer nun mit drei neuen, ergänzenden Finanzierungsangeboten.

IFB-Aufstockungsdarlehen
Mit dem Aufstockungsdarlehen der IFB kann die Förderhöhe im KfW-Wohneigentumsprogramm auf 100.000 € verdoppelt werden. Mit dem Kredit kann der Kauf oder Bau von selbst genutztem Wohneigentum in Hamburg finanziert werden.

IFB-Konstantdarlehen
Mit dem IFB-Konstantdarlehen können sich Bauherren beim Kauf oder Bau von selbst genutztem Eigentum für einen Kredit in Höhe von bis zu 50.000 € langfristig niedrige Zinsen sichern. Über die gesamte Laufzeit von 25 Jahren wird der, sich bei der Vergabe am Kapitalmarkt orientierende Zinssatz, festgeschrieben.

IFB-Modernisierungsdarlehen
Das IFB-Modernisierungsdarlehen in Höhe von bis zu 25.000 € können private Eigenheim- sowie Mietwohnungsbesitzer für energetische oder barrierefreie Umbaumaßnahmen sowie zur allgemeinen Modernisierung oder Haus-Instandsetzung abrufen.

Die Antragstellung der IFB-Kredite erfolgt über Kreditinstitute, die eine Kooperationsvereinbarung zur Durchleitung der Kredite mit der IFB Hamburg vereinbart haben. Grundsätzlich gelten keine Einkommensbeschränkungen. Für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) besteht ein vereinfachtes Verfahren zur Abrufung der Mittel. Die Kombination mit anderen Fördermitteln, unter anderem den KfW Programmen: „Energieeffizient Sanieren“, „Altersgerecht Umbauen“, „Energieeffizient Bauen“ und dem „Wohneigentumsprogramm” ist bis zu einer Gesamtsumme von 100.000 € möglich.

→ Keine KommentareTags: Fördermittel Allgemein

Neue Anschrift: Klimaschutzsiedlung

29. August 2014

Die nordrhein-westfälische Landesregierung engagiert sich zusätzlich zu den Maßnahmen von EU und Bund mit einer eigenen Energie- und Klimaschutzstrategie.

Klimaschutz ist eine unserer wichtigsten Herausforderungen. Da etwa ein Drittel des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland für die Heizung und Warmwassererzeugung in Gebäuden benötigt wird, spielt das energieeffiziente Bauen und die energetische Sanierung von Gebäuden eine maßgebliche Rolle. Neue Solar- und Klimaschutzsiedlungen sollen vielen NRW-lern ein neues zu Hause geben und das Klima nachhaltig schonen.

Mit dem Bau und der Sanierung von kompletten Siedlungen eröffnen sich weitreichende Möglichkeiten zur CO2-Reduzierung. Die zulässigen CO2-Emissionen liegen beim Neubau in Abhängigkeit vom Gebäudetyp etwa 50 bis 60 % unter den Werten, eines vergleichbaren Neubaus entsprechend der EnEV 2009 . Im Neubau kann man von vornherein höhere Standards realisieren, verwendete Baustoffe und Materialien optimal aufeinander abstimmen. Zentrales Merkmal dieser Siedlungen ist die Kombination von gut gedämmten Gebäuden mit der Nutzung erneuerbarer Energien. Zur Beheizung kann Gebäudeübergreifend ganz andere und effizientere Technik zum Einsatz kommen. Planer und Investoren können zwischen verschiedenen, innovativen Gebäudestandards und Versorgungsvarianten wählen. Ein Planungsleitfaden stellt die Anforderungen und Empfehlungen für die Klimaschutzsiedlungen dar.

Die Siedlungen werden als Multiplikatoren aus dem Förderprogramm “progres.nrw” gefördert. Hier gibt es Landes-Zuschüsse für die rationelle Energieverwendung, für die Nutzung regenerativer Energien und fürs Erreichen verschiedener Energiestandards. Die Zuschüsse können mit Staatlichen Zuschüssen, etwa von der KfW oder dem BAFA kombiniert werden.

Auch wenn es bei den Klimaschutzsiedlungen schwerpunktmäßig um die Einsparung von CO2 geht, sollen sich die Gebiete über das innovative Energiekonzept hinaus durch besondere städtebauliche und soziale Qualitäten auszeichnen. Mittlerweile sind 60 Siedlungen im Neubau und im Bestand fertig gestellt. 48 weitere Siedlungen sind in der Planung oder werden gerade gebaut.

Weiter Informationen: www.100-klimaschutzsiedlungen.de

→ Keine KommentareTags: Fördermittel Allgemein · Fördermittel Heizung · Fördermittel Solaranlage

Vereins-Zuschuss durch Klimaschutz plus

28. August 2014

Klimaschutz-Plus – im Baden-Württembergischen Landesprogramm wurden nun die Antragsfristen im Vereinsprogramm verlängert. Bis zum 31. März 2015 können eingetragene, gemeinnützige Vereine (e.V.) ohne wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (z.B. eine Profisport-Abteilungen oder Gaststätten) Zuschüsse zur Energieberatung und Sanierung ihrer Vereinsgebäude beantragen. Je nach Haushaltsmittel, werden vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in insgesamt 3Vereins-Programmteilen Zuschüsse gewährt (CO2-Minderungsprogramm, Beratungsprogramm und Modellprojekte) . Ist die Gemeinnützigkeit nicht gegeben, kann eine Förderung im allgemeinen Programmteil beantragt werden.

Bis zu 2.000 € zur Energieberatung
Vereine werden bei der Inanspruchnahme einer qualifizierten Energieberatung unterstützt. Das Land beteiligt sich hier an den Kosten und übernimmt 50 % des Tagessatzes eines externen Beraters, maximal 400 € pro Arbeitstag, für bis zu 5 Tage.
Die Energieberatung bringt ans Licht, wie es um ein Vereinsgebäude steht und wo zukünftig gespart werden kann. Der Bericht enthält eine Kosten-Nutzen-Analyse von nicht-investiven, gering-investiven und investiven Einsparmaßnahmen auf der Energiebedarfs- und der Energieversorgungsseite. Bei größeren Gebäuden kann sich die Beratung auch auf einzelne Gewerke (z. B. die  Beleuchtung oder die Lüftungsanlagen) beschränken.

40 % für Sanierungsmaßnahmen
Zuschüsse gibt es zur energetischen Sanierung von Vereinsgebäuden, für die Wärmedämmung, eine neue Heizung, den Ersatz von Elektroheizungen, eine energieeffiziente Beleuchtung und umweltfreundliche Lüftungsanlagen. Ebenfalls wird der Einsatz regenerativer Energien zur Wärmeversorgung mittels Pelletheizungen, Elektro-Wärmepumpen-Anlagen, Solarwärme-Anlagen und Nah-Wärmenetze und BHKW gefördert.

Der Zuschuss richtet sich immer nach der Minderung der Treibhausgasemissionen. Die muss rechnerisch nachgewiesen werden, CO2-Äquivalent, summiert über die anrechenbare Lebensdauer der jeweiligen Komponente. Baden-Württemberg fördert so jede vermiedene Tonne CO2-Äquivalent mit 50 €. Der Zuschuss ist auf 40 % der zuwendungsfähigen Ausgaben und maximal 50.000 € begrenzt. Bei Maßnahmenkombinationen wird dieser Fördersatz auf jede Maßnahme angewendet. Die Bagatellgrenze für eine Förderung beträgt 5.000 €.

Wer mehr tut bekommt einen Zuschuss-Bonus
Wird bei der Heizungserneuerung, beim Einsatz regenerativer Energien, oder bei einem BHKW ein Pumpentausch und ein hydraulischer Abgleich vorgenommen, erhöht sich der Zuschuss für diese Maßnahme um 15 %. Unterschreiten Dämmmaßnahmen die Anforderungen der EnEV um 30 % oder kommt bei Sanierung von Beleuchtungsanlagen LED zum Einsatz, erhöht sich der Zuschuss für die Maßnahme ebenfalls um 15 %.

Modellprojekte
In konkreten Einsatzfällen werden Vorhaben als Modellprojekt gefördert. Darunter fallen Vorhaben mit Innovativen Lösungen und Techniken, die über die Phase der Forschung und Entwicklung hinausreichen, in hohem Maße als modellhaft angesehen werden können und eine große Öffentlichkeitswirkung erzielen. Die Förderung beträgt maximal 50 % der förderfähigen Mehr-Investitionen gegenüber einer konventionellen Ausführung des Vorhabens höchstens 50.000 €. Je eingesparte Tonne CO2-Äquivalent wird hier mit 75 € gefördert.

Modellprojekte können beispielsweise sein: Ein Neubau-Projekte im Passivhaus-Standard mit Erd- oder Umgebungswärme, Solarwärme oder Pelletheizung, eine energetische Sanierung auf Niedrigenergiehaus- oder Passivhaus-Standard, die Installation kombinierter Anlagen zur Solarstrom- und Solarwärmeerzeugung oder von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen in Form von Brennstoffzellen oder Stirlingmotoren.

Wer einen Antrag auf Förderung als Modellprojekt stellen möchte, kann der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA) im ersten Schritt eine formlose Projektskizze zuschicken. Auf nicht mehr als drei Seiten – sollt diese, die wichtigsten technischen und ökonomischen Informationen und Daten zum Projekt enthalten. Die dient als Grundlage für eine erste, prinzipielle Beurteilung durch das Ministerium. Bei einer grundsätzlich positiven Einschätzung der Förderfähigkeit des Vorhabens wird die KEA dann auf den Verein zukommen und das weitere Vorgehen abklären.

Weitere Informationen: www4.um.baden-wuerttemberg.de

→ Keine KommentareTags: Fördermittel Allgemein · Fördermittel Heizung · Fördermittel Wärmedämmung

Pelletheizungen müssen Grenzwerte für Feinstaub einhalten

27. August 2014

Ab 2015 treten erhöhte Anforderungen an Feinstaubemissionen in Kraft

Nicht nur für alte Öl- und Gas-Standardtemperaturkessel Ü30 läuft die Gnadenfrist der Energiesparverordnung (EnEV) mit Ende des Jahres aus. Vor dem 1. Januar 1985 eingebaute Kessel dürfen ab 2015 nicht mehr betrieben werden. Nach dem 1. Januar 1985 eingebaute Kessel müssen nach 30 Jahren durch einen neuen Kessel ersetzt werden.

Auch für Holz- und Pelletheizungen ändert sich mit Beginn 2015 Einiges.
Das betrifft allerdings diesmal nicht die EnEV. Hier gilt es der “Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen” (1. BImSchV) und ihre Anforderungen an die Luftreinhaltung gerecht zu werden. Seit 2010 müssen Pelletheizungen einen Grenzwert von 60 mg Feinstaub einhalten. Zum 1. Januar 2015 verschärft sich dieser Wert auf 20 mg. Für alte Anlagen gilt Bestandsschutz: Bis zum 31.12.2014 in Betrieb genommene Heizungen werden während der gesamten Betriebszeit der Anlage nach den jetzigen Werten gemessen, d.h. hier sind 60 mg erlaubt.

Ob der Wert eingehalten wird überprüft der Schornsteinfeger bei Inbetriebnahme der Heizung anhand einer Feinstaubmessung vor Ort. Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) rät Verbrauchern, eine geplante Pelletheizung noch in diesem Jahr zu realisieren. „Bei Anlagen, die ab 01. Januar 2015 in Betrieb genommen werden, müssen die Schornsteinfeger eine aufwendigere und damit auch teurere Feinstaubmessung vornehmen“, begründet DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele seine Empfehlung.

Panik ist fehl am Platz.
Doch wer bereits die Erneuerung seiner Heizung plant, kann eine Umsetzung noch vor Ende des Jahres angehen. Generell gilt bei der Erneuerung einer Heizung, dass ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme Tag für Tag Energie und Kosten gespart werden. Wer die Erneuerung hinausschiebt, bleibt hingegen auf Mehrkosten für Energie, Wartung und mitunter auch für fällige Reparaturen sitzen.

Den BAFA Zuschuss mitzunehmen lohnt sich dabei allemal.
Moderne Pelletheizungen halten schon heute die Werte vom nächsten Jahr ein. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das BAFA bereits seit Jahresbeginn 2014 nur Anlagen fördert, die die Grenzwerte der 2. Stufe BImSchV für Feinstaub und CO2 nachweisen können. Der Staat gibt mit der Förderung im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) einen Teil der Kosten zur neuen Heizung dazu. Im ersten Halbjahr 2014 gingen beim BAFA bereits über 2.195 Anträge für Biomasseheizungen ein.

Für Pelletkessel von 5 bis 66,6 kW Leistung sind das 2.400 €, die nicht aus eigener Tasche bezahlt werden müssen. Wer einen Kessel mit einem Pufferspeicher von mindestens 30 Liter je kW installieren lässt, kann 2.900 € als Zuschuss beim BAFA beantragen. Zusätzlich zum BAFA-Zuschuss kann bei der KfW ein Ergänzungskredit beantragt werden. So ist es möglich eine Heizungsumstellung auf erneuerbare Energien in Wohngebäuden komplett durch Kredit und Zuschuss zu finanzieren.

Bauherren und Hauseigentümer können sich unter www.foerderdata.de kostenlos über Zuschüsse und Förderkredite informieren. In der umfassenden Fördermitteldatenbank werden alle Förderungen zum Bauen, Modernisieren und dem Einsatz Regenerativer Energien aktuell recherchiert. Über eine einfache Suchfunktion, können passende Förderungen für ein bestimmtes Bauvorhaben schnell und einfach gefunden werden.

→ Keine KommentareTags: Fördermittel Allgemein · Fördermittel Heizung

Unternehmen erhalten Zuschuss für effizientere Kälte- und Klimaanlagen

26. August 2014

Kälte- und Klimaanlagen werden heute in vielen Bereichen von Gewerbe, Industrie und Handel eingesetzt: Für die tägliche Versorgung mit Lebensmitteln ebenso wie für die lebenswichtige medizinische Versorgung oder für eine optimale Temperierung von Räumen, Prozessen und Produkten. Eins haben alle gemeinsam: Sie verbrauchen Energie. Daher lohnt es sich, alte Anlagen zu sanieren oder zu erneuern. Das spart dem Unternehmen Kosten, Energie und schont die Umwelt.

Seit 2008 fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) Effizienzmaßnahmen an Klima- und Kälteanlagen. Im Rahmen der Anfang 2014 novellierten Förderrichtlinie können Zuschüsse mittels eines elektronischen Antragsverfahrens abgerufen werden. Hierzu hat dasBAFA nun eine “Anleitung zur Antragstellung” herausgegeben.

1.000 € für einen Statuscheck
Als Einstiegsförderung gibt ein StatusCheck Auskunft über das Klimaschutzpotential einer betriebenen Anlage. Sowohl die dafür erforderliche, umfangreiche, technische Bestandsaufnahme als auch die detaillierten Berechnungen, eines vom BAFA anerkannten Sachkundigen, werden zu 75 % bezuschusst. Bis zu 1.000 € der in Rechnung gestellten Kosten übernimmt das BAFA, bei Anlagen mit besonderem Berechnungsaufwand sogar bis zu 1.300 €.

15 % – 25 % der Kosten einer Altanlage
Sanierungsmaßnahmen einzelner Systeme und Komponenten bestehender Klima- bzw. Kälteanlagen werden mit 15 % je nach Kältemittel bis zu 25 % der Nettoinvestitionskosten gefördert. Vorausgesetzt die Kälteanlagen hat einen Jahreselektroenergieverbrauch von mindestens 150.000 kWh und der vorhergehende StatusCheck hat ein Minderungspotenzial des Energieverbrauchs von mindestens 35 % ergeben hat.

25 % der Kosten für neue und Sorptionskälteanlage
Energieeffiziente und umweltfreundliche Neuanlagen werden mit 25 % der Nettoinvestitionskosten gefördert. Die Größenordnung der geförderten Anlage muss einen Stromverbrauch von mindestens 100.000 kWh im Jahr umfassen, die Jahreskosten für elektrische Energie und Leistung der Anlage mindestens 10.000 € betragen.

BMU und BAFA übernehmen ebenfalls 25 % der Nettoinvestition in eine Sorptionskälteanlage mit Leistungen von 5 bis 150 kW; 10 bis 150 kW und Sorptionsanlagen mit 5 bis 500 kW Kälteleistung. Vorausgesetzt: Die Wärme stammt aus KWK-Anlagen oder es wird Abwärme genutzt.

25 % der Kosten als zusätzlicher Bonus
Die Bonusförderung gibt es wenn, dann zusätzlich zur Basisförderung von optimierten Alt- oder Neuanlagen. Zuschüsse gibt es für marktetablierte und entwicklungsoptimierte Technologien die den Klimaschutzbeitrag über die Basisförderung hinaus deutlich erhöhen. Darunter fallen z.B. nichtelektrisch angetriebene Kälteanlagen oder die Nutzung von Abwärme aus Produktionsprozessen. Üblich sind nochmals 25 % der Nettokosten, je nach Kältemittel sogar 35%.

→ Keine KommentareTags: Fördermittel Allgemein · Fördermittel Heizung