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Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz

20. November 2014

Höheres Förderbudget und ein “nun-doch-Steuerbonus” sollen die Gebäudesanierung voranbringen

“Gleiches Kind – neuer Name” – Die Energiewende kommt nicht aus den Kinderschuhen heraus. Jetzt sollen ein neues Klimaaktionsprogramm der Umweltministerin und ein Aktionsplan vom Wirtschaftsminister helfen.

In 2 Wochen soll das Bundestags-Kabinett zum „Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“ abstimmen. Die Ressortabstimmung hat Umweltministerin Barbara Hendricks bereits veranlasst. „Die Minderung unserer Treibhausgase um 40 % bis 2020 ist zweifellos eine der zentralen Aufgaben der Bundesregierung in dieser Legislaturperiode“, sagte Hendricks. Das werde ein „Kraftakt, der einen Innovations- und Investitionsschub und eine Menge positiver Energien in der Gesellschaft auslösen kann“, sagte sie.

Gabriel brachte zeitgleich seinen Entwurf für den „Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz“ (Nape) in die Ressortabstimmung ein. Der Plan umfasst mit 57 Seiten eine Vielzahl kleinerer Reformen bis hin zu einer Klimakomponente im Wohngeld. Er soll mit der CO2-Einsparung von 25 bis 30 Mio. eingesparter Tonnen den größten Beitrag zum Klimaaktionsprogramm leisten.

Der Effizienzplan soll vor allem einen ordentlichen Schub für die energetische Gebäudesanierung bringen. Das Förderprogramm der KfW- Bank soll dafür um 200 Mio. € auf 2 Mrd. € jährlich aufgestockt werden. Auch die steuerliche Abschreibung energetischer Sanierungen soll wieder auf den Tisch. Die war in der vergangenen Legislaturperiode nach fast zweijährigem Streit am Bundesrat gescheitert. Das Energieministerium geht davon aus, dass die Steuerförderung den Bund ca. 1 Mrd. € kosten wird. Welchen Anteil der Bund und welchen die Länder davon tragen, bleibt abzuwarten.

Hendricks Klimaschutzprogramm ist ein „bunter Strauß vieler kleiner Ideen, deren Beitrag zum Klimaschutz oft genug nicht einmal messbar ist“, so der Tagesspiegel. Vom Verkehrsministerium fordert der Aktionsplan z.B. eine CO2-Einsparung von 10 Mio. t bis 2020, unter anderem durch ambitionierte eine Million Elektroautos bis 2020. In 2013 wurden ganze 6.000 E-Autos verkauft, damit fahren in Deutschland insgesamt ca. 13.000 zugelassene Elektrofahrzeuge durchs Land. Die Landwirtschaft soll ihren Klimaschutzbeitrag mit 1,6 bis 3,3 Millionen t CO2 über die Düngemittelverordnung leisten. Die ist allerdings selbst zwischen dem Agrar- und dem Umweltministerium umstritten.

Größtes Streitpotenzial zwischen Hendricks und Gabriel ist der Einsparbeitrag der Stromerzeugung durch die Stilllegung alter Kohlekraftwerke. Die Einsparung ist im momentanen Aktionsprogramm mit „XX“ ausgewiesen. Die Umweltstiftung WWF schätzt den erforderlichen Anteil auf etwa 50 Mio. einzusparende Tonnen CO2 .

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Deutschland macht Plus!

18. November 2014

IWO-Aktion mit professionellen Fördermittelservice

IWO bietet im Rahmen der Aktion „Deutschland macht Plus!“ einen professionellen Fördermittelservice an. Die Experten ersparen dem Modernisierer viel an lästiger Bürokratie. Zudem ermitteln sie die bestmögliche Förderung – und das für kleines Geld.

Wer seine Heizungsanlage modernisieren möchte, muss sich nicht nur für die passende technische Lösung entscheiden. Der Kampf durch das Dickicht des Förderdschungels in Deutschland ist oft ebenso aufwendig wie die Suche nach dem besten Kessel. Wer seine Ölheizung im Rahmen der IWO-Aktion „Deutschland macht Plus!“ erneuert, ist jedoch fein raus. Alle Teilnehmer können einen Fördermittelservice in Anspruch nehmen, dessen sachkundige Experten helfen, den bürokratischen Aufwand zu minimieren. Doch natürlich nicht nur das: „Wir ermitteln außerdem das Fördermaximum, das für den jeweiligen Kunden erreichbar ist – inklusiver regionaler oder lokaler Fördermöglichkeiten“, sagt Martin Kutschka vom Fördermittelservice.

Dazu greifen die Experten auf die von ihnen 1998 initiierte Fördermitteldatenbank zurück, die bis heute auf rund 2.500 Heizungsmodernisierungsprogramme von Bund, Ländern, Kreisen, Kommunen, Herstellern und Energieversorgern angewachsen ist. „Außerdem können wir als KfW-Sachverständige unmittelbar prüfen, ob die geplante Maßnahme auch wirklich förderfähig ist“, erläutert Kutschka. Ein wichtiger Punkt, denn die Bescheinigung der Förderfähigkeit durch einen zugelassenen KfW-Sachverständigen ist für die Auszahlung beispielsweise des KfW-Fördergeldes unabdingbar. Im Rahmen von „Deutschland macht Plus!“ können Modernisierer einen KfW-Investitionskostenzuschuss von derzeit zehn Prozent der Aufwendungen in Anspruch nehmen.

„Der Ablauf von der Erstberatung bis zur Förderung ist für den Verbraucher denkbar einfach“, verspricht Kutschka. Wer die Modernisierung seiner Ölheizung ins Auge fasst, kann sich zunächst einmal unverbindlich telefonisch beraten lassen. Wird das Vorhaben konkret, erhält der Hausbesitzer eine Checkliste der Förderexperten, die er ausgefüllt gemeinsam mit dem Angebot seines Heizungsbauers an den Fördermittelservice schickt. Die vorausgefüllten Förderanträge für den reibungslosen Antrag erhält er daraufhin zurück – laut Kutschka etwa innerhalb einer Woche. Der Endkunde muss die Unterlagen lediglich um einige persönliche Daten ergänzen und dem Fördergeber per Einschreiben mit Rückschein zuschicken. Sobald der Rückschein angekommen ist, sollte noch einen Tag abgewartet werden bis die Arbeiten im Heizungskeller beginnen können. Das Angebot kommt offensichtlich gut an: Allein im August und September klingelte das Servicetelefon 1.300 Mal, weit mehr als 250 Förderservices kamen dabei zustande.

So war es auch im Fall von Christian Zauner. Der Bischofswiesener hat nach einem Tipp seines Heizungsbauers mit „Deutschland macht Plus!“ unmittelbar nach dem Start der Aktion im August 2014 seine mehr als 25 Jahre alte Ölheizung durch ein modernes Öl-Brennwertgerät von Viessmann ersetzt. Auch den Fördermittelservice hat er dabei in Anspruch genommen. „Die telefonische Beratung war sehr gut“, sagt Zauner. Vor allem habe ihm gefallen, dass ihm das Angebot seines Heizungsbauers – das ihm zunächst zu teuer erschien – noch einmal detailliert erklärt worden sei. „Die Abwicklung ging dann wahnsinnig schnell. Nach nur zwei Tagen hatte ich den vorausgefüllten Förderantrag in meinem E-Mail-Posteingang“, berichtet der Modernisierer, noch immer hörbar begeistert. Rund 13.700 Euro habe er investiert und insgesamt 1.400 Euro an Fördermitteln eingestrichen, berichtet Zauner. Hinzu kommt noch die Aktionsprämie von 300 Euro, die jeder Modernisierer erhält, der nach dem Kesseltausch mindestens 1.500 Liter Heizöl bei einem teilnehmenden Mineralölhändler tankt. Bestellt habe er zwar noch nicht, „das werde ich aber mit Sicherheit noch tun“, sagt Zauner schmunzelnd.

IWO-Fördermittelservice
www.zukunftsheizen.de/energie-sparen/foerdermittel/foerdermittelservice.html

Fördermittelservice-Hotline 06190/9263-435

Allgemeine Informationen zu „Deutschland macht Plus!“
www.deutschland-macht-plus.de
IWO-Marktpartnerbetreuung 040/235113-76

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Wer wird RegioWIN–Region?

17. November 2014

Baden-Württembergische Regionen haben sich um Fördermittel für regionale Entwicklungskonzepte beworben

In Baden-Württemberg wird es zum Ende des Jahres für einige Regionen noch mal spannend. Als Teilnehmer im landesweiten Wettbewerb „RegioWIN“ stehen elf Regionen mit insgesamt 100 Projekten in der Endrunde um EU-Fördermittel in Höhe von 65 Mio. €. Die EU-Förderung für die besten Zukunftskonzepte und –projekte werden aus dem EFRE-Fonds (Europäische Fonds für regionale Entwicklung) bereitgestellt. Pro Leuchtturmprojekt können die Regionen auf mindestens 100.000 € und maximal fünf Mio. € im Zeitraum von 2014 bis 2020 hoffen.

In die Endrunde geschafft haben es die Metropolregion-Rhein-Neckar, die Regionen Stuttgart, Südlicher Oberrhein, Neckar- Alb, Schwarzwald-Baar-Heuberg, Nordschwarzwald, die TechnologieRegion Karlsruhe, der württembergische Teil des Schwabenbundes, der Landkreise Konstanz und Sigmaringen sowie der Bodensee- und Ostalbkreis. Zusammen mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Verwaltung haben sie sich mit den Stärken und Schwächen ihrer Region auseinandergesetzt, ihre Entwicklungschancen u.a. in den Bereichen Innovationen, nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung identifiziert und eine gemeinsame Zukunftsstrategie erarbeitet.

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft führt den zweistufigen Landeswettbewerb in Kooperation mit dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst durch. Anfang des Jahres wurden in einer ersten Phase die regionalen Strategiekonzepte ausgewählt. Die in der ersten Phase erfolgreichen Teilnehmer haben bis Herbst 2014 regionale Entwicklungskonzepte zur zukunftsfähigen Regionalentwicklung vorgelegt. Darin enthalten sind Projekte, die eine geplante Gesamtinvestitionssumme von 550 Mio. € € erreichen. Nach Auswertung durch eine Jury findet die Prämierung der Preisträger am 23. Januar 2015 statt. Die Jury besteht aus 14 Personen aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Regionen, Kommunen, Gewerkschaft, internationaler Regionalpolitik sowie Gleichstellung und Umweltschutz/Nachhaltigkeit.

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BAFA erhöht den Zuschuss zur Vor-Ort-Energieberatung

14. November 2014

Ab März 2015 wird der Zuschuss für Ein- und Zweifamilienhäuser von jetzt 400 € auf dann 800 € verdoppelt

Wenn es um eine Modernisierung mit Energieeinspareffekt geht, stehen unabhängige Energieberater Hauseigentümern zur Seite. Das spart zukünftig Jahr für Jahr Energie und Kosten und stellt eine wichtige Entscheidungs- grundlage dar. Wie und wann, was gemacht werden kann und vor allem, was rechnet sich auch.

So die Theorie und die Praxis? Viele sehen derzeit von einer Beauftragung eines Energieberaters ab. Zu hohe Beratungskosten, die aufwendigen Beratersuche und Zweifel an Eignung und Qualifikation der Berater auf Seiten der Hauseigentümer aber auch zu hoher Arbeitsaufwand bei immer geringerem Stundenlohn auf Seiten der Energieberater.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat endlich reagiert und ordentlich nachgebessert. Die neue „Richtlinie über die Förderung der Energieberatung in Wohngebäuden vor Ort (Vor-Ort-Beratung)“ wurde zum 29. Oktober 2014 geändert und tritt zum 1. März 2015 in Kraft.

Die Änderungen im Überblick:
Die Zuschüsse für Vor-Beratungen werden erhöht. Für Wohnungseigentümergemeinschaften wird ein neuer Zuschuss eingeführt. Und der Berichtsinhalt kann zukünftig optional an die tatsächlichen Bedürfnisse des Hauseigentümers angepasst werden.

Höhere Zuschüsse
Ab 1. März 2015 werden folgende Zuschüsse ausgezahlt: Für eine Vor-Ort-Beratung können Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern den Beratungszuschuss von bis zu 800 € beantragen. Damit wird der Zuschussbetrag von momentan 400 € verdoppelt. Für Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten wird der Zuschuss-Betrag von momentan 500 € auf 1.100 € erhöht. Die Thermografie und/oder Stromeinsparberatung wird im Rahmen der Vor-Ort-Beratung allerdings nicht mehr extra gefördert.

Erläuterungszuschuss für WEG
Wohneigentümergemeinschaften können zudem mit einem „Erläuterungszuschuss“ von bis zu 500 € rechnen. Den zahlt das BAFA für eine zusätzliche Erläuterung des Energieberatungsberichts in einer Wohnungseigentümerversammlung oder Beiratssitzung.

Optionaler Berichtsinhalt für optimalen Nutzen
Für den Inhalt des Energieberatungsberichts, besteht künftig die Wahlmöglichkeit zwischen einer Komplettsanierung oder einem Sanierungsfahrplan um Schritt für Schritt vorzugehen.

Im Fall der Komplettsanierung wird ein energetisches Sanierungskonzept aufgezeigt, dass durch gleichzeitige Maßnahmen ein KfW-Effizienzhaus-Niveau erreicht. Das war bisher auch Pflicht, scheiterte allerdings bei vielen Hauseigentümer in der Praxis, vor allem an der finanziellen Umsetzung.
Alternativ kann nun auch ein Sanierungsfahrplan für eine umfassende energetische Sanierung aufgestellt werden. Der muss einen Vorschlag enthalten, in welcher Reihenfolge die unter Beachtung der EnEV und des Stands der Technik aufeinander abgestimmten Maßnahmen umgesetzt werden können. Ist sich der Eigentümer unsicher, bleibt die Kombination beider Varianten weiter möglich.

Weitere Zuschüsse auf foerderdata.de
Weitere Zuschüsse zur Energieberatung finden Hauseigentümer kostenlos unter www.foerderdata.de. Über 400 Energieberatungs-Zuschüsse sind derzeit in der Fördermittel-Datenbank gelistet.

Energieberatersuche
“Energieberater” ist keine geschützte Berufsbezeichnung, hinsichtlich Berufsgruppe, Ausbildung und Zusatzqualifikationen lohnt es sich daher etwas genauer hinzuschauen. Unabhängige Energieberater haben sich oftmals in Verbänden, wie dem Deutschen Energieberater-Netzwerk (DEN e.V.) zusammengeschlossen. Wer Mitglied etwa im DEN e.V. werden will, muss bestimmte Qualifizierungen, Aus- und Weiterbildungen und Praxiserfahrung nachweisen. Solche Netzwerke vereinfachen die Suche für den Hauseigentümer. Einen Berater in der Nähe findet man über die Online-Suche (onlineberatung.den-ev.de).

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Sachsen Anhalt investiert in Denkmalschutz

12. November 2014

Wer ein Denkmalgeschütztes Haus besitzt, muss einigen Aufwand betreiben um es zu erhalten. Auch die finanziellen Anstrengungen fallen beim Denkmal höher aus.  Die sorgsame Erhaltung und Instandhaltung mitunter vieler, kleiner Details geht ins Geld. Unterstützung erhalten Eigentümer mit Förderprogrammen vom Bund, vom Land und der EU.

Allein in Sachsen-Anhalt gibt es über 38.000 Denkmäler. Hier wird ein Teil der Förderungen im Referat Denkmalschutz des Landesverwaltungsamtes verwaltet. Dabei geht es vor allem um Maßnahmen zur Notsicherung denkmalgeschützter Gebäude. „Auch wenn nicht sofort alles Wünschenswerte finanziert und getan werden kann, wichtig ist, zu allererst die Substanz zu erhalten, um dann Schritt für Schritt die notwendigen Arbeiten ausführen zu können“, so der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye. Eine Liste der aktuell geförderten Projekte kann nun auf der Internetseite des Landesverwaltungsamtes eingesehen werden.

Insgesamt wurden 2014 im Förderbereich Denkmalschutz ca. 20 Mio. € in vier Förderprogrammen zur Verfügung gestellt. Fördermittel in Höhe von ca. 750.000 € über das Landesprogramm „Denkmalpflege 2014“, ca. 17,5 Mio. € im Programm „Reformationsjubiläum 2017“, ca. 785.000 € im Denkmal-Sonderprogramm des Bundes und weitere 60.000 € aus dem Bundes-Programm „Invest Ost.“

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Landesbauordnung mit Schwerpunkt Klimaschutz

11. November 2014

Bund und Länder fördern Bauherren und Hauseigentümer, die in Energiesparen und Klimaschutz investieren. Zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse sollen die Mehrkosten abfangen. Nun will Baden-Württemberg Klimaschutz auch in der Landesbauordnung verankern. Das heißt, in einigen Schwerpunkten wird die Kür vom “Umweltbewußtes Bauen” zur Pflicht.

Der Stuttgarter Landtag wird voraussichtlich Mitte November 2014 eine neue Landesbauordnung (LBO) beschließen. Spätestens im kommenden März soll diese in Kraft treten. Drei Jahre lang hatte Rot-Grün die Landesbauordnung mit dem Vorsatz überarbeitet, sie ökologischer und sozialer zu machen. Die Rauchmelderpflicht ab 2015 gehört auch zu den wesentlichen Neuerungen. Die wurde bereits 2013 vom Landtag beschlossen.

Stellplätze für Auto versus Fahrrad
Einige Änderungen sorgen allerdings bei der Opposition für Unmut. So sieht die neue LBO unter anderem die Einrichtung von gut erreichbaren Fahrradstellplätzen vor. „Während überdachte Fahrradständer zur Pflicht werden, ständen die Pkw-Stellplätze zur Disposition“ so CDU-Fraktionsvize Winfried Mack. Tatsächlich ist in der neuen LBO der Autostellplatz pro Wohnung nicht mehr vorgeschrieben – wenn der jeweilige Gemeinderat das beschließt. Damit will die Regierung den Umstieg auf Busse und Bahnen fördern und gleichzeitig die Menschen vor Ort entscheiden lassen.

Fassaden und Dachbegrünung
Auch die Begrünung von Fassaden und Dächern findet Platz im neuen Gesetz. Wenn sich Grundstücke nicht begrünen lassen, sollten die Dächer oder Fassaden begrünt werden, etwa durch kletterndes Efeu oder Rasen auf dem Dach. Dabei mache die Novelle absichtlich nicht zu genaue Vorgaben: „Die Regelung ist so gefasst, dass im Einzelfall sinnvolle Lösungen gefunden werden können und sollen“. so die zuständige Staatssekretärin Gisela Splett (Grüne). „Es gehe vor allem um mehr Grün dort, wo Häuser so gedrängt stehen, dass dazwischen kein Platz für Grün ist. Und auch nur dort, wo es wirtschaftlich zumutbar sei.“

Barrierefreiheit
Ein weiteres, wichtiges Ziel der Umgestaltung ist es, das Angebot an behindertengerechtem Wohnraum zu vergrößern. Nach dem Grundsatz: Es sei günstiger, gleich barrierefrei zu bauen, als später im Alter umzubauen, müssen künftig in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar und die Wohn- und Schlafräume sowie Bad und Küche mit dem Rollstuhl zugänglich sein. Bisher galt das nur bei Gebäuden mit mehr als vier Wohnungen.

Bauordnung regelt Anforderungen an Bauvorhaben
Die Bauordnung ist Hauptbestandteil des Bauordnungsrechts. Sie regelt die Anforderungen, die bei Bauvorhaben zu beachten sind. Die Anforderungen ans Grundstück und seine Bebauung. Dazu zählt unter anderem die Erschließung, die Abstandsflächen, der Nachbarschutz, das gesunde Wohnen (Belichtung, Raumhöhen, Schall-, Kälte- und Wärmeschutz) aber auch die Feuerwiderstandsklassen von Bauteilen, die Eignung von Bauprodukten, die Standsicherheit, die Flucht- und Rettungswege sowie die Sicherheit von Baustelle und Bauwerk. Und das je nach Bundesland unterschiedlich, denn die Landesbauordnung ist Sache der Länder.

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NRW erlaubt vorzeitigen Maßnahmenbeginn

4. November 2014

progres NRW Markteinführung

Nur noch bis morgen, den 5. November können in dieser Förderperiode Anträge nach der Förderrichtlinie “progres.nrw – Markteinführung” gestellt werden. Aufgrund der seit Juli 2014 verhängten Haushaltssperre des Landes Nordrhein-Westfalen können die bereits eingereichten Anträge momentan nicht endgültig beschieden werden. Problem dabei: Grundsätzlich darf erst ab Erteilung eines Zuwendungsbescheides mit der Maßnahme begonnen werden. Das heißt warten, bis ein Zuwendungsbescheid mit der Post zu Hause eintrudelt. Abweichend von dieser, in der Förderrichtlinie festgelegten Bestimmung, hat das Ministerium (MKULNV NRW) nun einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn zugestimmt. Alle, von der Haushaltssperre betroffen Antragsteller, werden dieser Tage von der Bewilligungsbehörde dazu schriftlich informiert.

Stichtag für die Auftragsvergabe ist der 23.10.2014
Das bedeutet: Wer bislang aufgrund der Haushaltssperre noch keinen Bescheid erhalten hat, obwohl er den Förderantrag bereits vor dem 23.Oktober 2014 gestellt hat bzw. noch bis zum 05. November stellen will, kann den Auftrag erteilen und mit der Maßnahme beginnen, für die die Förderung beantragt wurde. Alle Maßnahmen, die bereits vor diesem Stichtag begonnen worden sind, können nicht berücksichtigt werden. Hier ist die Förderung in jedem Fall ausgeschlossen.

Für die Antragstellenden ist das eigentlich ein „Go“, nun doch zeitnah mit den Arbeiten beginnen zu können. Bei der Zulassung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns handelt es sich allerdings rechtlich gesehen um eine unverbindliche Inaussichtstellung. Die Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns stellt nämlich keinen Rechtsanspruch auf eine spätere Förderung dar. Etwa, wenn die neue Anlage nicht die technischen Förderbedingungen erfüllt. Hier gilt es sich abzusichern, denn das finanzielle Risiko muss der Antragsteller tragen. Er muss bei einem negativen Förderbescheid den Förderbetrag aus eigener Tasche zahlen.

Wer den Auftrag vergeben will, muss sich an die “Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung” (ANBest-G bzw. ANBest-G) halten. Die Handwerker dürfen zudem nicht bar ausgezahlt werden. Im Rahmen des erforderlichen Verwendungsnachweises ist die Vorlage eines Kontoauszugs als Zahlungsnachweis erforderlich.

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Herstellerbonus für die neue Heizung

31. Oktober 2014

Heizungshersteller stocken den Zuschuss vom Staat mit eigenen Förderprogrammen auf

Moderne Heizungen arbeiten von vorn herein viel effizienter als ihre Vorgänger. Sie brauchen viel weniger Energie, nutzen die Energie besser aus und stellen sich dank moderner Steuerung auf Wetter und Haus perfekt ein. Wie die neue Heizung letztendlich aussieht und mit welcher Energie geheizt werden soll, das kann jeder Hauseigentümer für sich selbst entscheiden. Geht’s um die zukünftige Entlastung der Haushaltskasse, hilft hier der Rat eines Energieberaters.

Eins ist klar:  Eine neue Heizung wird gefördert.
Im Auftrag der Regierung bundesweit von KfW und BAFA . Zusätzlich geben Städte, Gemeinden oder Energieversorger mitunter einen Teil der Kosten zur neuen Heizung dazu. Da wollen auch die Hersteller nicht zurückstehen. Mit eigens aufgelegten Bonus-Programmen belohnt die Heiztechnik-Industrie die Entscheidung für ihr Produkt. Die Aktionen der Hersteller sind zwar zumeist auf einen Aktionszeitraum begrenzt, die Herstellerprogramme können dafür in der Regel mit den staatlichen Zuschüssen kombiniert werden. Wenns ums Thema Förderung geht, unterstützen die Hersteller mittlerweile  ihre Kunden und Fachbetriebe. Beim nächsten Handwerkerangebot nach Förderprämien zu Fragen lohnt sich also. Denn die gibt`s zumeist vom Staat und vom Hersteller.

Modernisierungsprämie für Wärmepumpen
Neu am Markt ist die Aktion von STIEBEL ELTRON „Deutschland feuert seine Brenner“. Bis zum 31. Mai 2015 bietet der Hersteller eine zusätzlich Modernisierungsprämie von 500 €. Die Prämie kassiert, wer seine vorhandene Ölheizung durch eine neue Luft-Wasser- oder Sole-Wasser-Wärmepumpe von STIEBEL ELTRON ersetzt. Die Prämie kann nach dem Einbau der Wärmepumpe angefordert werden und wird im Aktionszeitraum direkt als Verrechnungscheck ausgereicht.
www.waermepumpen-welt.de/meta/landingpage/gutschein/

Pellet-Tankgutschein
Wer sich beim Kauf eines neuen Pelletkessels für ein Produkt von Viessmann entscheidet, bekommt einen Pellet-Tankgutschein von German pellets geschenkt. Die Höhe des Gutscheins richtet sich nach der Heizungsanlage. Bei Abnahme eines neuen Pelletkessels beträgt der Tankgutschein 500 €, für den Kessel inklusive Pufferspeicher 750 € und bei einem Pelletkessel inklusive Pufferspeicher und Sacksilo oder Solaranlage 1.000 €.
Der Viessmann-Fachhändler muss das Teilnahmeformular abstempeln und unterschreiben. Der Gutschein kann dann bei der ersten Pelletbestellung direkt bei German Pellets eingelöst werden. Vorausgesetzt die neue Anlage wurde  bis zum 31.12.2014 gekauft und eingebaut. www.pellettankgutschein.de/

Klima-Bonus
Den Umstieg von einer alten Öl- oder Stromheizung auf Flüssiggas fördert PRIMAGAS mit einem Klima-Bonus in Höhe von 500 €. Die Fachpartner von PRIMAGAS beraten zur Umstellung und installieren Tank inkl. Brennwertheizung. Der Förder-Service von PRIMAGAS sorgt dafür, dass sich Kunden die maximale Förderung für Ihre neue Heizung sichern können. www.primagas.de/produkte/tankgas/fluessiggas_statt_oel.cfm

Kesseltauschprämie
WOLF zahlt seit April 2014 seinen Kunden eine Kesseltauschprämie. In der bis zum Ende des Jahres geplanten Aktion, überweist WOLF Hauseigentümern die Prämie von 300 € direkt aufs Konto. Die Kesseltauschprämie gibt`s für den Austausch eines alten, vor 1985 eingebauten Heizkessels durch einen neuen Wolf Öl- oder Gas-Brennwertgerätes der Generation 2014. Auch hier muss der Heizungsbauer den Einbau der neuen Wolf Heizung auf dem Gutschein bestätigen. Der muss dann mit einem Foto der alten Heizung und einer Rechnungskopie der neuen Heizung an WOLF geschickt werden.
www.wolf-heiztechnik.de/kundenservice/aktuelles/aktion-kesseltausch-praemie/

Deutschland macht Plus
Seit 1. August 2014 läuft die Neuauflage der Heizungs-Aktion „Deutschland macht Plus“. Das Institut für Wärme und Öltechnik (IWO) hat sich dafür mit verschiedenen Herstellern und Mineralölhändlern zusammengeschlossen. Kunden, die sich für ein modernes Öl-Brennwertgerät eines teilnehmenden Geräteherstellers entscheiden, erhalten vom IWO eine Aktionsprämie in Höhe von 300 €. Dafür muss nach der Modernisierung bei einem teilnehmenden Mineralölhändler mindestens 1.500 Liter Heizöl getankt werden. Die Aktionsprämie wird mit 200 € vom Gerätehersteller finanziert, 100 € trägt der Mineralölhandel. Mit der Einbindung eines Fördermittel-Services unterstützt IWO die Modernisierer zusätzlich. So können Hauseigentümer einfach und unbürokratisch von staatlichen Förderzuschüssen profitieren – ein möglicher Energiesparzuschuss von bis zu1.200 €, mitunter mehr. Die Aktion läuft bis zum 31. Dezember 2015. www.deutschland-macht-plus.de

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Orientierung im Förderdschungel

30. Oktober 2014

Fördermöglichkeiten zum Bauen und Modernisieren – die gibt es, aber viele kennen sie gar nicht. Wenn doch, wird oftmals der Aufwand gescheut, sie tatsächlich zu beantragen. Wer sich dem Thema ernsthaft annimmt, muss gezielt suchen. Nicht zu Unrecht wird häufig sogar von einem Förder-Dschungel gesprochen.

Förder-Dschungel? Wir nehmen es heute mal wortwörtlich.
Der „echte“ Dschungel im tropischen Regenwald ist ein unbekanntes Terrain, auf das man sich nur ungern begibt. Sehr dichter Wald. Undurchdringliche Vegetation. Schwer überschaubar.
Doch was steckt tatsächlich dahinter: Die größte Artenvielfalt der Erde mit mehr als 30 Millionen Tier- und Pflanzenarten.

Mit dieser Größenordnung kann die Förderlandschaft in Deutschland zwar nicht mithalten, allerdings gibt es im Bundesgebiet über 6.000 Bau- und Modernisierungsförderungen. Direkte Investitions-Zuschüsse oder zinsgünstige Bau- und Modernisierungskredite, mitunter sogar mit Tilgungszuschuss. Vor allem wird die Entscheidung für umweltfreundliche Produkte und energieeffiziente Technik gefördert. Wer sich etwa als privater Hauseigentümer an die Energiespar-Vorgaben des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren“ hält, bekommt mindestens 10 % seiner Kosten für neue Fenster, für Wärmedämmmaßnahmen oder die neue Heizung vom Staat dazu.
Die Liste weiterer Förderschwerpunkte ist lang: Ob Neubau, Anbau, Umbau, Ausbau oder Modernisierung und Instandhaltung, von Abriss und Ersatzbau über Schallschutz, Denkmalschutz bis hin zum Gründach und Außenanlagen.

In Deutschland werden, neben den Krediten von KFW und Landesbanken, Zuschüsse von knapp 600 Energieversorgern und 2.500 Städten, Gemeinden und Gemeindeverbünden angeboten. Lohnende Zuschüsse gibt es somit oftmals direkt vor der Haustür. Und die können häufig sogar ergänzend zu den Bundes- und Landesprogrammen genutzt werden.

Förderungen gibt es also zumeist als Zuschuss oder Darlehen für viele, unterschiedliche Schwerpunkte, dazu von verschiedensten Stellen. Zudem ist Förderprogramm nicht gleich Förderprogramm. Unterschiedliche Förderrichtlinien und Voraussetzungen, verschiedene Antragswegen und Fristen, erforderliche Bestätigungen und Nachweise – da sind die Dschungel-Attribute unüberschaubar und undurchdringlich wahrhaft passend!

foerderdata.de gibt Orientierung im Förderdschungel

Damit Bauherrn und Hauseigentümer ihren nächten Urlaub nicht in den Tiefen des Förderdschungels verbringen müssen, gibt die Fördermitteldatenbank foerderdata.de einen Überblick. Die neutrale Informationsseite informiert online über die fürs Haus passenden Förderungen. Gesucht werden kann gezielt nach Ort, Haus und geplanter Maßnahme. Die Datenbank nennt alle Programme, die auf die Auswahl zutreffen und gibt wichtige Informationen und Hinweise, z.B. zur Art und Höhe der Förderung und zur Beantragung. Weiterer Vorteil: Die Datenbank nennt auch die vielen regionalen Zuschüsse. Die Abfrage stellt foerderdata.de kostenlos zur Verfügung. Im eigens eingerichteten Fördermittel-Service unterstützen Energieberater und Ingenieure Bauherren auf Wunsch auch bei der Beantragung.

Tipp der foerderdata-Experten: Erst informieren, dann investieren!

„Wer eine Bau- oder Modernisierungsmaßnahme plant, sollte sich unbedingt im Vorfeld über seine Fördermöglichkeiten informieren.“ Darauf weist foerderdata-Chef Martin Kutschka hin. „Wer vorher beginnt, verschenkt zumeist bares Geld! Denn, Förderungen müssen größtenteils vor Baubeginn beantragt werden. Wer den Förderantrag zu spät oder erst nach Fertigstellung einreicht, geht oft leer aus.“
Der Fördergeber legt so vorab fest, in welchem Umfang und unter welchen Voraussetzungen er sich beteiligt. Der Bauherr kann in diesem Stadium noch kleine Änderungen vornehmen, die eine Förderung überhaupt erst ermöglichen oder den Förderbetrag sogar erhöhen.

Beim Gesetz des Dschungels geht es redensartlich um das Recht des Stärkeren. Im Förderdschungel hingegen kann jeder profitieren. Jeder, der clever baut und modernisiert, seine Fördermöglichkeiten kennt und die auch beantragt. Also auch Sie!

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Zinsänderung bei der KfW

29. Oktober 2014

Zum 28. Oktober änderte die KfW die Zinskonditionen einiger Förderkredite. Wir haben die aktuellen Zinssätze und die  Änderungen (grün hinterlegt) der wichtigsten Programme zusammengestellt. Für eine vergrößerte Ansicht der einzelnen Übersichten können die Grafiken einfach per Mausklick ausgewählt und in einem separatem Fenster angeschaut werden.

Welches der Programme zu einem geplanten Bau- oder Modernisierungsvorhaben passt, kann über die Fördermittelauskunft unter www.foerderdata.de kostenlos abgefragt werden. Anhand weniger Angaben zum Haus und der geplanten Maßnahme sucht die Fördermitteldatenbank die passenden, aus über 6.000 Bau- und Modernisierungsförderungen und gibt alle wichtigen Infos dazu. Neben den KfW-Krediten finden Sie hier auch Zuschüsse von Städten, Gemeinden und Energieversorgern.

Wohnungsbau- und Modernisierungsprogramme

Erneuerbare Energie-Kredite


IKU – Kredite
Investitionskredite für Kommunale und Soziale Unternehmen
(individuelle risikogerechte Zinsfestlegung nach Einordnung in Preisklasse A-I)


KfW-
Umweltprogramme
(individuelle risikogerechte Zinsfestlegung nach Einordnung in Preisklasse A-I)

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