Förderblog

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Herstellerbonus für die neue Heizung

31. Oktober 2014

Heizungshersteller stocken den Zuschuss vom Staat mit eigenen Förderprogrammen auf

Moderne Heizungen arbeiten von vorn herein viel effizienter als ihre Vorgänger. Sie brauchen viel weniger Energie, nutzen die Energie besser aus und stellen sich dank moderner Steuerung auf Wetter und Haus perfekt ein. Wie die neue Heizung letztendlich aussieht und mit welcher Energie geheizt werden soll, das kann jeder Hauseigentümer für sich selbst entscheiden. Geht’s um die zukünftige Entlastung der Haushaltskasse, hilft hier der Rat eines Energieberaters.

Eins ist klar:  Eine neue Heizung wird gefördert.
Im Auftrag der Regierung bundesweit von KfW und BAFA . Zusätzlich geben Städte, Gemeinden oder Energieversorger mitunter einen Teil der Kosten zur neuen Heizung dazu. Da wollen auch die Hersteller nicht zurückstehen. Mit eigens aufgelegten Bonus-Programmen belohnt die Heiztechnik-Industrie die Entscheidung für ihr Produkt. Die Aktionen der Hersteller sind zwar zumeist auf einen Aktionszeitraum begrenzt, die Herstellerprogramme können dafür in der Regel mit den staatlichen Zuschüssen kombiniert werden. Wenns ums Thema Förderung geht, unterstützen die Hersteller mittlerweile  ihre Kunden und Fachbetriebe. Beim nächsten Handwerkerangebot nach Förderprämien zu Fragen lohnt sich also. Denn die gibt`s zumeist vom Staat und vom Hersteller.

Modernisierungsprämie für Wärmepumpen
Neu am Markt ist die Aktion von STIEBEL ELTRON „Deutschland feuert seine Brenner“. Bis zum 31. Mai 2015 bietet der Hersteller eine zusätzlich Modernisierungsprämie von 500 €. Die Prämie kassiert, wer seine vorhandene Ölheizung durch eine neue Luft-Wasser- oder Sole-Wasser-Wärmepumpe von STIEBEL ELTRON ersetzt. Die Prämie kann nach dem Einbau der Wärmepumpe angefordert werden und wird im Aktionszeitraum direkt als Verrechnungscheck ausgereicht.
www.waermepumpen-welt.de/meta/landingpage/gutschein/

Pellet-Tankgutschein
Wer sich beim Kauf eines neuen Pelletkessels für ein Produkt von Viessmann entscheidet, bekommt einen Pellet-Tankgutschein von German pellets geschenkt. Die Höhe des Gutscheins richtet sich nach der Heizungsanlage. Bei Abnahme eines neuen Pelletkessels beträgt der Tankgutschein 500 €, für den Kessel inklusive Pufferspeicher 750 € und bei einem Pelletkessel inklusive Pufferspeicher und Sacksilo oder Solaranlage 1.000 €.
Der Viessmann-Fachhändler muss das Teilnahmeformular abstempeln und unterschreiben. Der Gutschein kann dann bei der ersten Pelletbestellung direkt bei German Pellets eingelöst werden. Vorausgesetzt die neue Anlage wurde  bis zum 31.12.2014 gekauft und eingebaut. www.pellettankgutschein.de/

Klima-Bonus
Den Umstieg von einer alten Öl- oder Stromheizung auf Flüssiggas fördert PRIMAGAS mit einem Klima-Bonus in Höhe von 500 €. Die Fachpartner von PRIMAGAS beraten zur Umstellung und installieren Tank inkl. Brennwertheizung. Der Förder-Service von PRIMAGAS sorgt dafür, dass sich Kunden die maximale Förderung für Ihre neue Heizung sichern können. www.primagas.de/produkte/tankgas/fluessiggas_statt_oel.cfm

Kesseltauschprämie
WOLF zahlt seit April 2014 seinen Kunden eine Kesseltauschprämie. In der bis zum Ende des Jahres geplanten Aktion, überweist WOLF Hauseigentümern die Prämie von 300 € direkt aufs Konto. Die Kesseltauschprämie gibt`s für den Austausch eines alten, vor 1985 eingebauten Heizkessels durch einen neuen Wolf Öl- oder Gas-Brennwertgerätes der Generation 2014. Auch hier muss der Heizungsbauer den Einbau der neuen Wolf Heizung auf dem Gutschein bestätigen. Der muss dann mit einem Foto der alten Heizung und einer Rechnungskopie der neuen Heizung an WOLF geschickt werden.
www.wolf-heiztechnik.de/kundenservice/aktuelles/aktion-kesseltausch-praemie/

Deutschland macht Plus
Seit 1. August 2014 läuft die Neuauflage der Heizungs-Aktion „Deutschland macht Plus“. Das Institut für Wärme und Öltechnik (IWO) hat sich dafür mit verschiedenen Herstellern und Mineralölhändlern zusammengeschlossen. Kunden, die sich für ein modernes Öl-Brennwertgerät eines teilnehmenden Geräteherstellers entscheiden, erhalten vom IWO eine Aktionsprämie in Höhe von 300 €. Dafür muss nach der Modernisierung bei einem teilnehmenden Mineralölhändler mindestens 1.500 Liter Heizöl getankt werden. Die Aktionsprämie wird mit 200 € vom Gerätehersteller finanziert, 100 € trägt der Mineralölhandel. Mit der Einbindung eines Fördermittel-Services unterstützt IWO die Modernisierer zusätzlich. So können Hauseigentümer einfach und unbürokratisch von staatlichen Förderzuschüssen profitieren – ein möglicher Energiesparzuschuss von bis zu1.200 €, mitunter mehr. Die Aktion läuft bis zum 31. Dezember 2015. www.deutschland-macht-plus.de

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Orientierung im Förderdschungel

30. Oktober 2014

Fördermöglichkeiten zum Bauen und Modernisieren – die gibt es, aber viele kennen sie gar nicht. Wenn doch, wird oftmals der Aufwand gescheut, sie tatsächlich zu beantragen. Wer sich dem Thema ernsthaft annimmt, muss gezielt suchen. Nicht zu Unrecht wird häufig sogar von einem Förder-Dschungel gesprochen.

Förder-Dschungel? Wir nehmen es heute mal wortwörtlich.
Der „echte“ Dschungel im tropischen Regenwald ist ein unbekanntes Terrain, auf das man sich nur ungern begibt. Sehr dichter Wald. Undurchdringliche Vegetation. Schwer überschaubar.
Doch was steckt tatsächlich dahinter: Die größte Artenvielfalt der Erde mit mehr als 30 Millionen Tier- und Pflanzenarten.

Mit dieser Größenordnung kann die Förderlandschaft in Deutschland zwar nicht mithalten, allerdings gibt es im Bundesgebiet über 6.000 Bau- und Modernisierungsförderungen. Direkte Investitions-Zuschüsse oder zinsgünstige Bau- und Modernisierungskredite, mitunter sogar mit Tilgungszuschuss. Vor allem wird die Entscheidung für umweltfreundliche Produkte und energieeffiziente Technik gefördert. Wer sich etwa als privater Hauseigentümer an die Energiespar-Vorgaben des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren“ hält, bekommt mindestens 10 % seiner Kosten für neue Fenster, für Wärmedämmmaßnahmen oder die neue Heizung vom Staat dazu.
Die Liste weiterer Förderschwerpunkte ist lang: Ob Neubau, Anbau, Umbau, Ausbau oder Modernisierung und Instandhaltung, von Abriss und Ersatzbau über Schallschutz, Denkmalschutz bis hin zum Gründach und Außenanlagen.

In Deutschland werden, neben den Krediten von KFW und Landesbanken, Zuschüsse von knapp 600 Energieversorgern und 2.500 Städten, Gemeinden und Gemeindeverbünden angeboten. Lohnende Zuschüsse gibt es somit oftmals direkt vor der Haustür. Und die können häufig sogar ergänzend zu den Bundes- und Landesprogrammen genutzt werden.

Förderungen gibt es also zumeist als Zuschuss oder Darlehen für viele, unterschiedliche Schwerpunkte, dazu von verschiedensten Stellen. Zudem ist Förderprogramm nicht gleich Förderprogramm. Unterschiedliche Förderrichtlinien und Voraussetzungen, verschiedene Antragswegen und Fristen, erforderliche Bestätigungen und Nachweise – da sind die Dschungel-Attribute unüberschaubar und undurchdringlich wahrhaft passend!

foerderdata.de gibt Orientierung im Förderdschungel

Damit Bauherrn und Hauseigentümer ihren nächten Urlaub nicht in den Tiefen des Förderdschungels verbringen müssen, gibt die Fördermitteldatenbank foerderdata.de einen Überblick. Die neutrale Informationsseite informiert online über die fürs Haus passenden Förderungen. Gesucht werden kann gezielt nach Ort, Haus und geplanter Maßnahme. Die Datenbank nennt alle Programme, die auf die Auswahl zutreffen und gibt wichtige Informationen und Hinweise, z.B. zur Art und Höhe der Förderung und zur Beantragung. Weiterer Vorteil: Die Datenbank nennt auch die vielen regionalen Zuschüsse. Die Abfrage stellt foerderdata.de kostenlos zur Verfügung. Im eigens eingerichteten Fördermittel-Service unterstützen Energieberater und Ingenieure Bauherren auf Wunsch auch bei der Beantragung.

Tipp der foerderdata-Experten: Erst informieren, dann investieren!

„Wer eine Bau- oder Modernisierungsmaßnahme plant, sollte sich unbedingt im Vorfeld über seine Fördermöglichkeiten informieren.“ Darauf weist foerderdata-Chef Martin Kutschka hin. „Wer vorher beginnt, verschenkt zumeist bares Geld! Denn, Förderungen müssen größtenteils vor Baubeginn beantragt werden. Wer den Förderantrag zu spät oder erst nach Fertigstellung einreicht, geht oft leer aus.“
Der Fördergeber legt so vorab fest, in welchem Umfang und unter welchen Voraussetzungen er sich beteiligt. Der Bauherr kann in diesem Stadium noch kleine Änderungen vornehmen, die eine Förderung überhaupt erst ermöglichen oder den Förderbetrag sogar erhöhen.

Beim Gesetz des Dschungels geht es redensartlich um das Recht des Stärkeren. Im Förderdschungel hingegen kann jeder profitieren. Jeder, der clever baut und modernisiert, seine Fördermöglichkeiten kennt und die auch beantragt. Also auch Sie!

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Zinsänderung bei der KfW

29. Oktober 2014

Zum 28. Oktober änderte die KfW die Zinskonditionen einiger Förderkredite. Wir haben die aktuellen Zinssätze und die  Änderungen (grün hinterlegt) der wichtigsten Programme zusammengestellt. Für eine vergrößerte Ansicht der einzelnen Übersichten können die Grafiken einfach per Mausklick ausgewählt und in einem separatem Fenster angeschaut werden.

Welches der Programme zu einem geplanten Bau- oder Modernisierungsvorhaben passt, kann über die Fördermittelauskunft unter www.foerderdata.de kostenlos abgefragt werden. Anhand weniger Angaben zum Haus und der geplanten Maßnahme sucht die Fördermitteldatenbank die passenden, aus über 6.000 Bau- und Modernisierungsförderungen und gibt alle wichtigen Infos dazu. Neben den KfW-Krediten finden Sie hier auch Zuschüsse von Städten, Gemeinden und Energieversorgern.

Wohnungsbau- und Modernisierungsprogramme

Erneuerbare Energie-Kredite


IKU – Kredite
Investitionskredite für Kommunale und Soziale Unternehmen
(individuelle risikogerechte Zinsfestlegung nach Einordnung in Preisklasse A-I)


KfW-
Umweltprogramme
(individuelle risikogerechte Zinsfestlegung nach Einordnung in Preisklasse A-I)

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Förderung für Mecklenburgische Wohnungen

28. Oktober 2014

“Wohnen mit Zukunft” heißt die Strategie in Mecklenburg-Vorpommern. Mit 10,5 Mio. Euro will die Landesregierung im kommenden Jahr den barrierearmen Umbau von Wohnungen fördern und somit den Herausforderungen des demografischen Wandels im Land gerecht werden.

In Mecklenburg-Vorpommern trat nun das Landeswohnraumförderprogramm für 2015 in Kraft. Aufgrund von dauerhaften Wohnungs­leerständen und zur quantitativ gesicherten Wohnraum­versorgung der Mecklenburger fördert das Programm weiterhin ausschließlich die Modernisierung und Instandsetzung des Wohnungs­bestandes. Dafür stehen im Landes­programm zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse zur Verfügung.

Höhere Förderdarlehen für Haus- und Wohnungseigentümer
Änderungen gab es bei der Modernisierungs­förder­richtlinie (Darlehensprogramm 2014). Aufgrund der bestehenden Nachfrage wurden die Förder­möglichkeiten für Haus- und Wohnungs­eigentümer erheblich erweitert. In allen Grund-, Mittel- und Oberzentren können jetzt selbst genutzte Wohnungen saniert werden, die vor 1990 gebaut wurden.  Die Zusatz­darlehen für Haushalte mit Kindern werden weiterhin angeboten.

Umbau ja, aber bitte barrierearm
„Schwerpunkte in 2015 ist die zukunftsfähige Sanierung einschließlich der barrierefreien und barrierearmen Anpassungen von selbst genutztem Wohneigentum und Mietwohnungen“ so der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe. Für 2015 stehen für die Sanierung und den Umbau von Mietwohnungen und selbst genutztem Wohneigentum 10,5 Mio. Euro bereit. 5,5 Mio. sind für die Vergabe von Darlehen eingeplant, 5 Mio. sollen als direkte Zuschüsse ausgegeben werden. “Durch die Förderung der Modernisierung und Instandsetzung sollen die Wohnungsbestände insbesondere für Familien mit Kindern und die wachsende Zahl älterer Menschen nachfragegerecht saniert werden”, sagte der Minister.

Zuschuss auch für private Hauseigentümer
Mit einem zweijährigen Zuschuss-­Programm 2014 und 2015 soll das Angebot an barriere­armen Wohnungen mit bezahlbaren Wohnkosten erhöht werden. Die Zuschüsse stehen für die Nachrüstung von Personen­aufzügen und Liften in Gebäuden mit Miet- und Genossenschafts­wohnungen sowie zur Umsetzung barriere­armer Anpassungen im selbst genutzten Wohn­eigentum bereit. Somit können auch private Wohneigentümer und Eigenheimbesitzer die nichtrückzahlbaren Zuschüsse des Landes für den barrierearmen Umbau ihrer eigenen Vier-Wände einsetzen. Der Zuschuss beträgt 30 % der zuwendungsfähigen Ausgaben max. 4.500 € je Wohneinheit. Vom stufenlosen Hauseingang über Lifte, ausreichende Bewegungsflächen, rutschhemmende Bodenbeläge bis hin zum schwellenlosen Bad, ein breites Spektrum an Umbaumaßnahmen ist förderfähig. Informieren lohnt sich also. Anträge können bereits bei der Bewilligungs­stelle, dem Landes­förder­institut Mecklenburg-Vorpommern (LFI), gestellt werden.

Weitere Förderdarlehen für Altstadtquartiere sowie Miet- und Genossenschaftswohnungen
Für den barrierefreien Umbau vermieteter Wohnungen wird der Darlehensbetrag auf bis zu 43.000 € je Wohnung erhöht. Um die Förderung zu nutzen, muss die Wohnung nicht mehr ausschließlich von Senioren bewohnt werden und steht somit für alle Nachfrager offen. Die Nachrüstung von Personen­aufzügen wird ergänzend mit höheren Darlehen von bis zu 60.000 € unterstützt.

Der vergleichsweise hohe Sanierungs­aufwand älterer Wohngebäude in innerstädtischen Altbau­quartieren soll finanziell durch höhere Förderbeträge unterstützt werden. Hier stehen Darlehen von bis zu 43.200 € je Wohnung zur Verfügung. Gefördert wird zudem die Modernisierung und Instandsetzung von Miet- und Genossenschafts­wohnungen. Die Fördermittel können auch für partielle Gebäude­rückbauten einzelner Geschosse oder Geschoss­abschnitte beantragt werden und schließen die Finanzierung erforderlicher Baumaßnahmen zum Dachaufbau und zur Wieder­herstellung der dazugehörigen Außenanlagen mit ein.

Weitere Informationen: http://www.regierung-mv.de

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Eigenheimfinanzierung auf dem Prüfstand

27. Oktober 2014

ÖKO-Test prüft Sofortfinanzierungen von Bausparkassen

Bauherren und zukünftige Eigenheimbesitzer brauchen für den Bau oder Kauf des Hauses die passende Finanzierung. Die Zeitschrift ÖKO-Test hakt in ihrer aktuellen Ausgabe nach. Welches Darlehen ist das günstigste? Durch welche Finanzierungsbausteine lässt sich das Angebot optimieren? Grund für die Recherche:

Die Palette verschiedener Baufinanzierungen war noch nie dermaßen breit gefächert, Bauherren hatten noch nie so viele Wahlmöglichkeiten. Eigenheimanwärter können zwischen einer klassischen Bankhypothek mit verschiedenen Zinsbindungsfristen oder einer Sofortfinanzierung von der Bausparkasse mit fest kalkulierten Monatsraten bis zur kompletten Schuldentilgung wählen. Wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Die jetzigen Niedrigzinsen lieber gleich für die gesamte Finanzierungsdauer sichern? Oder ist das künftige Zinsänderungsrisiko niedriger als der Aufpreis für die absolute Sicherheit ist?

Beide Modelle gibt es zudem mit Riester-Förderung. Der Staat räumt zusätzliche Zulagen und oft auch Steuervorteile ein. Wenn es um die Eigenheim-Finanzierung oder um eine besonders energieeffiziente Bauweise geht, bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zudem zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse. Die KfW-Darlehen werden von fast allen Haus-Banken vermittelt und müssen vor Beginn der Bauarbeiten beantragt werden.

ÖKO-TEST hat insgesamt 54 verschiedene Angebote über zinssichere Kombikredite von sieben Bausparkassen sowie von 24 Banken und Baugeldvermittlern unter die Lupe genommen. Um die Finanzierungen überhaupt vergleichen zu können, ermittelte ÖKO-TEST den Gesamteffektivzins der Sofortfinanzierungsangebote, in den alle Zahlungen einschließlich der Sparrate für den Bausparvertrag eingehen. Nur durch Angabe dieses Gesamteffektivzinses lassen sich Sofortfinanzierungen und klassische Hypotheken miteinander vergleichen.

Das Ergebnis: Die Kombikredite können mit den Topangeboten unter den Hypotheken mithalten.
Bauspar-Sofortfinanzierungen sind derzeit günstig, ca. die Hälfte der Angebote ohne KfW-Mittel gab es zu effektiven Zinsen von 2,36 bis 2,53 % für das Gesamtangebot. Sofortfinanzierung plus KfW-Kredit ist noch günstigster. Angebote von Riester-geförderten Bausparverträgen mit einem zinsverbilligten KfW-Kredit kommen auf zinsgünstige 2,18 % Gesamteffektivzins. Rechnet man den Tilgungszuschuss der KfW von beispielsweise 2.500 € mit ein, sinkt der Effektivzins sogar bis auf 2,07 %.

Eine Gesetzeslücke macht es den Bauherren allerdings schwer zu vergleichen.
Die erlaubt es Banken und Bausparkassen momentan für Kombikredite mit irreführenden Effektivzinsangaben zu werben. Hier bleibt oft unklar, wie teuer die Sofortfinanzierung wirklich wird. Statt eine Kostengröße, den Gesamteffektivzins zu nennen, mit deren Hilfe Kreditnehmer Sofortfinanzierungen und Hypotheken von der Bank vergleichen können, weisen die meisten Institute einfach zwei Werte aus: den Effektivzins für das Vorausdarlehen und den Effektivzins für das spätere Bauspardarlehen.

Ein Anbieter wies ÖKO-Test gegenüber z.B. bei einer Sofortfinanzierung ohne Riester-Förderung sowohl für das Voraus- als auch für das Bauspardarlehen einen Nominalzins von 2,75 % aus und berechnet daraus einen Effektivzins von 2,79 % für das Vorausdarlehen und von 2,97 % für den späteren Bausparkredit. Berücksichtigt man jedoch auch die Sparbeiträge, die in der Einzahlungsphase mit nur 0,25 % deutlich niedriger als das Vorausdarlehen verzinst werden und von denen auch noch die Abschlusskosten von 2.200 € abgehen, klettert der Gesamteffektivzins schnell auf 3,34 %.

Wie oft angenommen, liegt der Effektivzins über die gesamte Laufzeit des Vertragsnämlich nicht in der Mitte der beiden Angaben, da beide die Sparbeiträge des Kunden vernachlässigen, obwohl diese Zahlungen fester Bestandteil der Finanzierung sind. Für Kombikredite mit staatlicher Riester-Förderung muss seit 2008 der Gesamteffektivzins zwingend auswiesen werden. Doch auch diese Regelung gilt immer nur für den Einzelvertrag. Werden Riester-Kombikredite auch noch mit KfW-Mitteln, einem Bankdarlehen oder gar beidem kombiniert, kommen vier verschiedene Effektivzinssätze ins Spiel. Die mit einer ganz normalen Hypothek zu vergleichen ist für den Laien nicht möglich. Aus Sicht der Verbraucherschützer ist der Gesetzgeber gefragt. Er sollte auch bei ungeförderten Kombikrediten zwingend die Angabe eines Gesamteffektivzinses vorschreiben.

ÖKO-Test-Fazit:
“Kreditnehmer sollten sich immer einen Gesamteffektivzins ausrechnen lassen, in den alle Zahlungsströme des Finanzierungsangebots einfließen, also alle Einzahlungen, die der Kunde leistet, sowie bei Riester-Verträgen die Zulagen. Denn diese müssen später ja als Eigenheimrente nachversteuert werden.”
Der Bankberater ist auch Ansprechpartner für KfW-Kredite. Die können mit dem Finanzierungsangebot der Bank kombiniert werden und sparen orderntlich Zinsen.

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Energiewende im Gebäudesektor – Förderung kann den Anschub geben

24. Oktober 2014

Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln gibt Handlungsempfehlungen an die Regierung

Durch unsere Häuser wird ein großer Teil der Treibhausgase wie CO2 freigesetzt. Die verstärken den Klimawandel. Deshalb will die Bundesregierung, dass bis 2050 alle Gebäude “Klimaneutral” sind. Was heißt das eigentlich? Ein Haus darf theoretisch keine Klimagase mehr freisetzen oder muss die nicht zu vermeidenden Treibhausgase in irgendeiner Form kompensieren. Dann hat das Haus keine das Klima beeinflussende Wirkung, es ist also Klimaneutral. Dazu muss der Energieverbrauch des Hauses deutlich niedriger werden als heute. Zu erreichen ist das in erster Linie durch die Sanierung der Gebäudehülle, durch die Erneuerung der Anlagentechnik und durch die Nutzung erneuerbarer Energien.

Alle(!) bestehenden Häuser und Wohnungen in Deutschland müssten dafür energieeffizient modernisiert werden. Ist das Ziel zu idealistisch und viel zu hoch gegriffen? Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels ist die Zielsetzung richtig und notwendig. Doch wie soll das gehen? Dahinter stehen Investitionen. Wie sollen  Hauseigentümer das bezahlen?
Stehen ohnehin Baumaßnahmen zur Instandsetzung des Hauses, lohnt sich der Mehraufwand in Energieeffizienzmaßnahmen unterm Strich. Je nach Haus spielen allerdings bestimmte Voraussetzungen, Anforderungen und eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle. Nicht nur die steigenen Energiepreise sorgen so für Unsicherheiten und wirken sich auf den Amortisationszeitraum aus.

Das IWU (Institut für Wohnen und Umwelt ) geht für ein Einfamilienhaus von Investitionskosten von ca. 450 €/m² aus, um nach der Sanierung ein KfW-Effizienzhaus 100 zu erhalten. Das entspräche einem Neubau nach EnEV. Für ein besseres KfW-Effizienzhaus 85 müßten, anhand der von Modellprojekten errechneten Mittelwerte, ca. 470 €/m² investiert werden, für ein Effizienzhaus 70 ca. 520 €/m².

Offen ist die Frage, wann Effizienzmaßnahmen durchgeführt werden und in welchem Umfang. Theoretisch kann durch mehrere Teilsanierungen der gleichermaßen hohe Effizienzhaus-Standard erreicht werden, wie bei einer Vollsanierung. Für viele Gebäude ist das schrittweise Vorgehen eine sinnvolle Alternative. So könnte u.a. die zukünftigen technischen Möglichkeiten der Gebäudetechnik voll ausschöpft werden.

Fordern und Fördern
Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln, kurz IW, hat sich mit dem Thema näher beschäftigt und „Handlungsempfehlungen zur Umsetzung der Energiewende im Gebäudesektor“ zusammengestellt. Das Papier stellt vor, wie sich diese Empfehlungen im Einzelnen umsetzen lassen. Ein glaubwürdiges und realisierbares Gesamtkonzept muss her. Eine stimmige Kombination aus „Forder- und Förderinstrumenten“ , das den Akteuren einen verlässlichen Investitionsrahmen bietet. Denn, das derzeitige Volumen an jährlich getätigten Investitionen reicht bei weitem nicht aus, um die Modernisierungen zu bewältigen. Bei den aktuellen Energiepreisen gehen NABU/Prognos (2011)und dena (2012) von einem erforderlichen Förderbudget in Höhe von 5 Mrd. € im Jahr aus.

Energieberatung, Förderung, Markttransparenz
Das A und O sind, nicht nur nach Empfehlung des IW, qualifizierte Energieberatungen der Hauseigentümer, Transparenz am Markt sowie ein Verstätigung der staatlichen Fördergelder. Nach Ansicht des Instituts warten sowohl private Eigentümer als auch die Immobilien- und Wohnungswirtschaft mit ihren Investitionen auf eine klare Weichenstellung der Bundesregierung. Beteiligt sich der Staat an den Kosten, investieren Hauseigentümer auch selbst.

Förderung – konstant, überschaubar und einfacher
Das IW schlägt vor, bis 2020 jährlich mindestens 3 Mrd. € an Fördergeldern über die bewährten KfW- und MAP-Förderprogramme zur Verfügung zu stellen.

Weiterhin gebe es Möglichkeiten die Förderprogramme zur Harmonisierung und zu Vereinfachung. Selbst bei KfW und BAFA gibt es je nach Maßnahme verschiedene Fördergeber, Verfahren, Ansprechpartner und Antragsverfahren. Zuschuss oder zinsgünstiger Förderkredit – wann muss ich wo und was bei wem beantragen, kann ich Förderungen kombinieren oder muss ich mich für einen Förderweg entscheiden. Zudem sind einige Landesförderungen auf die KfW- und MAP-Förderung aufsetzen, weitere Direktzuschüsse zahlen vor allem Städte, Gemeinden oder Energieversorger.

foerderdata.de hilft bei der Suche nach Förderprogrammen
Ein schier endloses Feld. Einen Überblick gibt derzeit die Online-Fördermitteldatenbank foerderdata.de. Hier werden über 6.000 Bau- und Modernisierungsförderungen erfasst und auf dem aktuellsten Stand gehalten. Anhand der Postleitzahl und einer Auswahl der geplanten Maßnahmen, sucht foerderdata.de bereitstehende Fördertöpfe am Wohnort. Hier bekommen Hauseigentümer noch weitere Unterstützung. Im Förderservice ermitteln Energieberater und Ingenieure  die bestmögliche Förderung für eine Modernisierung und bereiten die Anträge unterschriftsfertig vor.

Steuerreform kann zusätzliche Anreize liefern
Eine zusätzliche und dauerhafte steuerliche Förderung könnte den Fokus auf Gebäudesanierungen mit möglichst hohen Effizienzhausstandard setzten. Denn momentan ist es für Vermieter meist sinnvoller, sich nur für eine Teilsanierung zu entscheiden. Die kann in der Regel als Erhaltungsaufwand sofort steuerlich geltend gemacht werden. Wird dagegen umfangreich saniert und verbessert, müssen die Kosten über 50 Jahre abgeschrieben werden.

Bei Mietwohnungen muss eine Lösung gefunden werden, wo keiner den Kürzeren zieht. Der Interessensausgleich zwischen Vermietern und Mietern könnte durch eine Reform des Mieterhöhungsrechts herbeigeführt werden. Dies ist zum Beispiel durch eine Integration der Heizkostenersparnis in die Modernisierungsumlage möglich. Alternativ könnte bei energetischen Modernisierungsmaßnahmen eine generelle Anhebung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete zugelassen werden. Vorausgesetzt, im Mietspiegel wird auch die energetische Beschaffenheit der Gebäude berücksichtigt.

Energieberater beauftragen
Wenn es nach dem Kölner Institut geht, sollen mehr Transparenz bei Energieberatung und Energieausweisen für mehr Sicherheit bei den Hauseigentümern sorgen. Eine Umfrage der Markt- und Meinungsforscher von EuPD Research brachte erst kürzlich ans Licht: Viele der 1.000 befragten Hausbesitzer finden die Beratung durch unabhängige Experten wichtig, zögern allerdings selbst bei der Beauftragung. Dass oftmals keine Not­wendigkeit für eine Energieberatung in den eigenen vier Wänden gesehen wird, begründen die Befragten mit den anfallenden Beratungskosten, der aufwendigen Beratersuche und Zweifeln an der Eignung und Qualifikation der Berater.

Energieberater ist kein Ausbildungsberuf – Ingenieure, Techniker, Architekten, Fachhandwerker oder Schornsteinfeger sind i.d.R. nach Abschluss ihrer Ausbildung und zusätzlicher Weiterbildung als Energieberater tätig. Für die staatlich geförderte Energieberatung hält es das IW für notwendig, einen etablierten Ausbildungs- und Dienstleistungsstandard einzuführen, ohne eine qualifizierte Berufsgruppe von vorn herein auszugrenzen. Zudem schlägt das Institut vor, den bedarfs- und den verbrauchsorientierte Energieausweis zu einem einheitlichen und verpflichtenden Energieausweis zusammenzuführen.

Bei der Energieberatersuche helfen unabhängige Netzwerke wie das Deutsche-Energieberater-Netzwerk, kurz-DEN e.V.. Hier haben sich deutschlandweit über 600 Ingenieurbüros zusammengeschlossen. Voraussetzung für eine Mitgliedschaft, ist, dass die Energieberter die erhöhten Qualitätsstandards an Aus-, und Weiterbildung sowie Praxiserfahrung anerkennen und erfüllen. Hauseigentümer profitieren davon und können einen Energieberater in ihrer Nähe über die Online-Suche unter www.den-ev.de finden.

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Brennstoffzellen-Mikro-KWK

23. Oktober 2014

In NRW produzieren bereits über 100 dieser Anlagen Strom und Wärme

Als erstes Bundesland ging Nordrhein-Westfalen mit einem eigenen Programm zur Investitionsförderung von Brennstoffzellen-KWK an den Start. Der Landeszuschuss soll die Mehrkosten von Brennstoffzellen für Unternehmen als Anlagenbetreiber deutlich reduzieren und so die Markteinführung der umweltfreundlichen Technologie unterstützen. Mit dem progress.NRW Förderbaustein “Markteinführung” werden Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen gefördert, die marktfähige Solarkollektoren, Photovoltaik-, Wasserkraft-, KWK, Biomasse- und Biogasanlagen, Wärmenetze, Energiespeicher oder Hausübergabestationen installieren.

Gut zwei Jahre nach dem Start des NRW Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)-Zuschussprogramms „progres.nrw – Programmbereich KWK“ konnte die Bezirksregierung Arnsberg im September den 100. Zuwendungsbescheid für eine Brennstoffzellen-basierte Mikro-KWK-Anlage an einen Antragsteller aus NRW zustellen. Der Zuschuss von 65 % der Investitions-Mehrkosten gegenüber einer konventionellen Vergleichsanlage geht an ein Unternehmen in Wassenberg. Das ans Erdgasnetz angeschlossene Brennstoffzellen-KWK weist einen rekordverdächtigen elektrischen Wirkungsgrad von 60 % auf, der Gesamtwirkungsgrad beträgt 85 %, die CO2-Einsparung 50 %.
Die erste geförderte Anlage ist nun bereits seit fast zwei Jahren in einer Bäckerei in Essen im Einsatz. Betreiber Alois Buschfort ist zufrieden: „Die Anlage läuft äußerst zuverlässig und liefert dem Bäckereibetrieb kostengünstig und bei niedrigen CO2-Emissionen Strom für die Kühlanlagen. Die Wärme wird überwiegend für die Warmwasserbereitung genutzt.“

Haushaltsperre verzögert momentan die Förderzusage
Momentan kann die zuständige Bezirksregierung Arnsberg die Förderanträge allerdings nicht abschließend bewilligen. Der progres.nrw-Programmbereich „Markteinführung“ ist von der Haushaltssperre des Landes Nordrhein-Westfalen seit Juli 2014 betroffen. Bereits gestellte und eingehende Förderanträge für 2014 bleiben jedoch gültig, können aber erst nach Aufhebung der Haushaltssperre bewilligt werden.
In Summe hat das Land NRW mit einer EU Ko-Finanzierung mehr als 1,25 Mio. €  in Brennstoffzellen investiert. Zukünftig sollen diese gestaffelt nach der Anlagengröße gefördert werden. Eine KWK-Anlage mit einer Leistung von 1,5 kWel könnte dann beispielsweise mit 12.500 € bezuschusst werden.

Weitere Informationen zum Programm: www.bezreg-arnsberg.nrw.de

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Lasst die Fachleute ran!

22. Oktober 2014

Manchmal möchte man verzweifeln – beim Blick in die Zeitungen oder ins Fernsehen. Nein, nicht wegen irgendwelcher Katastrophen, sondern wegen so mancher dramatisch erzählten Geschichte, die sich bei näherem Hinsehen als gar nicht so schlimm entpuppt.

Beispiel energetische Sanierung, insbesondere Wärmedämmung von Gebäuden. In der jüngsten Zeit liest und hört man immer wieder, wie wenig sinnvoll es sei, sein Häuschen warm einzupacken. Schimmel, Spechte, Algen – diese Stichworte fallen immer wieder. Und natürlich, dass sich eine so große und teure Maßnahme gar nicht lohnen könne. Dann werden Sanierungsbeispiele vorgeführt, bei denen in der Tat wohl einiges schief gelaufen ist. Man kann einiges falsch machen am Bau, wenn man Datenblätter nicht versteht oder Materialien falsch verarbeitet… Und es finden sich immer wieder „Experten“ – bis hin zu Professoren -, die aus schlecht sanierten Einzelgebäuden folgern, jegliche Dämmung wäre rausgeworfenes Geld.

So etwas macht Angst. Potentiellen Bauherren, die an eine energetische Sanierung oder Überarbeitung ihrer Immobilie denken. Und mir persönlich macht es auch Angst. Man fragt sich, welche Interessen hinter solchen Negativberichten stecken. Denn es ist schon erstaunlich, dass die vielen tausend erfolgreichen Sanierungen so einfach unter den Tisch fallen. Als gäbe es nicht die unzähligen Einfamilienhäuser, deren Bewohner früher tausende von Euro für Brennstoffe ausgegeben haben und die jetzt mit wenigen hundert auskommen! Als gäbe es nicht die vielen Mietshäuser, deren Bewohner jetzt deutlich weniger Nebenkosten berappen als früher! Und als gäbe es nicht diejenigen, die mit ganz gezielten Einzelmaßnahmen (etwa dem Austausch der Fenster, dem Einbau einer modernen Heizung, der Dämmung der oberen Geschoßdecke) eine Menge Heizkosten sparen.

Klar, diese vielen Fälle sind nicht spektakulär. Niemand wird sich bei der Zeitung melden und sagen: „Bei mir hat es prima geklappt!“ Nur: Welche Wirklichkeit bekommen wir eigentlich serviert? Ist Wärmedämmung nun Teufelszeug, oder ist sie der Königsweg zu Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz? Oder könnte es vielleicht sein, dass die Antwort lautet: „Kommt drauf an!“? Dass es zum Beispiel auch davon abhängt, wer was an einem Haus macht, welcher Handwerker wie arbeitet, welche Sanierungsmaßnahme die geeignete ist? Viel hilft viel – dieses Prinzip gilt sicher nicht am Bau!

Erst, wenn man das gesamte Gebäude als System begreift und entsprechend behandelt, kann eine energetische Sanierung erfolgreich sein. Denn auch die Sanierung von älteren Gebäuden ist alles andere als eine triviale Angelegenheit. Sie ist Sache von Fachleuten, von erfahrenen Energieberatern, Bauingenieuren und Architekten, welche den Einzelfall unter die Lupe nehmen und den Umbau begleiten.
Manchmal muss es gar nicht die Komplettdämmung sein. Manchmal ist es sinnvoll, auf eine Außendämmung – mit welchem Werkstoff auch immer – zu verzichten und sich auf den Innenbereich und die Anlagentechnik zu konzentrieren – man denke an denkmalgeschützte Bauten. Manchmal machen gerade die verwendeten Materialien den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg aus.

Aber immer sollten Männer und Frauen beauftragt werden, die etwas von ihrem Handwerk und Gewerbe verstehen, die im Sinne der Bauherren neutral beraten und auch vielleicht gelegentlich Grenzen des Machbaren aufzeigen. Die Ihre energetische Sanierung zu einem erfolgreichen Projekt machen. Und die verhindern, dass Sie mit Schimmel, Spechten und Algen zu tun bekommen und schließlich die Medien über Sie berichten…

Kurz: Lassen Sie die Fachleute ran!
Herzlich, Ihr Martin Kutschka

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Wer bekommt Investitionszuschüsse für nationale Städtebauprojekte?

21. Oktober 2014

Hier bleibt es spannend!

Der Bundestag hat Ende Juni den Bundeshalt 2014 verabschiedet und darin das Gesamtprogrammvolumen für die Förderung des Städtebaus auf 700 Mio. € aufgestockt. Innerhalb dieses Budgets wurde ein neues Bundesprogramm zur Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus mit einem Förderrahmen von 50 Mio. € geschaffen. Mit diesem Investitionsprogramm sollen investive sowie konzeptionelle Projekte mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit, mit sehr hoher fachlicher Qualität, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotenzial gefördert werden.

Kommunen, die über geeignete Projekte verfügen, waren aufgerufen, ihre Projektvorschläge bis zum 22. September 2014 beim BBSR einzureichen. Bescheidenheit war hier fehl am Platz. Die Förderung ist die Chance für Projekte, die aufgrund ungewöhnlicher Konzepte, neuer, oder alternativer Lösungen, Innovationen und Know-How und den damit einhergehenden, höheren Kosten, so nicht umgesetzt werden könnten.

Auch Berlin nutzte die Einladung. Der Berliner Senat hat vom Bund Fördermittel in Höhe von 7,3 Mio. € für drei Stadtentwicklungsprojekte beantragt. Projektvorschlag 1: Der Verein „Flussbad Berlin“ plant an der Museumsinsel eine Biotoplandschaft mit einem 750 Meter langen Schwimmbecken entstehen zu lassen. Vorschlag 2: Ein Bildungs- und Bürgerzentrum soll in dem Mauern des ehemaligen Offizierskasino der Stasi-Zentrale in Lichtenberg sein zu Hause finden. Das dritte Projekt sieht vor, den „Kopfbau West“ des Flughafengebäudes Tempelhof öffentlich zu nutzen. Unter anderem sollen dort eine Dachterrasse und ein Cafe entstehen.

Wie geht es weiter?
Momentan werden alle eingereichten Projekte gesichtet. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Bei der Auswahl der zu fördernden Projekte lässt sich das BBSR von einem unabhängigen Expertengremium beraten. Vertreter des Deutschen Bundestages, Landschaftsplaner, Städtebauer, Denkmalpfleger und weitere unabhängige Berater sollen alle Seiten der einzelnen Projekte vorbewerten. Im November wird das Expertengremium tagen. Dann soll ein Gesamtvorschlag für die Bindung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel erarbeitet werden. Gelingt es das Gesamtbudget auf die ausgewählten Projekte umzulegen, könnten die Zuwendungsanträge auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn durch die betroffenen Kommunen noch im November abgewickelt werden. Im Dezember sollen dann die entsprechenden Förderbescheide durch das BBSR erlassen werden. foerderdata.de drückt jedenfalls allen teilnehmenden Kommunen die Daumen!

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Energieberatung Mittelstand läuft aus

20. Oktober 2014

Zuschuss nur noch bis Ende 2014

Kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler, die Ihre Energiekosten für viel zu hoch halten, können durch eine Energieberatung erkennen, wo und wie viel tatsächlich eingespart werden kann. Je nach Unternehmen, Branche, Gebäude, notwendiger Technik und Maschinen oder Fuhrpark kein einfaches Unterfangen.

Noch in diesem Jahr zu handeln, lohnt sich.
Denn Energieberatungen im Mittelstand werden gefördert. KMU, dessen Netto-Energiekosten für Strom und Brennstoff oder Fernwärme am Standort mindestens 5.000 € betragen, bekommen einen Zuschuss vom Staat. Der übernimmt einen Teil des Beraterhonorars, bis zu 1.280 € für eine Initialberatung und bis zu 4.800 € für eine Detailberatung.

Der Haken: Die KfW stellt das Programm zum Ende des Jahres ein.
Wer das Programm noch nutzen will, kann die Förderung noch bis Mitte Dezember bei der KfW beantragen. Dazu muss bis spätestens zum 15.12.2014 der vollständige Antrag online über die KfW-Antragsplattform gestellt und bis zum 31.12.2014 die Empfehlung des Regionalpartners (einer IHK, Handwerkskammer oder Wirtschaftsförderung) in der Regionalpartnerplattform vorliegen. Nach Förde-Zusage der KfW, kann ein Berater aus der KfW-Beraterbörse ausgewählt und beauftragt werden, der zu den Bedürfnissen des Unternehmens passt.

Das Zuschuss-Programm besteht aus 2 Teilen.
Zum einen wird eine so genannte Initialberatung gefördert. Der Energieberater identifiziert hier die Schwachstellen am Standort und dokumentiert das Ergebnis in einem Bericht, der alle Aspekte des Energiebedarfs und -verbrauchs im Unternehmen umfasst: Sie wissen dann, wo sie stehen, kennen die Ausgangssituation, bestehende Mängel und erhalten Vorschläge für Energieeffizienzmaßnahmen.

In einer Detailberatung: vertieft der Energieberater die Analyse und erarbeitet einen konkreten Maßnahmenplan. Die Unternehmensbereiche mit den größten energetischen Schwachstellen und den größten Effizienzpotenzialen werden dabei primär behandelt. Sie erhalten: Prioritäten zur effizienten Energieanwendung, Vorschläge für Energieeinsparmaßnahmen und zur Nutzung erneuerbarer Energien inkl. deren wirtschaftliche Bewertung, konkrete Handlungsempfehlungen und Hinweis auf Fördermöglichkeiten.

Eine Nachfolgeprogramm ist für Anfang 2015 an anderer Stelle beim BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) geplant. Das wickelt auch die Förderung von Vor-Ort-Beratungen für Hauseigentümer ab und zahlt die Zuschüsse dafür aus.

Weitere Informationen zum KfW-Programm: www.kfw.de

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