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Neue Heizung nur mit Förderung!

18. Dezember 2014

Wie heizt Deutschland?

In einer aktuellen Studie vom Marktforschungsinstitut GfK, Nürnberg im Auftrag des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wurden über 5.000 Haushalte im gesamten Bundesgebiet befragt.

Gas-, Öl-, Strom- oder Ökoheizung?
Die Studie hat unter anderem untersucht, welche Heizungssysteme in den insgesamt 40,4 Mio. Wohnungen Deutschlands genutzt werden. Das Ergebnis: In fast jeder zweiten Wohnung (19,3 Mio.) in Deutschland wird mit Gas geheizt. Gas hat mit 49,3 % den größten Anteil unter den verschiedenen Energieträgern. In 26,8 % aller Wohnungen sorgt Heizöl für Wärme, während Fernwärme in 13,5 % aller Wohnungen genutzt wird. Strom – Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen liefert für 4,1 % die Heizenergie.

Wie alt sind deutsche Heizungen?
Die Heizungsanlagen in Deutschland sind im Durchschnitt 17,6 Jahre alt.
Ca. 36 % aller Heizungsanlagen wurden sogar vor 1995 eingebaut und sind damit älter als 20 Jahre. Ein demografischer Wandel auch auf dem Heizungsmarkt? Die Lebensdauer einer Heizung wird im Durchschnitt mit bis zu 30 Jahren angesetzt. Heizungen die vor 20 oder 30 Jahren installiert wurden sind allerdings veraltet, verbrauchen viel mehr Energie als ihre heutigen Nachfolger und verschlingen immer mehr Kosten durch ihren erhöhten Reparaturaufwand. An moderne und energiesparsame Brennwert-Technik war damals noch nicht zu denken. Die heutige bedarfsangepasste Regelung und Steuerung wurde durch überdimensionierte Anlagen, für den Fall der Fälle, abgefangen.

Wonach entscheiden wir?
Eine neue Heizung ist kein leichtes Unterfangen. Der Umfrage zufolge, ist 71% der Hauseigentümer vor allem die unkomplizierte Handhabung und ca. 48% die Sicherheit ihrer Heizungsanlage am wichtigsten. Erst danach folgt für ca 39% der Wunsch nach einer modernen und fortschrittlichen Heizenergie, für ca. 35% eine  geringe Umweltbelastung und wenig Schadstoffe und für ca. 34% die langfristig gesicherteEnergieversorgung und ausreichende Energiereserven. Überraschend: geringe Brennstoffkosten stehen für “nur” 25% im Vordergrund ihrer Entscheidung. Mehr Infos zur Studie:  www.bdew.de

Alte Heizung raus – gleiche neue Heizung rein?
Wer es sich zu einfach macht, zahlt bei den Energiekosten schnell oben drauf. Eine Kombination von Gas- und Öl-Brennwerttechnik etwa mit Solarkollektoren auf dem Dach oder der komplette Umstieg auf erneuerbare Energien kann sich auszahlen.

Löchern sie Ihren Heizungsfachmann!
Schließlich „wohnen“ Sie mit der „Neuen“ die nächsten 20 bis 30 Jahre zusammen unter einem Dach. Neuer Heizkessel? Welche Leistung ist notwendig? Energieträger wechseln? Welche Alternative gibt es? Welche lohnt sich? Anpassung der Heizungspumpen, Heizkörper, Thermostate? Hydraulischer Abgleich der gesamten Heizung?

Auch ein Energieberater kann helfen. Er kann im Vorfeld berechnen, welches System sich lohnt. Er behält auch die Gebäudehülle im Blick, wo teure Heizwärme schnell verloren gehen kann. Energieberater Suche: onlineberatung.den-ev.de/berater.html

Egal welche Heizung es wird: Es gibt Förderungen.
Zuschüsse oder zinsgünstige Förderkredite mindern die Anschaffungskosten! Der BAFA Zuschuss zur Öko-Heizung oder der KfW-Zuschuss von 10 % der Kauf- und Installationskosten, der Staat beteiligt sich an den Kosten – bundesweit! Zusätzliche Förderung gibt es je nach Wohnort oder Anlage von Städten, Gemeinden, Energieversorgern und einigen Heizungsherstellern oben drauf. www.foerderblog.de/allgemein/herstellerbonus-fur-die-neue-heizung/

Hilfe vom Förderservice
Der Förderservice von foerderdata.de sichert Hauseigentümern die Maximalförderung für die neue Heizung. Energieberater prüfen ein Heizungsangebot auf Förderfähigkeit, geben eventuell Tipps zur Optimierung, berechnen die bestmögliche Förderung und bereiten die Antragsunterlagen zur Unterschrift vor. foerdermittel-bekommen-mit-foerderdata

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MAP – Immer weniger stellen einen Förderantrag

17. Dezember 2014

Geplante Änderung der Förderkonditionen steht 2015 ins Haus

Die Anträge für einen Zuschuss zur Heizungsumstellung auf erneuerbaren Energien gehen stetig zurück. Der Fördertopf 2014 ist kurz vor Jahresende noch gut gefüllt. Das eigentliche Marktanreizprogramm gerät langsam aber sicher ins Stocken.

Profitieren kann, wer die Förderung kennt und beantragt.
Für eine Solarthermie-Anlage zur Heizungsunterstützung gibt das BAFA Hauseigentümern derzeit mindestens 1.500 € dazu, zu einem Pelletkessel mit Pufferspeicher 2.900 € und zu einer Sole- oder Wasser-Wassser-Wärmepumpe 2.900 € zur Luftwärmepumpe 1.300 €. Alles staatliche Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen und die Haushaltskasse des Eigentümers ordentlich entlasten.

Nach Angaben des (BAFA) Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle wurden von Januar bis November 2014 knapp 52.000 Förderanträge gestellt, davon am meisten für Holz- und Pelletheizungen. Das ist gut ein Viertel weniger als 2013. Da waren es im selben Zeitraum mehr als 69.000 Anträge. Vor allem im 2. und 3. Quartal liegen die Antragszahlen in jedem Monat deutlich unter dem Wert des Vorjahrs.
Nun soll die Förderung 2015 angepasst werden. Wie genau wird derzeit noch ausgehandelt. Mit Änderung der Förderkonditionen soll die Zahl der Anträge wieder erhöht werden. Denn der Fördertopf ist gut gefüllt. Für das Marktanreizprogramm (MAP) stehen 2015 insgesamt über 261 Mio. € bereit. Weitere über 100 Mio. € sind aus dem Energie- und Klimafonds vorgesehen. Wer seine alte Heizung auf eine neue Öko-Anlage umstellt und fortan mit Sonne, Holz oder Erd- bzw. Umgebungswärme heizt, kann davon profitieren.

Alle Heizungsförderungen finden Sie schnell und einfach unter www.foerderdata.de. Mit Angabe weniger Eckdaten zum Haus und zur geplanten Bau- oder Modernisierungsmaßnahme, sucht die Datenbank die für Sie passenden Förderungen aus.

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Aktionsplan Energieeffizienz stellt auch Nichtwohngebäude in den Fokus

16. Dezember 2014

Durch mehr Förderung, im von der Regierung angekündigten “Aktionsplan Energieeffizienz“, wird nun mit stärkeren Sanierungsmaßnahmen gerechnet. Und das nicht nur im Wohneigentum, sondern auch im gewerblichen Bereich. Denn auch die private Wirtschaft stellte geplante Investitionen in mehr Energieeffizienz in der Vergangenheit oft hinten an. Der so entstandene Sanierungsstau in Gewerbe und Industrie soll durch zusätzliche Förderung angegangen werden.

„Mit der Aufstockung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms auf 2 Mrd. € bis 2018 im “Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz” (NAPE) hat die Bundesregierung endlich den entscheidenden Schritt getan, um die bisher brachliegenden Energieeffizienz-Potentiale in den rund 420.000 Hallengebäuden in Deutschland zu heben“ so Gotthard Graß, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Firmen in Gas- und Wasserfach e.V. (figawa). Mit KfW-Fördermitteln und steuerlicher Abschreibung könnten die dringend erforderlichen Investitionen in Anlagentechnik, Heizung, Klima, Lüftung und Warmwasser, aber auch Beleuchtung, sowie Regel- und Steuerungstechnik in Gewerbegebäuden angegangen werden.

BAFA Zuschuss über “Energieberatung Mittelstand”
Oft fehlt es den Unternehmen einfach an Zeit im Alltagsgeschäft um einen Überblick über die Energieverbraucher und Einsparpotenziale zu bekommen. Gebäude, Gebäudetechnik und Produktionsprozesse sind umfangreich. Die Einsparpotenziale etwa durch neue Technologien, Kraft-Wärme-Kopplung, Prozesswärme oder Wärmerückgewinnung sind allerdings enorm. Durch hohe Energie- und Kosteneinsparungen rechnen sich die Investitionen. Durch die Nutzung bereitstehender Fördergelder in Form von Zuschüssen oder zinsgünstigen Förderkrediten erst recht.

Das Förderprogramm „Energieberatung Mittelstand“ soll die Einsparpotenziale aufzeigen. Das Programm läuft ab 2015 übers BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Das BAFA bezuschusst KMU zum einen bei der Energieberatung und übernimmt bis zu 80 % des Beraterhonorars. Zum anderen wird auch die Umsetzungsbegleitung gefördert. Hier können ermittelte Energieeinsparpotenziale der Energieberatung durch gezielte Investitionen direkt umgesetzt werden.

Weitere Infos zum Programm: www.bafa.de
Weitere Förderprogramme finden Unternehmen unter foerderdata.de. Dazu einfach bei Gebäudenutzung Gewerbeanlage/-gebäude auswählen.

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Zinsgünstige Förderkredite für Eigenheim und Wohneigentum

15. Dezember 2014

Kurz vor Weihnachten, zum 12.12.2014, änderte die KfW noch einmal ihre Zinssätze.

Die KfW vergibt vom Staat verbilligte Förderkredite, unter anderem an Hauseigentümer für Bau- und Modernisierungsmaßnahmen an ihren Wohnhäusern. Je nach Vorhaben, gibt es unterschiedliche Förderprogramme, etwa das „KfW-Wohneigentumsprogramm“, die Programme „Energieeffizient-Bauen und Sanieren“ oder das Programm „Altersgerecht Umbauen“. Die Förderkredite sparen den Bauherren in den ersten Jahren vor allem Zinsen und somit bares Geld. Bei Hauskauf- oder Neubau sind sie eine gute Ergänzung zur Finanzierung der Hausbank. Beantragen kann man die KfW-Kredite ebenfalls über die Hausbank.

Energieeffizient Bauen ab zu 1,00 %
Die Zinsen sind im Jahresverlauf 2014 in allen Programmen ordentlich gesunken. Neben den Modernisierungskrediten „Energieeffizient Sanieren“ und „Altersgerecht Umbauen“ stehen nun auch die Baukredite im Programm „Energieeffizient Bauen“ ab 1,0 % bereit. Die ein Prozent werden für 10 Jahre festgeschrieben.
Zum Vergleich betrug der Zinssatz zum Jahresbeginn am 30. Januar für einen Kredit mit 20-jähriger Laufzeit, 3 tilgungsfreien Anlaufjahren und 10-jähriger Zinsbindung noch 1,81 %.

Neu ist die Unterteilung der Zinssätze bei den Effizienzhausstandards. Gefördert werden generell nur Neubauten, die die Anforderungen der EnEV 2014 (Energiesparverordnung) um mindestens 30 % unterschreiten. Wer so ein KfW-Effizienzhaus 70 baut, bekommt den Kredit ab 1,26 %, nur die Variante 10/2/10 wird hier zu 1,0 % angeboten. Wer noch energieeffizienter baut, bekommt derzeit 50.000 € zu niedrigen 1,0 % garantiert. Das gilt für die KfW-Effizienzhaus-Niveaus und Passivhäusern 55 oder 40. Neben den günstigen Zinsen gibt die KfW hier noch einen Tilgungszuschuss obendrauf. Beim KfW-Effizienzhaus 55 brauchen so 5 % des Kreditbetrags, bis zu 2.500 € nicht zurückgezahlt werden. Beim KfW-Effizienzhaus 40 erlässt die KfW-Bank sogar 10% des Kredits, also bis zu 5.000 €.

Hier heißt es nun nachrechnen.
Die Investiven Mehrkosten für ein Effizienzhaus 55 gegenüber dem Effizienzhaus 70 betragen ca. 100 € je m². Das errechnete kürzlich das IWU (Institut Wohnen und Umwelt im „Faltblatt investive Mehrkosten EFH“. Mit günstigerem Zinssatz und Tilgungszuschuss kann sich so das höhere Effizienzhausniveau schnell auszahlen. Das spart dann zusätzlich Jahr für Jahr weiter 15 % der Energie- und Heizkosten.

Wohneigentum ab 1,31 % finanzieren
Im “KfW-Wohneigentumsprogramm” fördert die KfW den Kauf oder Bau von selbstgenutzten Eigenheimen oder Eigentumswohnungen mit bis zu 50.000 € pro Vorhaben. Die aktuellen Zinskonditionen betragen je nach Laufzeit und Zinsbindung 1,31 % bis 1,81%. Auch das sah zu Beginn des Jahres noch ganz anders aus: 2,12 % bis zu 2,84 % waren „damals“ fällig. Die Regierung will mit dem Förderprogramm den Besitz von Wohneigentum als wichtige Altersvorsorge sichern.

Schärfere EnEV ab 2016
Im Wohneigentumsprogramm muss man sich „lediglich“ an den Energiestandard der EnEV halten. Doch ganz ohne Energieeffizienz geht es beim Bauen und Wohnen nicht. Dazu steigen die Energiepreise viel zu schnell. Wer auf der Erde wohnt, muss Umwelt und Klima auch schützen.
Daher wird auch die EnEV verschärft und zwar für Bauherren, die ab dem 1. Januar 2016 den Bauantrag stellt beziehungsweise eine Bauanzeige erstatten. Der maximal zulässige Primärenergiebedarf für Heizung und Warmwasser wird dann gegenüber der EnEV 2009 um 25 % verringert. Ebenfalls werden die Anforderungen an Wärmedämmung von Dach, Wänden, und Keller  um durchschnittlich 20 % verschärft.

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Sparsame Haushaltsgeräte

11. Dezember 2014

Ob Kühlschrank, Waschmaschine oder Trockner – eben mal neu kaufen? Das sprengt das Alltags-Budget vieler Haushaltskassen. Doch die neuen Geräte verbrauchen viel weniger Strom als ihre Vorgänger. Wer zum richtigen Zeitpunkt neu kauft und auf Energiespargeräte setzt, spart sich Jahr für Jahr einen Teil seiner Stromrechnung. Neben den oft unterschätzten Einspar- potenzialen wissen viele nicht, dass es auch noch finanzielle Förderungen gibt.

Wann lohnt sich der Neukauf?
Das Internet-Preisvergleichsportal idealo hat nachgerechnet, wann sich der Austausch durch energieeffiziente neue Geräte lohne. Berücksichtig wurden sowohl der Kaufpreis, als auch die laufenden Stromkosten.

Beim Kühlschrank lohnt sich ein Neukauf idealo zufolge nach zehn Jahren. Im elften Jahr spare der neue Kühlschrank Strom in Höhe von 47,73 €. In zwölf Jahren spart man insgesamt 123,64 €.
Bei einem Trockner zahle sich der Wechsel bereits nach drei Jahren aus. Im vierten Jahr führe der Gerätetausch zu einer Ersparnis von 205,22 €. Auf zwölf Jahren gerechnet spart man beim Wechsel vom alten C-Klasse-Trockner, dem 2005 beliebtesten Modell, zum neuen A+++-Gerät insgesamt 2.760,10 €.
Bei der Waschmaschine lohnt sich ein Wechsel nach elf Jahren. Im zwölften Jahr führt die Anschaffung zu einer ersten Ersparnis von 9,61 €.

Energieeffiziensklassen
Wer heute ein neues Gerät kauft, kann sich an den Energieeffizienzklassen orientieren. Klasse G kennzeichnet die schlechteste, Klasse A +++ die beste. Ein Gerät der Energieeffizienzklasse A+ verbraucht z.B. 20 % weniger Strom als eines der Klasse A. Bei A++ sind es sogar 40% weniger Energiebedarf. Die Klasse A+++ umfasst Elektrogeräte, die sogar 60% weniger Strom verbrauchen, als Geräte der Energieklasse A.

Nach einer Feldstudie des IRB können private Haushalte ca. 18 % weniger Strom verbrauchen, wenn alle Haushaltsgeräte der Energieeffizienzklasse A+++ entsprächen. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit 3.500 kWh Strom im Jahr bedeutet das 614 kWh und damit ca.165€ weniger. Die Ergebnisse der IRB-Feldstudie beziehen sich auf den durchschnittlichen Stromverbrauch. Der hängt nicht zuletzt auch vom Nutzer und Verhalten jedes Einzelnen ab.

Die Einteilung der Geräte in Energieeffizienzklassen zeigt Wirkung. Während sich 2005 bei idealo die meisten für Kühlschränke der Energieeffizienzklasse A interessierten, sind 2013 Kühlschränke mit der höchsten Energieeffizienzklasse A+++ am beliebtesten. Die 2011 eingeführte Klasse A+++ gilt allerdings nur für Gefrier-, Kühlschränke, Waschmaschinen und Geschirrspüler. Bei Fernsehgeräte hingegen wurde nun erst die Energieeffizienzklasse A eingeführt. Das Spektrum wird bei diesen Geräten erst in den kommenden Jahren erweitert. Bei LCD-TV ist laut idealo ein Austausch aus Kostensicht kaum lohnenswert.

Förderbonus vom Energieversorger
Alle Fördermöglichkeiten für Energiesparende Haushaltsgeräte findet man kostenlos unter www.foerderdata.de.

Und es lohnt sich:
Für Energiesparende Haushaltsgeräte stehen aktuell knapp 200 Förderungen bereit. Vor allem Energieversorger beteiligen sich auch am Kauf alltäglicher Geräte für Haushalt und Haustechnik. Dazu zählt die Anschaffung energieeffizienter Erdgas- und Elektrohaushaltsgeräte: Herde und Kochfelder, Kühl- und Gefriergeräte, sowie Waschmaschinen und Wäschetrockner. Eine Auswertung der EVU-Förderungen in foerderdata im Auftrag der HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V.ergab, dass sich 2013 die zumeist pauschalen Zuschüsse je Gerät in 50 % der Förderungen zwischen 20 € und 50 € bewegen, weitere 40 % zwischen 70 € und 100 €. Energieversorger sind nah am Kunden und können im Rahmen von Strom- oder Wärmelieferverträgen neben den klassischen Zuschüssen und Förderdarlehen weitere, geldwerte Vorteile offerieren. Von Festpreisen über Wert- oder Energiegutschriften bis hin zu Wartungs-, Handwerksleistungen oder Energieberatungen – die Bandbreite ist groß.

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Umweltfreundlicher heizen per Gesetz

10. Dezember 2014

Baden-Württembergs Erneuerbare-Wärme-Gesetzes fordert 15 % aus erneuerbaren Energien

Die grün-rote Landesregierung wird die Auflagen des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes für private Hausbesitzer verschärfen und es auf Nichtwohngebäude von Industrie und Handel erweitern. Wer eine neue Heizung einbaut, muss derzeit 10 % der Wärme aus erneuerbaren Energien beziehen. Dieser Anteil soll nun auf 15 % angehoben werden.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bezeichnet die Novelle als „gerechter und bürgerfreundlicher“: Nicht mehr nur die Solarthermie wird festgeschrieben, denn es gibt mehr Möglichkeiten, die Auflagen zu erfüllen. Ein vorliegender Sanierungsplan etwa mache schon 5 der geforderten 15 % aus. Auch die Dämmung von Kellerdecken oder Dach tragen zum Erreichen des Mindestziels bei. Mit Rücksicht auf ältere Installationen werden zukünftig auch Bioöl- und Biogas als Treibstoffe akzeptiert, sofern ein neuer, hochmoderner Heizungskessel installiert wird. Auch Holzzentralheizungen etwa durch Pellets fallen darunter.

Die Novelle wird frühestens zum 1. Juli 2015 in Kraft treten. Kritiker befürchten bereits, dass Eigentümer anstehende Sanierungen aufgrund der höheren Auflagen herauszögen könnten. Die L-Bank stellt zur Finanzierung zinsverbilligte Kredite bereit. Über seine Förderung könne die Landesbank Investitionen in Höhe von rund 8,5 Mrd. € absichern.

In Baden-Württemberg entsteht ein Drittel aller CO2-Emissionen durch Heizung und Warmwasseraufbereitung der insgesamt über 2,35 Mio. Wohngebäude. Als erstes Bundesland hatte Baden-Württemberg bereits 2007  ein Erneuerbare-Wärme-Gesetz beschlossen. Ziel ist es, den CO2-Ausstoß bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 25 und bis 2050 um 90 % zu verringern.

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Endspurt – Noch 35.000 € Fördermittel in Münster

9. Dezember 2014

Hausbesitzer, die sich noch einen Zuschuss der Stadt Münster für eine energieeffiziente Altbausanierung sichern möchten, haben Glück: Für dieses Jahr befinden sich noch ca. 35.000 € im Fördertopf.

2014 stellte Münster insgesamt 350.000 € im Förderprogramm “Energieeinsparung und Altbausanierung” für qualitativ hochwertige Sanierung von Wohngebäuden im gesamten Stadtgebiet bereit. Schwerpunktmäßig werden effiziente Einzelmaßnahmen sowie der Einbau von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung gefördert. Einen Zuschuss von 10 € je m² gibt es etwa für die Außenwand- oder Dachdämmung, für neue Fenster 20 bis 30 € je m², je nach Wärmedämmstandard. Auch die Wärmedämmung von Kellerdecke oder Wand wird mit 5 € je m² bezuschusst. Wer gleich zwei Maßnahmen angeht, kann mit einem Bonus von 750 € je Ein- und 1.250 € je Zweifamilienhaus rechnen.

Beim Förderantrag lohnt es sich, schnell zu sein. Die Gelder stehen nur noch bereit, weil sie schon beantragt aber nicht abgerufen wurden. Anträge können für Wohngebäude gestellt werden, die vor 1995 erbaut wurden. Die Wohnfläche darf nicht größer als 150 m² je Wohnung sein. Mit den Sanierungsarbeiten darf noch nicht begonnen worden sein. Mit dem Antrag muss ein Energiegutachten / Energieausweis und Kostenvoranschlag eingereicht werden.

Weitere Informationen: www.muenster.de/stadt/klima/bauen_foerderprogramm.html

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Fördermittel für Fulda

8. Dezember 2014

Rund 1,7 Mio. € für Fulda aus den Stadtentwicklungsprogrammen „Soziale Stadt“, „Aktive Kernbereiche“ und „Stadtumbau

Fulda in Hessen kann sich für seine städtischen Projekte derzeit über gleich drei Förderbescheide mit einem Gesamtbetrag von rund 1,7 Mio. € Förderung freuen.

Das Stadtgebiet Ostend/Ziehers-Süd wird durch das Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ unterstützt. Um die Förderung hat sich Fulda über fünf Jahren hinweg bemüht. Nun zahlt sich der lange Atem aus. 660.000 € erhält die Stadt aus den Mitteln des Programms „Soziale Stadt“. Zusammen mit Eigenmitteln soll der hohe Sanierungsbedarf an Wohnhäusern und deren Außenanlagen angegangen werden. Die große Wohnraumknappheit im Stadtgebiet, der Ausgleich zunehmender Strukturschwächen und drohendem Leerstand soll so rechtzeitig entgegengewirkt werden.

Die bereits laufende Förderung im Programm “Aktive Kernbereiche” wird weiter geführt. Die Fuldaer Kernstadt erhält weitere Fördergelder in Höhe von 740.000 €. Zusammen mit dem Eigenanteil der Stadt können Investitionen von 1.1000.000 € getätigt werden. Die sollen vor allem in die Sanierung des Palais Altenstein sowie in die Aufwertung des Jerusalemplatzes und des Schlossgartens investiert werden.

Zusätzliche 336.000 € erhält die Stadt für das Fördergebiet „Südlicher Innenstadtring“. Dieser Förderbescheid kommt aus dem Programm “Stadtumbau” in Hessen. Im Fördergebiet vom ehemaligen Molkereistandort über das Emaillierwerk bis zum Wohngebiet hat sich bereits einiges getan. Die Fördermittel sollen der Beseitigung noch bestehender städtebaulicher Missstände und der Stärkung der Wohnfunktion dienen. Auch private Eigentümer im Bereich Florengasse/Duume können beim Land Förderung für die Modernisierung von Wohn- und Geschäftshäusern beantragen.

Städtebauprogramme – gezielte Fördergelder für Stadtteile und Quartiere
Wie das Beispiel Fulda zeigt, ist es mitunter nicht immer ganz einfach, an die Fördertopfe zu kommen. Doch wenn es Förderung gibt, lohnt es sich richtig. Auch für Kommunen heißt es also: Erst informieren, dann investieren! Wer seine Fördermöglichkeiten kennt und diese auch beantragt, kann profitieren. Mit Städtebau-Fördermitteln können nicht nur Projekte der Stadt angegangen werden. Das Leben, Wohnen und Arbeiten in aktiven und attraktiven Städten ist Sinn und Zweck der Förderung. Auch  Hauseigentümer und ansässige Unternehmer aus Dienstleistung und Gewerbe in geförderten Gebieten können profitieren. Die “gesetztlich geforderte” Selbst-Beteiligung der Städte an den Kosten soll sicherzustellen, dass die bezuschussten Gebiete tatsächlich Interesse an den Maßnahmen haben.

Soziale Stadt
Mit dem Städtebauförderungsprogramm “Soziale Stadt” unterstützt der Bund seit 1999 die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile. Bis Ende 2013 wurden 617 Gesamtmaßnahmen in 378 Städten und Gemeinden in das Bund-Länderprogramm aufgenommen. 2014 wurden die Bundesmittel für das Programm aufgestockt: von 40 Mio. € in 2013 auf 150 Mio. €.
staedtebaufoerderung.info/StBauF/DE/Programm/SozialeStadt

Aktive Kernbereiche in Hessen
Das Land Hessen und der Bund stellen den Innenstädten und Ortskernen in Hessen in 2014 aus dem Städtebauförderprogramm „Aktive Kernbereiche in Hessen“ rund 18 Mio. € zur Stärkung und Aufwertung ihrer Innenstädte zur Verfügung. aktive.kernbereiche-hessen.de/aktuelles

Stadtumbau

Die Mittel aus dem Bund-Länder-Programm „Stadtumbau in Hessen“ belaufen sich auf  insgesamt gut 19 Mio. €. Dieses unterstützt Kommunen dabei, die baulichen Gegebenheiten an die Anforderung der Zukunft anzupassen, insbesondere auf Umbaubedarfe, die sich aus der Veränderung der Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur ergeben. Gemeinsam mit dem kommunalen Eigenanteil finanzieren Bund und Land so Investitionen in Höhe von rund 28,5 Mio. €. stadtumbau-hessen.de
staedtebaufoerderung.info/StBauF/DE/Programm/StadtumbauWest

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Energieeffiziente Sanierungsmaßnahmen könnten bald steuerlich abgeschrieben werden

5. Dezember 2014

Regierung beschließt „Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“

Das Bundeskabinett hat am 3. Dezember mit dem „Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“ ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen. Ziel: Deutschlands Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Umweltministerin Hendricks dazu: “Mit diesem Paket werden wir unsere Klimaschutz-Anstrengungen im Vergleich zu den letzten 15 Jahren verdreifachen. Nur so können wir den Rückstand aus der Vergangenheit vollständig aufholen.”

Das Aktionsprogramm beinhaltet Maßnahmen für eine zusätzliche Minderung von insgesamt 62-78 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten in allen möglichen Sektoren. Der „Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz“ (NAPE) des Wirtschaftsministeriums macht dabei mit 25-30 Mio. Tonnen den größten Anteil aus.

Steuerbonus für energieeffiziente Sanierungsmaßnahmen
Auch die Einführung einer steuerlichen Förderung für energetische Gebäudesanierungsmaßnahmen gehört zum NAPE. Das kennen wir doch! Tatsächlich gibt es wohl keinen Hauseigentümer in Deutschland, der nicht in den letzten Jahren schon darauf gehofft hatte. Hier scheiterte der Steuerbonus an der Kostenverteilung zwischen Bund und Ländern. Viele haben deshalb längst fällige Modernisierungsmaßnahmen sogar aufgeschoben.

Nun doch?! Im Aktionsplan steht die steuerliche Förderung von energetischen Sanierungen schon mal. Eingeplant ist für 2015 bis 2019 ein jährliches Fördervolumen von 1 Milliarde €. Einen Gesetzesentwurf gibt es allerdings offensichtlich noch nicht. Zur Abstimmung und Umsetzung muss die Bundesregierung Gespräche mit den Ländern führen. Spätestens Ende Februar 2015 soll hier eine Entscheidung fallen.

Wie wird gefördert?
Die steuerliche Förderung von energetischen Sanierungen soll als weitere Förderoption, in Ergänzung zu den KfW-Krediten und Zuschüssen des „CO2 –Gebäudesanierungsprogramms“ angeboten werden. Wer den Steuerbonus für seine Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Wärme im Wohngebäude nutzen will, muss sich daher auch an die Fördervoraussetzungen des Programms halten. Die Ausgaben könnten dann über 10 Jahre hinweg steuerlich abgeschrieben werden. Das soll im selbstgenutzten Wohneigentum sowohl für Einzelmaßnahmen als auch für umfassende Sanierungen gelten. Eine Förderung von vermietetem Wohneigentum, unter der Maßgabe, dass die steuerliche Förderung den Mieterinnen und Mietern zugutekommt, steht noch auf dem Prüfstand. Die zählt zu den insgesamt 38 Prüfaufträgen des Aktionsplanes.

Steuerbonus ja, Handwerkerbonus nicht mehr?
Im Gegenzug seien allerdings Einschnitte bei der Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen geplant. Momentan können alle Handwerkskosten bis zu 6.000 € von der Steuer abgesetzt werden.  Die Steuerersparnis beträgt 20% der Arbeitskosten, somit bis zu 1.200 €. Zukünftig sollen nur noch Rechnungen ab 300 € aufwärts absetzbar sein.

Zum Aktionsprogramm zählen weitere Maßnahmen
Im Bereich “Klimafreundliches Bauen und Wohnen” sollen 1,5-4,7 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden. Ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand bis 2050, energetische Quartiers- und Stadtentwicklung, bezahlbares Wohnen und Bauen und auch der Demografische Wandel – für all diese Schwerpunkte will das Wirtschaftsministerium eine Strategie „Klimafreundliches Bauen und Wohnen“ entwickeln, und die Belange der „Energieeffizienz-Strategie Gebäude“ mit weitergehenden klimaschutzrelevanten Maßnahmen verbinden.

Zusätzliche Maßnahmen im Stromsektor sollen 22 Mio. Tonnen beitragen. Auch hierzu muss erst ein Konzept ausgearbeitet werden, wie diese 22 Mio. Tonnen als Minderungsverpflichtung auf den gesamten Kraftwerkspark in Deutschland verteilt werden könnten. Der Verkehrsbereich soll mit 7-10 Mio. Tonnen zum Aktionsprogramm beitragen. Dazu kommen noch Maßnahmen zur Minderung nicht energiebedingter Emissionen in Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Abfallwirtschaft (3-7,7 Mio. Tonnen) sowie in der Landwirtschaft (circa 3,6 Mio. Tonnen).

Weitere Informationen zum Aktionsprogramm: http://www.bmub.bund.de/themen/klima-energie/aktionsprogramm-klimaschutz/

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KfW streicht kommunale Förderprogramme

4. Dezember 2014

Die Förderkredite für kommunale Straßenbeleuchtung und Energieversorgung laufen zum 31.12.2014 aus

Kommunen, die eine neue Straßenbeleuchtung finanzieren, oder in kommunale Wärme-, Wasser- und Abwassersysteme investieren wollen, konnten bisher die dafür eigens eingerichteten, vom Staat zinsverbilligten Förderkredite der KfW nutzen. Diese Förderprogramme „IKK – Energetische Stadtsanierung – Stadtbeleuchtung“ und „IKK – Kommunale Energieversorgung“ werden nun zum Jahresende eingestellt.

Wichtig zu wissen: Gefördert wird weiterhin.
Die Programmeinstellung dient nicht zuletzt, der Vereinfachung und besseren Übersichtlichkeit der Förderprogramme. Die beiden Förderschwerpunkte werden ab 2015 im Förderprogramm „IKK – Investitionskredit Kommunen“ integriert. Momentan betragen die Zinskonditionen der ablaufenden Programme 0,1 %. Der „Investitionskredit Kommunen“ ist ab derzeit 0,5 % abrufbar.

Anträge zu den „alten“ Konditionen können noch bis zum 31. Dezember bei der KfW 2014 gestellt werden. Entsprechen die Vorhaben den jeweiligen Fördervoraussetzungen, steht einer Förderung nichts im Weg. Die Abruffrist beträgt dann zwölf Monate ab Erteilung der Zusage.

Für Kommunen stehen bei der KfW weiterhin folgende IKK-Förderkredite zum Abruf bereit:

  • IKK-Investitionskredit Kommunen
    für Investitionen in die kommunale und soziale Infrastruktur und ab 2015 auch für Straßenbeleuchtung und Energieversorgung
    Zinssatz derzeit 0,5 %
  • IKK Energieeffizient Sanieren Kommunen
    zur Finanzierung der energetischen Sanierung von Nichtwohngebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur
    Zinssatz derzeit 0,1 %
  • Barrierearme Stadt Kommunen
    zum alters- und familiengerechten Umbau kommunaler Gebäude, Verkehrsanlagen und im öffentlichen Raum
    Zinssatz derzeit 0,1 %

Extra-Programme für Quartiere
Manchmal liegt weder die Investition in ein einzelnes Gebäude noch im gesamten Stadtgebiet die Lösung. Quartiere rücken zukünftig in den Vordergrund. Für die können Energieeffizienz, Infrastruktur und soziale Belange oft gemeinsam angegangen werden. Hierfür gibt es extra Fördertöpfe:

  • Energetische Stadtsanierung – Zuschuss
    65 % der Kosten für ein Integriertes Quartierskonzept und
    bis zu 150.000 € für einen Sanierungsmanager
  • IKK- Energieeffiziente Quartiersversorgung Kommunen
    zur Finanzierung hocheffizienter, wärmegeführter KWK-Anlagen auf Basis von Erdgas oder Biogas, Anlagen zur Nutzung industrieller Abwärme, dezentraler Wärmespeicher und Wärmenetze
    Zinssatz derzeit 0,1%

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